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Jüdische Presse · 1936-10-30 · 37 (30.10.1936) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
22 (1936)
Issue
37 (30.10.1936)
Date
1936-10-30
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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jüdische?ressm m 3r mu* Ans Wiencf*Neustadt. Vorigen Schabbos fand 1m hiesigen Tempel aniäö■• lieh dii?0. Geburtstages des Vorsteherstellvertreters und Gbfiamies der Chewra Kkdisbha, äerrn Samuel V r an kl/ eme Feier statt* die so recht Zeugnis von der großen Beliebtheit des Jubilars gab. Der Gefeierte wurde als Maftir zur Thora gerufen. Kultusvorsteher Herr Hugo Reininger hielt ln dem vollbesetzten G-tteshause am Aimemor an den Jubilar eine Gratulationsansprache, in welcher er dessen Verdienste um die Gemeinde und Chewra Kadischa hervorhob. In jahrelanger Arbeit habe Frankl als Vor* Standsmitglied an dem Aufbau der Gemeinde mitgearbeitet und sehr viel zu deren Aufschwung beigetragen, dafür danke er ihm am heutigen Tage, der ein Festtag für die ganze Gemeinde sei. Zum Schlüsse seiner eindrucksvollen Rede Überreichte Herr Reininger dem Gefeierten als Andenken von der Kultusgemeinde und Chewra Kadischa einen Silberbecher. Dann richtete Herr Oberrabbiner Professor Dr. Weiß an den Jubilar eine herzliche Ansprache, in der er die Tugenden Frankls in formvollendeter Rede beleuchtete und besonders hervorhob, wie unverdrossen und selbstlos dieser Mann seine heiligen Pflichten als Mandatar dieser Gemeinde erfülle. Der Oberrabbiner schloß seine geistvolle Rede mit den besten Wünschen für den Jubüar und seine Familie. Att&or stände, den vielen Freunden und Gesinnungsgenossen ans Nah und Fern für die mir bezeugte Teilnahme an des» unverwundbar schmerzlichen Verlust, den die Petiroh meines Vaters ד?ב*מ meinen Angehörigen und mir zugefügt hat, einzeln zu danken, bitte ich im Namen meiner Mutter und Geschwister wie im eigenen Namen, unseren wärmsten Dank auf diesem Wege entgegenzunehmen. David Tütkl ״Jawneh“-Institut, Wien, IV., Panigigasse 5 (Ecke Karlsplatz). Im Wintersemester 569? hält Herr Rabbiner Aron Jeruchem folgende Vorträge: Sonntag, 17 Ühr: Bibel; Montag, 18.30 Uhr: Talmud; Dienstag, 18.30 Uhr: Schulchan Aruch; Mittwoch, 18.30 Uhr: Propheten; Donnerstag, 18.30 Uhr: Geschichte der chassidischen Bewegung. die fllegerspende ■ I M Mojer Lenke BerkooK Svalava Sevluä Verlobte Nalolne Klein Deslder Rosenfeld Wien Et. Bratisliva-öern^ Ardov Verlobte TSCHECHOSLOWAKEI BEKIZZUR... .— Gelnica: Am vergangenen Sonntag fand die Mazewostellung auf dem Grabe des vor kurzem verschiedenen hiesigen Oberrabbiners Rabbi P. T. Stein s. Z. 1. statt. Zu diesem Anlasse haben Sich in Hunsdorf, wo der Niftar neben seinem dortigen großen Rebben zur ewigen Ruhe bestattet wurde, eine große Anzahl von Talmidim und Verehrer eingefunden. Am Grabe sprachen der Sohn des Niftar, Rabbiner M.; Stein, Oberrabbiner Grünburg- KeZmarok und der Schwager des Niftar, Oberrabiner S. Horowitz-Hunsdorf, ergreifende Hespedim. Am Abend darauf versammelten sich die Talmidim zu einer Beratung über die Weitererhaltung der Jeschiwo ihres Rebben s. Z, 1., die Herr J. Birnbaum-Koäice leitete. Dem zu gründenden