Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- Neue Folge. Zweiter Jahrgang (1906)
- Issue
- 3 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2638044-2638048-2638051--0305-2638495- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 113 — 44 (84) Gedankenlesen. Ich beschwöre dich: IV IV iv "»V SV 'V "H1 ^Y t w >v ^. dass du mir den Traumfürsten sendest, mir meine Frage und Bitte zu beantworten nach meines Herzens Begehr und die Gedanken des N., Sohn des N. und Sohn der N., die er in dieser Nacht hegt, dass du sie mir kundtust klar und nicht zweifelhaft und dass ich nichts vergesse von dem, was du mir sagst. 45 (71) Dieb eszauber. Türen zu öffnen.?xn2) hü^ü biVüD IwnnSö, ich beschwöre euch im Namen "»'"P, dass ihr mir diese Tür oder dieses Schloss Öffnet und hindert nicht, KD^X rettet mich vor bösen Menschen und vor Gewalttätigen bewahre mich ÖD5 46 (15) Wenn du wünschest „zu graben" in Eisen, mache mit Wachs darauf, was du willst, alsdann giesse darauf kaltes Wasser. 47 (61) Auf Eisen zu schreiben: nimm ein wenig veratrum (Schallkraut) und ein wenig ]pbv& (?) „mit Essig eingemacht, nimm wachs „und kleb's an das" Eisen „un' schreib in den wachs, was du wilst und tu jenes drauf", probatum est. 48) Sympathetische Tinte u. a. „Zu schreiben, dass kein Mensch es sieht, nemm milich von einer frau un' nemm zuckerkand as viel, as ein fisole, un' schreib es auf ein tuch und lass es trockern un' nemm der nuch pulver von der erden un' schüttel es auf dem tuchlin un' schüttel das tuchlin der nuch, so werst du leinen, (lesen) was es is". Oder: 49) „nemm ein j^frPE (Pomeranze) un' druck ihn aus un' nemm die saft un' schreib auf ein papier un7 lass es trocknen, bis es trocken is, dernuch halt es gegen den feuer ein weilen, da werst du ganz sehen, was da geschrieben is". 50 (13) Goldschrift herzustellen, nimm "jlTVtS (Chelidonium, Schellkraut) Wurzel und auch ein wenig von dem Kraute und ein wenig Auripigmento und ein wenig Wasser und knete es zusammen und mahle das Auripigment ganz fein. 51 (54) Silberne oder goldene Buchstaben zu machen, nimm Pottasche (?), zerreibe sie ganz fein und menge sie mit Eiweis, schreibe dann und streiche Silber oder Gold darüber. 52 (1) Ein Licht zu verfertigen, welches weder im Winde noch im Wasser erlischt: nimm Blut vom Aderlassen und koche es, bis nur noch ein Viertel übrig bleibt und tauche einen Faden hinein, so wird das Licht, das auf diesem Dochte brennt, nicht erlöschen. (Ueber das sog. unverlöschliche Licht s. auch Tobia Cohen, Maase Tobiah f. 84a.)