Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 1 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Fünfundzwanzig Jahre jüdische Volkskunde. Vom Herausgeber. Im November 1896 versandte ich eine gedruckte Einladung zu „Sammlungen zur jüdischen Volkskunde". Sie führte zur Gründung der „Gesellschaft für jüdische Volkskunde"1) in Hamburg. Der wissenschaftliche Ertrag ist zum größten Teil in den 66 Heften meiner seit 1898 erschienenen „Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde" niedergelegt, die als Jahrbücher herauszugeben hiermit der erste Versuch unternommen wird. Dem Arbeitsplan gemäß wurden bisher behandelt: 1. Mundartliches und Namenkunde; 2. Dichtung; 3. Glaube und Sage; 4. Sitte und Brauch, Gemeindeleben, Berufe; 5. Weissagung, Zauber, Volksheilkunde; 6. Trachten und Hauseinrichtung. An Vorarbeiten waren zumeist nur in Zeitschriften verstreute Aufsätze zu benützen, von Büchern u. a. Andree, Rich., Zur Volkskunde der Juden, Bielefeld und Leipzig, 1881 (vielfach einseitig urteilend), Benjamin, J. J., Acht Jahre in Asien und Afrika, Hannover 1858 (nicht wissenschaftlich), Berliner, Abr., Aus dem inneren Leben der deutschen Juden im Mittelalter, Berlin 1871, 2. Aufl. 1900, Brüll, B., Die Trachten der Juden, Frankfurt a. M. 1873, Dalmann, Jüd. Volkslieder aus Galizien, Grünbaum, M., Die jüdischdeutsche Literatur (in: Winter u. Wünsche, Die jüd. 1) Das Wort „Volkskunde" findet sich zum ersten Male vor 100 Jahren, und zwar in Franz Ziska's „Oesterr. Volksmärchen" (Wien 1822). Grunwald, Jahrb. f. jüd. Volksk. I. 1