Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 18 (1932)
- Issue
- 39 (30.9.1932)
- Date
- 1932-09-30
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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NövIuöv« v*platft£ frovolenS Hfldit pmt 1 tetegtafo* * Bfätlsfati m. Preis SO Groschen Zeitungen vom Vetitfir vetsemiet Jontnal esp$die p# Ft#ff««. V.b. b. JÜDISCHE PRESS OMAN nn OMI INTERESSEN DES ORTHODOXEM JUDENTUMS. Redaktion u. Administration: Wien, II., Malzgasse Nr. 12 a. — Tel. A-48-4-15. Tschecho- Slowakei: Bratislava, Postfach 140. Erscheint jeden Freitag. — Redaktioasschluß: Mittwoch Mittag Abonnementspreise: Ganzjährig: Für Oesterreich S 16, Tschechoslowakei tscbech. K. 80, Einzelnummer Öst. Gr. 50, das übrige Ausland 3 Dollar. Zamuapen auf Konto .Jüdisch« Press«‘1, Wien für Oe$t er reich t PoStsparkasiettkötttoNr. D-93614; Deutschland: Post* scheckkonto Berlin Nf. 122619; Jugoslawien s Postspk.-Amt Zagreb Nt. 40217: Polen t P06tspk.-Amt Warschau Nr. 190409; Ungarn: Postspk.-Amt Budapest Nr.50170; Schwein: Post•■ scheckk. Zürich VIII. 4117; für die Tschechoslowakei: ,Jü* dische Presse*, BiatlsUva, Postspk.-Amt Prag Konto Nr. 53386 Nr. 39 Wien-Bratislava, 30. September 1932 •18 | ביה ויגא-פרעסבורג כט״ אלוי חרצ׳ב. Jahrg. An die Leser und Freunde der ,Jüdischen Presse"! Herr Rabbiner Dr. Joel Pollak, der bisherige Herausgeber und Chefredakteur der ״Jü־ dischen Presse", hat sich infolge seiner starken anderweitigen Inanspruchnahme gezwungen gesehen, von der Leitung der ״Jüdischen Presse“ zurückzutreten. An seine Stelle Tritt mit der heutigen Ausgabe eine Arbeitsgemeinschaft vor die Oeffentlichkeit, die unter Leitung der bewährten Führer der, Wiener Orthodoxie die ״Jüdische Presse“ in jeder Beziehung auszu־ gestalten und auszubauen gedenkt. Herrn Dr. Pollakj sei vor allem herzlicher Dank und Anerkennung ausgesprochen für seine zwölfjährige Leitung der ״Jüdischen Presse“. Herr Dr. Pollak wird auch fernerhin seine Mitarbeit der ״Jüdischen Presse" zur Vers fügung stellen, und es ist unsere Hoffnung, daß sein Wunsch, die Masse der Indifferenten mit Interesse und Anteilnahme zu erfüllen, recht bald in Erfüllung gehe. Die ״Jüdische Presse“ wird ebenso wie bisher das Organ für die Interessen des orthos doxen Judentums bleiben und zur Hebung des Bewußtsein von der Verantwortung jedes Ein־ zelnen für die Gesamtheit und der Gesamtheit für den Einzelnen beitragen. Mit Absicht vermeiden wir es, unsere Pläne für die Ausgestaltung unserer Zeitung öfferit־ lieh zu erörtern, wir Wollen nicht Worte, die leicht zu drechseln sind, sondern Taten sprechen lassen. Was wir verlangen — das ist Vertrauen. Was wir v e r s p f 5 .3 h e n •ד-ל• ist, daß wir mit unserer ganzen Kraft an der Ausgestaltung der ״Jüdischen Presse“ arbeiten werden. Nur eine auf der Höhe stehende ״Jüdische Presse“ kann die Interessen der Orthodoxie erfolgreich vertreten. Leser und Freunde! Beurteilet die ״Jüdische Presse“ nach dem,was sie leisten wird. Wir wollen und werden beweisen, daß die neue Aera, in die die ״Jüdische Presse“ tritt, bei Beibehaltung der biss herigen Linie eine innere Ausgestaltung der Zeitung und ihre Anpassung an die Wünsche der Leser mit sich bringt. .. Leser und Freunde der ״Jüdischen Presse“! Von Eurer Mitarbeit und Unterstützung wird es abhängen, ob es uns gelingen wird, das Ziel, das wir uns gesetzt haben, zu erreichen. Lasset der ״Jüdischen Presse“, Eurem Blatte, Förderung und Unterstützung angedeihen! Arbeitsgemeinschaft ״Jüdische Presse“ Gruß an die neue Leitung der ״Jüdischen Presse“ Anläßlich der Urbi'nuiluno der ,.Jüdischen Presse*' sind uns eine Anzahl Glückwunsch-Schreiben zugegen£011. von denen wir Folgende der Oeffentlichkeit •übergeben: Oberrabbiner Fürst begrüßt: Mit Vergnügen habe ich zur Kenntnis genommen, daß אצילי בני עדת ישראל junge Mitglieder unser קתלה קדושהsich ziisnmiiiciigctan haben, die ״Jiidische Presse“ zu reorganisieren und