Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 190 (sequence 194)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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186 Grunwald, Aus Hausapotheke und Hexenküche. auf einer mittleren Linie usw. Tequfa Tammuz 7 y2 Uhr des Tages: großes Blutvergießen auf Erden usw., Engel: Anpiel usw. 9. Um zu erfahren, wie viele Tage im Jahre es regnen wird (p. 36b): Nimm am Erebh Sukkoth einen Kürbis, sehneide in ihn 12 Fenster hinein, lege in jedes so viel Wachskügelchen, als der Monat Tage hat, und schreibe, mit Nissan angefangen, über jedes^ Fenster die Namen der Monate. Lasse den Kürbis bis Hoschana rabba liegen, jedes Fenster zugedeckt. Am Hoschana rabba öffne sie! So viel Wachskügelchen übrig geblieben sind, so viel Tage wird es regnen. 10. Traumorakel (p. 17): Nimm ein Bad, faste und stelle dich nackt vor Dein Bett und sprich: „Herr, der Welt! Da wir weder Propheten noch Seher oder Urim und Tumim haben, sie zu befragen, bitte ich Dich, meine Frage zu beantworten." Hierauf frage und sprich dann einen der heiligen, aus den Psalmen gebildeten Namen und ein Gebet. 11. p. 18b. Bibliomantie(Sche'elathchomesch), i. N. R. Meirs überliefert. Sprich einige Bibelverse, in denen von Losen die Rede ist, dann heilige Namen und hierauf Deine Frage aus. Dann schlage die Bibel auf. Die Antwort enthält das erste Wort der siebenten Zeile der ersten Seite, wenn du es umkehrst in der ersten Umkehrung (gemeint wohl Ath-basch). 12. p. 22. Orakel. Beim Erwachen schreibe Deine Frage in Quadratschrift auf einen Zettel, nimm ihn in die rechte Hand, hülle Dich in reinem Zustand in den Gebetmantel und wirf den Zettel auf ein geöffnetes, fehlerfreies Pentateuchexemplar an der Stelle: ,,Siehe, es ist ein Ort bei miru usw. Ein solcher Ort unter dem Himmel heißt Vilun, unter diesem liegt der Ort Dahin1), in dem den Menschen Geheimnisse offenbart werden. 13. p. 76b. (Maimonides zugeschrieben, wie 97 a ein Schutzmittel für Kinder und 93 a eines, vor Räubern sich unsichtbar zu machen, das M. nach Konstantinopel geschickt haben soll.) Lege deine Hand auf einen Pentateuch oder einen Psalter und sprich: „Es sei Dein Wille, großer, mäch- 1) Vgl. T-l-j Mitt. XIX, 1.