Verband der gewesenen Gelnicer Talmidim soll die Sorge für die Erhaltung der Jeschiwo obliegen. Talmidim der Gelnicer Jeschiwo, die sich noch nicht registriert haben, werden gebeten, ״ ihre Adresse Herrn L. Reiner-Preäov bekanntzugeben. — TJZhorod: Allgemeine Erregung hat bei der hiesigen Judenheit die Tatsache hervorgerufen, daß man an einer Bürgerschule jüdische Kinder, gezwungen hat, am Schabbos zu schreiben. Daß dies in krassem Widerspruch zu den gesetzlichen Vorschriften steht, ist doch außer Zweifel. Es wurden bereits Schritte unternommen, die Wiederholung eines solchen gesetzwidrigen Zwanges unmöglich zu machen. — Wie wir erfahren, hat die dortige Chewra Kadischa beschlossen, für die 49 im Weltkrieg gefallenen Juden aus Uzhorod eine Gedenktafel zu stellen. —־ Mukadevo: Das Bedürfnis nach einem die Interessen des orthodoxen Judentums ehrlich wahrenden, jiddisch geschriebenen Organ, wurde in der hiesigen Gegend schon seit langem empfunden. Diesem bestehenden Mangel haben nun nach vielen Hindernissen einige beherzte jüdische Menschen Abhilfe geschaffen. Sie geben eine neue jiddisch redigierte Zeitung unter dem Namen ״Dos Jidische Blat" heraus, von der bis nun bereits zwei inhaltsreiche Nummern erschienen sind. Das neue Blatt, das in geschmackvoller Ausführung erscheint, verdient größte Verbreitung in den jiddisch lesenden thoratreuen Kreisen unseres Landes und des Auslandes. — Trnava: Am vorigen Mozze Schabbos hat die hiesige Jugend gruppe der Agudas Jisroei einen S i j u m auf M׳ Bowo Bassro veranstaltet. Das erstemal erschien bei dieser Veranstaltung der neue geistige Führer der Gemeinde, Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner I. Friedmann, im Heime der Jugendgruppe, wo er von Herrn A. Bernfeld ln einer schönen Ansprache begrüßt wurde. Oberrabbiner Friedmann sprach in einer eindrucksvollen Rede die werktätige und die in den Jeschiwos lernende Agudojugend an, in Eintracht und Friedlichkeit ihren Aufgaben zu entsprechen. Bei der S'udo schel Mizwo sprach der Präses der Jugendgruppe, Herr N. Herzog. — Seit Amtsantritt -unseres neuen ehrw. Oberrabbiners werden alle Institutionen der Gemeinde, die in den letzten Jahren vernachlässigt waren, zu neuem Leben erweckt. Im Jeschiwo-Beth-Hamidrosch herrscht wieder reges Leben, Die Stadt beherbergt in ihren Mauern nach mehrjähriger Unterbrechung wieder eine Jeschiwo, die auch schon eine Mensa für die Bachurim eröffnet hat. So gibt es zu hoffen, daß hier bald wieder ein echt jüdisches Kehiilohleben pulsieren wird.. — Bei der jüngst stattgefundenen Generalversammlung der Jugendgruppe hat die anschließende Neuwahl folgendes Resultat gezeitigt: Präses: Nandor Herzog, Vorstand: J. Bernfeld, B. Halle, D. Weigarten, E. Äbeleß und O. Schönfeld. (B. B.) — Pregov: Die ostslowakischen Tageszeitungen berichteten vor kurzem über einen einzigartigen Vorfall, der in unserer Gegend großes Aufsehen hervorgerufen hat: Ein bei VySni Svidnik wohnender jüdischer Kaufmann bat am Wege nach seiner Ortschaft in einem Bauernhause um Einlaß, da es bereits dunkel geworden war und er sich nicht der Gefahr einer Nachtwanderuug aussetzen, wollte. Der Gastgeber bettete den Kaufmann in der Scheune auf dem Stroh, da ihm, wie