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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 47

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 47 (sequence 51)
Language
German
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46 Löwinger, Die |Auferstehung in der jüdischen Tradition. Wird denn Ahron ewig leben? Durfte er doch das heilige Land nicht betreten, wie konnte man ihm die Hebe, geben? Das Gesetz hat nur dann einen Sinn, wenn man annimmt, Ahron werde nach der Auferstehung seine Hebe bekommen1). Wie ein schwer lösbares Orakel klingen die Worte eines Kabbalisten: Wer wissen will, daß die Auferstehung der Toten in der Thora ausgesprochen ist, der beachte: „Und siehe, Mirjam war aussätzig wie Schnee2).u Die Rabbanan lehren: „Ich töte und belebe" (Dt. 32,39), worunter man verstehen könnte, daß einer stirbt, während ein anderer geboren wird, wie es der Lauf der Welt ist. Daher lehrt uns „ich verwunde und heile", daß von einer und derselben Person die Rede ist. Sowie Krankheit und Heilung eine Person betrifft, so auch der Tod und die Auferstehung. Dies mag als Widerlegung derjenigen gelten, die da leugnen, daß die Auferstehung in der Thora enthalten sei3). „Rüben lebe und sterbe nicht" (Dt. 3, 36). Das will sagen, er lebe auf dieser und sterbe nicht in jener Welt eines zweiten Todes, da die Sünder nach der allgemeinen Auferstehung endgültig sterben, einen zweiten Tod erleiden werden4). „Dann wird Josua dem Ewigen einen Altar bauen" (Jos. 8,90). Da nicht steht: „er baute", so bezieht es sich auf die Auferstehung. Zwar heißt es auch vom König Salomo, daß er für den Götzen 1) Sanh. 90 R. Ismael löst die Frage ohne Hinweis auf die Auferstehung. *p?WD steht für "ptlöO, wie sie ihm gebührt, so auch seinen Nachkommen. Auch Ü^W* m*D ^E>3 mfan Nu. 23,10 ist eine der Stellen, die auf die Auferstehung gedeutet werden. Sifre 139b Friedm. 2) Nu. 12,io. Midr. Peliah 82 (39Vielleicht ist gemeint, daß Mirjam in diesem Zustande einem Toten glich (Nu. 12, 12) und ihre Heilung als Auferstehung zu betrachten sei. 3) Sanh. 91*>. Peßach 68». ürrtt *"p nnNS tttfism illDBiö "piD nnSS D^m Sifre Dt. 139*> Feeedm. Nach Levi b. Gerson kann als Beweis für die Auferstehung auch der Umstand gelten, daß es rpfaöt rrnsn heißt und nicht mfcfin rrn« z. St. 4) Targ. Onk. nW ab ßtt^n «mDi. Targ. Jerus. nw ab") tf^:n öwmED. Ps. Jon. c^izn rn •pmTßi Nmrpto mttn tfbi ■»nan KTAsb. Sanh. 92» una ßaschi z. St. Bachja b. Ascher fiD'nän n»n findet hier angedeutet, daß die Seelen sich wieder zu ihren Körpern wälzen werden, nachdem sie ihren Lohn oder Strafe erhalten haben. Diese Wälzung heißt bei den Lehrern Auferstehung.

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