Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 19 (1933)
- Issue
- 18 (5.5.1933)
- Date
- 1933-05-05
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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jüdische Presse Seite 3 (Brief Ms Polend) Das orthodoxe Judentum io Polen steht zur Gänze unter dem Zeichen von Erez Jisr0e 1. Die Auswanderüngsbewegung unter den orthodoxen Massen, und ins* besondere innerhalb der orthodoxen Jugend, ist ungeheuer groß. Rein Wunder schließlich, angesichts der ins unef« meßliche gesteigerten wirtschaftlichen Not. Mehr als 1200 Personen bewerben sich beim Keren-Hajischuw-Direktorium der Agudas Jisroel in Polen um Din wänderungs2ertifikate. Die Agudas Jisroel in Polen muß naturgemäß dieser Strömung in geeigneter Weise Rechnung tragen und sie hat auch ihre Erez Jisroel-Arbeit vielfach verstärkt. In Corzele bei Mläva wurde eine 1 and Wirtschaftliche Ausbildungsstätte für orthodoxe Olim geschaffen, an Welcher auch Agudisten aus Deutschland mitarbeiten. In Wilna befindet sich eine Ausbildungsstätte für Gärtnerei und in Kousk eine für Schlosserei. Demnächst soll auch eine Hachschara- Kolonie in Galizien eröffnet werden. Unter der Leitung der Herren Pinchas Lewin und Red. Meier Alter wird eine eifrige Sammeltätigkeit für den Keren-Hajischuw der Agudas Jisroel mit gutem Resultat entfaltet und am Lag-b’Omer finden in ganz Polen Straßensamm- 1 u n g e n des Keren-Hajischuw statt. Was nützt jedoch all diese Arbeit, da den orthodoxen Olim leider Erez Jisroel verschlossen bleibt. Roch immer gewährt die Palästina-Regierung die Einwanderungszertifikate nur der Jewish Agency, die ihrerseits in den einzelnen Ländern die Zertifikate durch die zionis t i s c h e n Palästina-Aemter verteilen läßt. Und diese zionistischen Palästina-Aemter wenden gegenüber den .Orthodoxen Juden einen rücksichtslosen ״Numerus.nullus" an. Gerade den religiösen Juden, die seit jeher aufopferungsvoll an der Verbreitung und Stärkung des religiösen Jischuw im Heiligen Lande gearbeitet haben und deren ganzes Denken und Sehnen von Erez Jisroel ausgefüllt ist, sind die Tore von Erez Jisroel verschlossen, während allerlei Elementen der zionistischen Partei, von der äußersten Linken (״Poale Zion") bis zur äußersten Rechten (״Revisionisten״), die. Einwanderung nach Erez Jisroel ermöglicht wird. Diese Tatsache berührt auf das schmerzlichste jeden orthodoxen Juden und die Führer der Agudas Jisroel bemühen sich jetzt, eine Aenderung dieser tief bedauerlichen und beschämenden Zustände, vor allem durch eine entsprechende Aufklärung der maßgebenden englischen Faktoren, herbeizuführen. Balfour-Deklaration und Palästina-Mandat sprechen ausdrücklich von einem nationalen Heim für das jüdische Volk und nicht von einem nationalen Heim für eine jüdische Partei. Klar und eindeutig geht aus dem Palästina-Mandat hervor, daß die Vertretung der jüdisehen Interessen in den Händen einer Repräsentanz der jüdischen G e s a m t h e i t zu liegen hat, während doch;.;zweifellos die 1-Macht׳in der JewiskiAgency־:bei; denrZ i o-, n is t e'ri •liegt," mit denen in eine engere Gemeinschaft zu treten für , orthodoxe Juden unmöglich ist. Wenn das Palästina-Mandat bestimmt, daß bis zur Schaffung einer gesamtjüdischen Vertretung־ die Zionistische Organisation die Interessen des jüdischen Volkes wahrzunehmen hat, so bezeichnet es von vornherein diesen Zustand als einen provisorischen, vorübergehenden. Faktisch dauert nun aber dieser Zustand seit