er behauptete, kein anderes Nachtlager zur Verfügung stünde. Gegen Mitternacht erwachte der Jude aus einem Traume, in dem er sah, wie sein Gastgeber ihm ein. Leid antun möchte. Er flüchtete notdürftig gekleidet aus der Scheune die Landstraße entlang, bis er von Gendarmen nach dem Grund seiner Flucht befragt wurde. Er erzählte von dem Gastgeber und seinem merkwürdigen Traum. Ueber Verlangen der Gendarmen führte der Jude sie nach der Wohnstätte des Bauern. Sie trafen den Bauer im Hofe mit blutigen Händen und Kleidern an. Nach dem Grunde befragt, wollte er sich anfangs darauf ausreden, daß er soeben, ein Kalb geschlachtet hätte, Als er jedoch den jüdischen Kaufmann zu. Gesicht bekam, fiel er in Ohnmacht, . , . Bei der hierauf durchgefUhrten Hausdurcbsuchung fand man in der Scheune, in der der Kauf» mann übernachtet hatte, den Sohn des Bauern blutüher- •strömt hingeschlachtet liegen. (J. G.) Personalnachrichft R. Leb Weiß זצ״ל Am vergangenen Schabbos verschied in N 11 r a im Alter von 75 Jahren der Präses der orth. isr. Kultusgemeinde, Mitglied des Verwaltungsausschusses der orth. Zentralkanzlei, Reb Leb Weiß,; Die Lewajoh fand am nächsten Tag unter großer Beteiligung der Nitraer jüdisehen Bevölkerung statt, wobei Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner S. D. Ungar, Herr J. Königsberg und ein Schwiegersohn des Niftar, Herr M. Nagel, ergreifende Hespedim hielten. Mit Reb Leb Weiß sank eine der markantesten Gestalten der Nitraer Judenheit (ins Grab. Aus kleinen Verhältnissen hervorgehend, verstand er es, durch Fleiß, starken Willen und gute Geistesgaben zu dem Range eines angesehenen Mitgliedes der hierländischen orthodoxen Gemeinschaft zu gelangen. Als junger Knabe schon verließ er, jeder Mittel bar, seine Geburtsstadt Nitra, um zu den Pflanzstätten der Thora zu pilgern. Er war ein Talmid des bekannten Beretyujfaluer Raws, Rabbi Amrom Blum s. Z. 1. und des ״Schewet Sofer“ s. Z. 1. An diesen lebendig־ sprudelnden Quellen, der Thora reifte er zu einem hervorragenden Ben Thora heran. Im Geschäftsleben von Erfolg begleitet, begann er allmählich auch an den Gemeindeangelegenheiten teilzunehmen. Die Nitraer Khillo stand damals in einer kritischen, Periode. Sie war noch ״ungeteilt“ und ihre Leitung lag vorwiegend in neologen Händen. Dp׳ war es nun unser Reb Leb, der vermöge seiner unbeugsamen Energie erfolgreich seinen neologen Gegenspielern entgeg'entrat. Späterhin kämpfte er an der Seite von Rabbi Mosche und Rabbi A. A. Katz s. Z. 1. gegen Neologie und Zionismus. In den Nachkriegs- * jahren nahm er auch an' der orthodoxen Landespolitik regen Anteil und!wurde in die Repräsentanz der slow, orth. Landesorganisation gewählt. In seinem privaten Leben war er der mustergültige Ben-Thora. Nun ist er, der müde Kämpfer, von schweren familiären Schicksals- Schlägen in seinem letzten Lebensjahre heimgesucht, dahingegangen. חבל על דאבדין ולא משהבחין Sein Andenken sei zum Segen! (S. W.) ß. Dowid Leb Groß צ" ל( Wieder ist die orthodoxe Kehilo in Bratislava von einem schweren und harten Schlage getroffen worden. Im Alter von 62 Jahren ist ihr der allseits bekannte und verehrte Reb Dowid Leb Groß' s. Z. 1. entrissen worden. Am Montag nachmittag ist Rabbi