auszugestalten. Jede Zeitung bedeutet einen Machtfaktor in den Händen derer, die sich dieser Macht richtig zu bedienen verstehen. Es leite Sie zunächst אהבת ישראל Liebe zur Israelgemeinschaft, auch in Wort und Schrift ist ואהבת לרעד כמוך Pflicht. Es ergänzt und erläutert sich jedoch diese Pflicht in dem anschließenden Nachsätze □יא תזרע שרך כלאי. Dein Feld bebaue nicht mit Mischgattungen, auf dem Felde jüdischer Arbeitstätigkeit keine Pflanzung ungleicher Arten. Es leite Sie ferner die allezeit unverbrüchliche und in unserer;, kampfdu'rchtöbten Gegenwart ganz besonders eindringliche Mahnung וכל העוסקים עם הצבור m i t dem Zibbur, £ ii r das Zibbur zu wirken, das Zibbur als solches, die Sammlung Gleichgesinnter anzustreben und in klarer, eindeutiger Linie in mannhaft würdevoller Weise לש״ש die Richtung der selbständigen, selbstbewußten Orthodoxie להרמת קרן דת מורשה zu vertreten. In diesem Sinne und zu dieser Zielsetzung begrüße ich die neue Leitung der ״Jüdischen Presse“ צלדז ורכב und wünsche Ihnen בס״ד vollen Erfolg. Möge Ihnen seitens unseres Freundeskreises tatkräftig fördernde Unterstützung zuteil werden. וכולם יעמדו על ברבת כוח״ט ישעי, פייסט אכ״ר ער״י שיפפשול Jacob Rosenheim beglückwünscht: An die Arbeitsgemeinschaft ,.Jüdische Presse”. Ans Ihrer freundlichen Mitteilung• ersehe ich mit Interesse, daß!Ihnen unser •bewährter Freund und Mitarbeiter, Herr Rabbiner Dr. Pollak, vom nächsten Rosch-Haschono ab, die Leitung der ״Jüdisehen Presse“ übertragen hat und daß Sie, unter innerem und äußerem Ausbau des Blattes, es in aguclistischem Geiste weiterführen und die Interessen der gesetzestreuen Jucienheit auf allen Gebieten des Lebens vertreten wollen. Ich beglückwünsche Sie zu diesem Entschlüsse und hoffe, daß es Ihnen vergönnt sein wird, die guten Traditionen des Blattes beizubehalten und darüber hinaus mit jugendlicher Frische den frieclliehen Kampf für G-tt und sein Gesetz mitdenWaffen des Geistes erfolgreich zu führen. Soweit es meine Zeit gestattet, )bin ich persönlieh gerne bereit, dem Blatte bei gegebener Gelegenheit meine Mitarbeit zu widmen. Gruß an Rabbiner Dr. Joel Pollak, Wien. Lieber F re mul! Nach zwölfjähriger Zusammenarbeit in der ״Jiidischeu Presse“, sehe ich Sie mit ׳großem Bedauern von deren Leitung zuriiektreten. Niemand weiß besser als ich, welche Opfer an Zeit, Mühe und Geld Sie aufgewendet haben, um das Blatt zu erhalten. Daß Ihre lieberlastiing mit einem Schulwerk, das Sie nach jeder Richtung ׳bedeutend ausgedehnt haben, nicht die Möglichkeit ließ, auch die Presse so zu hetreuen, wie es notwendig gewesen wäre, ist ja evident. Wenn Sie trotzdem das Blatt erhalten haben, g׳eblihrt Ihnen der warme Dank und die Anerkennung aller jener, die die Wichtigkeit eines Organs für die Orthodoxie richtig• einschätzen. Leider ist deren Zahl nicht zu groß. ׳ ׳ Sie werden gewiß Ihre Erfahrung und Feder dem Blatte auch weiter widmen und so steht zu hoffen, daß die neue Arbeitsgemeinschaft das Blatt aiisgestalten und zu einem wichtigen Organ machen wird, ln alter Freundschaft Ihr W olf Pappeuhei m. Lebensversicherungs- D U Ä״i U I Gegründet Gesellschaft fj“ Fl W W I A 1882 Versicherungsbestand Ende 1931 .. . 2775 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen im Jahre 1931. 182 Millionen Schilling Garantiemittel Ende 1931 472 Millionen Schilling Auszahlungen an Versicherte im Jahre 1931 . 43 Millionen Schilling Am Ende des Jahres 1931 waren bei der Gesellschaft 836.664 Personen versichert. Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland, Spanien, Italien, Tschechoslowakische Republik, Polen, Ungarn, Rumänien, ■ Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Türkei, Aegypten und Kleinasien. Kommerzialrat Othmar SCHIFF, Inhaber der weltbekannten Perücken-Kunstwerkstätte Othmar Schiff Wien l, Kärntnerring 6 entbietet seinen; P. T. Kunden Telephon Nr, u •47-1 *16 die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel