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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1907-01-01 · 4 (1907) · p. Seite 127

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
Neue Folge. Dritter Jahrgang (1907)
Issue
4 (1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 127 (sequence 33)
Language
German
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— 127 — 90) T\"hp Oder: Wie oben 66 nur noch: beim Kaufen des Schlosses darf man nicht handeln. 91) }"hp Dass das Kind nicht verhext werde. Sogleich am 2. Tage nach der Geburt blicke ihm in den „Gaumen", wenn darin „Blätterlich" sind, streiche Honig auf einen roten Wollfleck und reibe den Gaumen, bis Blut kommt. Auch die Zunge sieh dir an, wenn du 3 Blattern in Form eines Segol erblickst, verfahre nach obigem Rezept, denn es ist eine grosse Gefahr für das Kind. 92) \ni?p Ein Kind vor „Benemmnis" zu bewahren. Solange das Kind noch auf der Erde liegt, nimm ein wenig von dem Staube, auf dem es liegt, packe ihn in einen Leinwandfetzen und hänge ihn dem Kinde an. Es trage ihn 30 Tage lang. 93) tD7/Dp Gegen jede Art Gespenster und Behexungen. Beräuchere den Patienten mit Folgendem: „Grün Ostrilizia Kraut" (Osterluzei),] Ysop, Orant (Dorant)', „Gülden wiederschan", Garteneppich, Segelbaum (= Sadebaum, Juniperus Sabina), Johannisbrot, Auslesen, Mare (?), Rainblumen, rotem Beifuss, Ruta, Eisenkraut, Bibergall, Teufelskot, weissem Weirauch, Mastix, Tost (Dosten), schwarzem Kümmel, Cedernholz, Graspilten (Grasblüten), Hirschenhorn, Schwefel. Zerschneide alles und menge es durcheinander. Damit räuchere dann 9 Tage hintereinander abends, morgens und mittags, selbst kurz vor Eingang des Sabbats und am Sabbatausgang. Man lege es in ein Gefäss und räuchere auch den ganzen Körper des Patienten damit, das vertreibt allen Zauber und sämtliche bösen Geister. 94) yp Oder: Nimm von 3 „Schwellen" des Hauses Staub und von den 4 Mauern ein wenig Kalk und Lehm und zerreibe ihn fein, und Staub von dem Ofen („Backofenerb"[d?]) und von 3 Laib Brot schneide die „Ränfteln" und trockne sie am Feuer. Alsdann zerstosse sie fein, nimm Kornmehl, lege es auf die Pfanne ans Feuer und \ erbrenne ein wenig davon. Nimm 3 mal eine Hand voll Salz und tue es auf die Pfanne, sodass davon auch etwas verbrennt. Das Ganze teile alsdann in 9 Teile und lege jedeu auf ein Stück Papier. Ferner bitte einen Schmied, er möge dir ein paar Kohlen schenken, 3 Abende hintereinander in der Dämmerstunde. Der Patient lege alle Kleider ab und hülle sich in grosses Tuch, das seinen ganzen Leib bedeckt. Alsdann nimm eines der 9 Stücken Papier und das Pulver auf den glühenden Kohlen und durchräuchere seinen ganzen Leib, Kopf, Mund, Nase, lege die Kohlen in einen Topf, bedecke ihn, und dies wiederhole 3 mal in einer Nacht. Den Topf mit den Kohlen stelle an einen verborgenen Ort. Dies tue auch am 2. und 3. Abend in der Dämmerstunde. Bei der Räucherung sprich Dyj Am 2. Tage in der Früh gehe einer mit dem Topf zum Wasser und werfe den Topf hinein und spreche hierbei: DD^p^n Dlh (Hier habt ihr euer Teil!) Auch ist es gut, dem Patienten anzuhängen: „Teufelskot, Hammerschlag vom Schmied, D,)^X,'"T,tDp,)DN, genannt „Harnisch". (Allermannsharnisch, Allium Yictorialis) [Fr. Mitt. d. Hn. Dr. A. Landau]. 95) N/Atp Oder: Nimm den Kopf eines weissen Hahns (resp. einer Henne bei weiblichen Patienten), nimmdas Gehirn heraus und lege es auf Kohlen

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