D. L. Groß einer plötzlich eingetretenen Herzschwäche erlegen. Die Kunde von seiner Petiroh hat sich blitzschnell in der g'anzen Stadt verbreitet, wo sie bei Jung und Alt — er war in allen Kreisen und Schichten hochgeschätzt und verehrt — ungeheure Bestürzung hervorgerufen hat. Die thoratreue Judenheit unseres Landes hat mit dem Hinscheiden von R. Dowid Leb Groß s. Z. 1. einen ״Odom koscher“ im wahrsten Sinne des Wortes verloren, den seltenen Baal-Bitochon, den Jore schomajim besonderen Ranges, den unermeßlichen Onow, einen Talmid Chochom und wahrhaft unermüdlichen Jugenderzieher. In• Preßburg erzogen, verbrachte er seine Jugendjahre ausschließlich mit Thora und Awoda und lebte in besonderer Kduscho und Taharo bis zu seinem Tode. Der Niftar war Melamed in Szatmar, in Beled, in Waizen und zuletzt siebzehn Jahre hindurch an der ״Jessode Hathora“ in Preßburg, wo er den Kindern wahre unverfälschte Jiroh einpflanzte und sie zu aufrechten Jehudim erzog. Seine hervorragenden Charaktereigenschaften — er war stets der schlichte und bescheidene Mensch, der mit jedem Kind freundlich und zugetan sprach — haben ihm Zeit seines Lebens allseitige Verehrung gebracht und werden ihn jetzt, da er nicht mehr unter den Lebenden!weilt, unsterblich machen. Trotz des strömenden Regens hat es sich fast die ganze Judenheit Bratislava? nicht nehmen lassen, an der Lewajoh dieser unvergeßlichen Persönlichkeit teilzunehmen. Am Bes Hachajim hielten ergreifende Hespedim: Sr. Ehrw. Herr Oberrabbiner Schreiber, Rabb. S. Unsdorfer namens der Chewra Kadischa und Bes Hamidrosch, Hex*r H. Weiß namens der Angehörigen, Reb D. H. Petönyi im Namen d.er ״Jessode Hathora“ und Reb Judo Donath namens der ״Thoras Chessed“. ,הנצמד Herr Wohl ע״ףן Dieser Tage verschied in K o 8 i c e ein achtbares Mitglied der dortigen orthodoxen Gemeinde, Herr Wohl s. A. ׳Noch in verhältnismäßig jungem Alter stehend, hat ein kurzes, aber schweres Leiden seinem Wirken ein Ende bereitet. Bei großer Beteiligung an der Lewajoh hielt Se. Ehrw|, Herr Oberrabbiner Brach* «*neu zu Tränen rührenden Hesped. תנצכ׳ה. (B.) Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türkl (für ein« Arbeitsgemeinschaft), verantwortlicher Redakteur; Karl Richter, beide Wien, II., Malzgasse I2a. — Druck: Druckereiu. Verlags- A.-Q, lg. Steinmann, Wien, IX,, Uulversltätsstraße 6/8, Juwelen Uhren Oold- und Silberwaren. ins besondere בלי קודש ederschüssel, Menoras. 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Unter Chiffre ״Nur Kluge“ an die Bratislavaer Administration dieses Blattes. 111 יף *01• יומיח משנה Kalendarium Tag § 11 03 זבחים!לוח משנה אה סרק 8»11«ז u| l"° בו ו ח amsiao 15 31 בז א ט פ׳ וירא, מברמן בה׳ב onntag 16 1 כח .ב Montag 17 2 בם ג » חעניח שני, מליחוח Oiensiao 18 3 ל ד n Mittwoch 19 4 לא ה " ' ׳)onnerst. 20 5 לב ו " חעניח חמישי, סליחות Freitag 2« 6 לג ז •מ amstag 22 T . לד ח " ם׳ חיי שרה G e b e t z e i t e n פ׳ וירא WIEN d hT.SlAVA Uhr | Min. Uhr! Min, 5 כ4 5 45 8 *5 8 l5 4 35 4 30 כשבת: קבלת שכח קודש <מ;חה כעש׳ל!) , 7 00 7 00 השכמה .. , , . 9 30 9 30 3 30 3 30 5 <5 5 20 6 )5 6 00 שהריח . י .י ■ י ,,,,,, 4 i 45 4 55 מנהח י . * , , . , 4 15 מנחה כתענית שני וחסידי , , . ,

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