mehr als 10 Jahren unverändert an. Und die Jewish Agency? Sie ist nichts anderes als ein D eckm antel, eine f ikt i ve ״Firma“* ein den zionistischen Machthabern gefügiges Instrument, mit dem sie die ״Alleinherrschaft“ in Erez Jisroel an sich gerissen und die Orthodoxie ausgesch 1 o ss en haben. v Dieser Zustand darf nicht länger andauern! Das orthodoxe Judentum muß mit aller Kraftanstrengung, mit oderne Piöbel ־ GUT UND PREISWERT GROSSHÖBELHAUS D. Horowitz Wien II, Taborstralle 75 / Fernrul A-41-5-67 Sie erinnerte sich, daß sie bereits als Kind auf dem Heimwege aus der Schule oft vor der großen Kirche stehen blieb und lauschte, wenn die Glocken läuteten, die Orgelpfeifen schluchzten oder jubelten, die Chöre weihevoll sangen. Was wohl in diesem fremden Raum hinter den hohen, dicken Mauern vorgehen mochte? Als sie einst eine alte Frau an die Hand nahm und sie zum Eintreten einlud, hätte nicht viel gefehlt und sie wäre der Einladung gefolgt. Da kam aber Nachbar Baumer des Weges. Und so riß sie sich, bevor sie dieser entdeckte, los und lief heim. Später fand sie im Wirtshaustreiben einen leisen Wellenschlag des großen, flutenden Lebens, das sie draußen ahnte, und sie liebte dieses Leben über alle Maßen. Wie gern und aufmerksam hörte sie die Jagdgeschichten, die Militärerlebnisse, die die Gäste austauschten und die Reiseabenteuer Borisowskis, Leben, leben, leben ... Der Wind heulte, die Mühlenflügel surrten und rauschten und der Müllerknecht pfiff lustig: ״Wie ist das Leben so schön , . Mit festem Schritte kam eine so hohe Gestalt über den schmalen Wiesenpfad, der vom Waldhügel ins Dorf . führte. Ein Roben ging durch des Mädchens Seele. So ungefähr müßte einst der Ritter ihrer Träume den Berg herunter kommen, um sie ins Leben zu rufen ... in einer Lodenjoppe, mit grünem Jägerhute, in hohen, Spiegelbiahhen Röhrenstiefeln, mit blondem, buschigem Schnurrbarte, eine Flinte schräg an Üen Rücken befestigt und eine brennende Zigarre im Munde. Wie sicher und mutig er seines Weges ging, begleitet von seinem großen Jagdhunde. Wie voll und lachend der Mond über ihm strahlte! Vor der Mühle blieb er stehen und pfiff, es haute wie ein! Jagdsignal. Droben ging die kleine Luhe auf und respektvoll antwortete die heisere Stimme des Müllnerknechtes: ״Zu Diensten, Herr Verwalter!“ Laut und hell klang dann die Stimme des jungen .GutsYeswalters-'hinauf; dem Mut und der Begeisterung eines ins Unrecht Gesetzten, diesen unwürdigen uhd unberechtigten Zustand zu ändern trachten, damit endlich die Tore.eich öffnen für eine breite orthodoxe Alijah nach Erez Jisroel! Uilel Seidmann. Nachbemerkung der Redaktioni Auch wir in Oesterreich und in der Slowakei müssen Tag für Tag das traurige Spiel erleben, daß es für orthodoxe Juden geradezu unmöglich ist, Zertifikate für die Einwanderung nach Erez Jisroel zu erlangen. Kann es wirklich den Intentionen und der bekannten Loyalität der englischen Regierung entsprechen, daß gerade den orthodoxen Juden die Tore Erez Jisroels verschlossen bleiben sollen? Wir glauben, daß die Agudas Jisroel durch eine großzügig durchzuführende Aktion diesem Zustand ein Ende bereiten müßte. Die Agudas Jisroel müßte vor allem der englischen 19 Salztörgasse 6 Textilwaren en gros. Eigene ManlpulatiOa von Weißwaren. Detailverkauf zu En-gr09-Preisen. Günstige Einkaiifscjuelle für Brautausstattungen. Regierung klarmachen, daß mindestens das gleiche Recht auf Erez Jisroel den orthodoxen Juden zusteht, Wie all den areligiösen und antireligiösen zionistischen Eie« menten, die eine Monopolstellung im heiligen Land er« rungen haben. Sollten aber diese Interventionen nichts fruchten, dann wird es unseres Erachtens Aufgabe der orthodoxen Führer in den einzelnen Ländern sein, in entscheidenden Protesten zum Ausdruck zü bringen, daß die Orthodoxie sich keinesfalls noch länger eine derartige Benachteiligung gefallen lassen könne. Das Recht ist auf unserer Seite und wir sind überzeugt, daß es sich durchsetzen Wird, (Siehe auch Artikel ,,Partei-Palästina*' im tschechoslowakischen Teil der heutigen Ausgabe.) Oberrabbiner Josef Nechemja Koruitzer, Krakauer Raw, זצ״ל Im Alter von 52 Jahren ist Kr akau er Raw, Oberrabbiner Nechemja Kdrnitzer זציל in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche einem schweren Herzleiden erlegen. Groß ist der Schmerz ob dieses Verlustes für. die Krakauer Gemeinde und das gesamte Judentum. Krakau hat mit dem Verblichenen einen großen, geistigen Führer im vollsten Sinne des Wortes verloren, und nicht minder hat das gesamte Judentum den schmerzlichen, unwiederbringlichen. Verlust eines Großen in Jisroel, einer weltberühmten rabbinischen Autorität, eines seltenen Führers zu beklagen. Rabbi Josef Nechemja Kornitzer war ein Nachkomme von Rabbi Akiba׳ Eg'er und des Chasam Sof er. Sein Vater, Rabbi־• Akiba Kornitzer, war der Schwiegersohn des Rabbi Simon Sofer, des Sohnes des Chasam Sofer, der ebenfalls viele Jahre in Krakau wirkte und vor nun genau 50 Jahren zu Grabe getragen wurde. In der Zwischenzeit bekleidete der Vater des jetzt verstorbenen Raws die Stelle eines, Rosch Bes- Din in Krakau. Rabbi Josef Nechemja Kornitzer s. Z. 1. war ein Lieblingsschüler des großen Satmarer Raw, Rabbi Jehuda Grünwald, der stets voller Bewunderung über die Fähigkeiten und das Zidkus seines• Schülers war. Viele Jahre wirkte Rabbi Josef Kornitzer als Nachfolger seines Schwiegervaters, Rabbi Pinchas Chajim Klein, in Sevlus, wo er eine große Jeschiwah unterhielt. Vor ungefähr acht Jahren erhielt er dann den ehrenvollen Ruf nach Krakau, dem er sich nicht verschließen konnte, obwohl ihm die Atmosphäre, der Großstadt •nan sich nicht behagte und obwohl es; stets sein Wunsch w.ar, im׳ kleinen Kreise marbiz ־ Thora,, zu seih;‘ Mit"größfr!BegeisterMg liielt er seinen׳ Einzug und erwarb sich rasch die Sympathien aller Krakauer Juden. So hat denn auch sein frühzeitiges Ableben eine tiefe Trauer in allen Kreisen der jüdischen Bevölkerung Krakaus ausgelöst, Krakauer Raw zählte ■zu den wenigen rabbinischen Persönlichkeiten, die' sich - durch die: Harmonie ihres Charakters und ihrer Taten, ihrer Gedanken und ihrer Worte, ihres Aeußeren und, ihres Inneren unbestrittene Autorität erringen.; Eine nach jeder Richtung hin ausgeglichene und vielseitige Persönlichkeit ist mit ihm dahingegangen. Seine große Gelehrsamkeit, seine grenzenlose Bescheidenheit, gepaart mit jüdischer geistiger Aristokratie und edler Toleranz, seine Bescheidenheit, seine Hilfs- Und Opferbereitschaft, sein lauterer Charakter prädestinierten ihn zu jener großen Führerpersönlichkeit, die er war und die sich eine unbeschreibliche Beliebtheit im Kreise der Gemeindemitglieder und außerhalb dieses Kreises erwarb. Krakauer Raw verstand es, eine absolute Prinzipienfestigkeit mit einem gründlichen Verständnis für die Vorgänge in der Außenwelt zu verbinden. In religiösen Dingen war er von unnachgiebiger Strenge und im Verkehr mit seinen Mitmenschen von grenzenloser Liebe. So wurde denn Rabbi Josef Nechemja Kornitzer der große Krakauer Raw, der in aller Welt, und insbesondere bei seinen rabbinischen Kollegen, das größte Ansehen und die größte Hochachtung genoß. ־ An der Lewajoh, die noch am Freitag stattfand, beteiligten sich zehntausende Juden aus Krakau und der nächsten ,Umgebung sowie zahlreiche Rabbiner und Ab- Ordnungen aus den nächstgelegenen Orten. Die Beteiligung an der Lewajoh und die tiefe Trauer, die man dem Gesichte eines jeden Krakauer Juden ablesen konnte, wären so ein rechter Beweis für die große Wertschätzung, der sich der Verblichene erfreute. In Anwesenheit des Bürgermeisters, des Bezirkshauptmannes und• des Präsidenten der Handelskammer sowie des gesamten Kultusvorstandes von Krakau hielten die Herren Rabbiner Bleicher- Krakau, We i d e n f e 1 d-Dombrowa und We i den f e 1 d- Trzebinja tiefgefühlte Hespedim. Am; offenen Grabe, das sich gegenüber dem Grabe von Rabbi Simon Sofer und dem von Rabbi Akiba Kornitzer befindet, nahmen der Sohn des Verblichenen, Rabbiner Sc hm e 1 k e K o rn i t z e r,־ und. der . Schwiegersohn,Stadtrat H״; A j- ■ zTensz’ta't;' in bewegten Worten' Abschied. Der Präsident der Krakauer Kultusgemeinde, Dr. Rafael L ä ri d a u, würdigte die Verdienste des verblichenen Räws um die Krakauer Gemeinde. '";י; V;Zum Zeichen der Trauer waren sämtliche jüdischen Geschäfte von 1 bis 6 Uhr;— so lange dauerte die Lewajoh — geschlossen. יי " . ׳• In tiefer Trauer verließen' die Teilnehmer an der Lewajöh daä Bes Hachajim.־.־ Krakau wird kaum mehr einen Ersatz für diesen Großen in Jisroel finden. ' .י•;■' ■ץ חבל על. דאבדין ולא משחבחין. •ת : צ ב * ה•. Rabbi Awrohom Weinberg ל זצ״ל der Slonimer Rebbe, verschieden. Am Mittwoch voriger Woche, Rosch Chodesch Ijar, verschied in Slonim der berühmte Slonimer Rebbe, der •in der chassidischen Welt großes Ansehen genoß. Viele tausende Juden in Polen, besonders in den ״Kressen", zählten zu seinen Chassidim. Der Rabbi, der in den letzten Jahren in Baranowitsch’ wohnte, laborierte seit längerer Zeit an einem Leiden und im vergangenen Winter ging er nach Erez Jisroel, um dort Heilung zu finden. Er hielt sich dort fast zwei Monate auf und nahm regen Anteil an den Arbeiten des orthodoxen Jischuw. Seine Chassidim legten während seiner Anwesenheit in Jerusalem den Grundstein zu einem Slonimer Beshamidrosch. In Polen hat der Slonimer Rebbe s. Z. 1;' viel zum Erstarken der Orthodoxie beigetragen. Er gründete in Baranowitsch die Jeschiwoh ״Thoras Cheßed", die in Polen bald zu Berühmtheit gelangte. An den Arbeiten der Agudas Jisroel beteiligte der Rabbi sich sehr rege. Er nahm an beiden Kenessios in Wien sowie an allen polnischen Landeskonferenzen teil, bei deren Beratungen er sich führend beteiligte. Vorige Woche, am ersten Tag Rosch Chodesch Ijar, verrichtete der Rabbi in seinem Beshamidrosch noch das Schachariß-Gebet und trug in. begeisterter Weise das Halel vor. Einige Stunden nachher hauchte der Rabbi seine reine Seele aus, von vielen tausenden Chassidim betrauert. An der Lewajoh nahmen die gesamte jüdische Bevölkerung der nächsten *Umgebung sowie viele hunderte Rabbonim teil. Sabbatruhegbsetz in JNTew York. Der Senat von New York hat ein Gesetz besch 1 o ss e n, demzufolge denjenigen, die die Sab batv u h e beobachten, die Ausübung ihrer Beschäftigung an Sonntagen ge st a 11 e t wird. Dasselbe Gesetz wurde auch vom Stadtrat von Albany angenommen. Die Erla^sung eines Sabbätruhegesetzes in New York ist auf die Initiative und die Bemühungen «des amerikanischen Schomre-Schabbos-Verbandes zurückzuführen. Interessante Einzelheiten der Bevölkerungsstatistik Erez-Jisroels. Wie aus" den soeben veröffentlichten bevölkerungsstatistischen Tabellen, die auf Grund der im Jahre 1831 durchgeführten Volks zäh 1 u a:g; äisarnmeagestellt wuf׳־ dem hervorgeht, ist Erez-jisroel ein wahrer ״Schmelztopf״ für die Juden aus aller Welt. Die heute in Erez-Jisroel lebenden Juden sind aus nicht weniger als 5a verschiedenen Ländern eingewandert. Als ״aus keinem Lande stammend״ werden in den Tabellen 8 Juden angegeben, Diese wurden nämlich auf hoher See geboren. Unter anderen gibt es " in Erez-Jisroe! Juden, die in China» in Abessinien, im Hedschas, in Cypern, Indien, Afrika, Algerien, Marokko, Tripolis, Tunis und im Irak, auf verschiedenen griechischen Inseln, in Persien, Syrien, Aegypten, im Yemen, in der Türkei, in Buchara und in Transjordanien geboren wurden. Die von gewissen arabischen Kreisen immer wieder auf gestellte Behauptung, in Transjordanien hätten niemals Juden gelebt, hat sich somit als unrichtig erwiesen. Die europäischen Länder, aus denen Juden nach Erez- Jisroel eingewandert sind, sind Oesterreich, Belgien, Bulgarien, die Tschechoslowakei, Danzig, Dänemark, Estland, Finnland,. Frankreich, Deutschland, : Gibraltar, Griechenland, Holland,. Italien,. Lettland, :Litauen, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden, die Schweiz, Ungarn, Großbritannien, Sowjetrußland und Jugoslawien, somit fast alle europäischen Länder. Auch aus Australien sind einige Dutzend Juden, aus den Vereinigten Staaten 672, aus . Kanada 58 und aus Südamerika 101 Juden nach. Erez- Jisroel gekommen. •Die stärkste jüdische Einwanderung erfolgte aus Polen. Die Volkszählung stellt 35.776 in Erez- Jisroel lebende Juden, die aus Polen gebürtig sind, fest. Das zweitstärkste Auswanderungsland ist Sowjetrußland mit 27.354 Juden, dann folgen Rumänien mit 5011,. Litauen mit 3861, Lettland mit 1280, Bulgarien mit 1268, Griechenland mit 1233 und Deutschland mit 1181 Juden. Von den außereuropäischen Ländern steht Yemen mit 5085 Juden an erster Stelle, dann folgen Irak mit 4028, Persien mit 2238 und Marokko mit 1283 Juden. Nicht weniger als 60 verschiedene Sprachen und Mundarten werden gegenwärtig in Erez-Jisroel gesprochen, davon 33 Sprachen von Juden. Besonders bemerkenswert ist, daß 35 Juden Altaramäisch, die ״Targüm"-Sprache, als Muttersprache angegeben haben. Ein Jude bezeichnete einen alten finnischen Dialekt als seine Sprache. Zwei Juden haben sich zur hindustänischen Muttersprache bekannt. /;;׳־-:,;יי. ■ Import von dänisphem Kqscherfleisck nacli pewtsch- ״ land. Wie der ״Deutschen Zeitung""aus Kolding mit־־ geteilt wird, wurden auf dem dortigen Schlachtviehmarkt in den letzten Tagen geschachtete Rinder in großen Mengen aufgekauft, um zur Versorgung der jüdischen Bevölkerung nach Deutschland verschickt zu werden. Es werde vielleicht eine Einrichtung getroffen werden, die es erlaube, auf den dänischen Fleischmärkten für deutsch-jüdische Rechnung zu Schächten, Das Rabbiner-Seminar zw Berlin hat die Eröffnung dea Sommerhalbjahres ,auf Dienstag, den, .8, Mai 1833, .um 5, (17) Uhr angesetzt, bei der der gegenwärtige Vorsitzende des DozeatenkoUegiums, Herr Dr;. Moses Auerbach, ־ den Eiöffnupgavortrag halten wird.. Die Aufnahmeprüfung findet , am gleichen Tage, vormittags $ .Uhr, :statt. Ps Vorlesungsverzeichnis;enthält die gleichen ׳Fächer ,wie n früheren Semestern. ׳ '