Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 49 (18.12.1931)
- Date
- 1931-12-18
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2629891-2630389-2630437--4068-2636168- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
jede zweckentsprechende religiöse Unter* Weisung und ohne jede wahrhaft jüdische Beeinflussung heran. Was soll, was kann, ja was muß auf natürlichem Wege aus der kommenden Genera* tiort in religiöser und jüdisch*tnorälischer Beziehung werden, wenn diese heutigen Töchter einst jüdische Mütter werden und ihnen die Leitung eines jüdischen Hauswesens und die Erziehung jüdischer Kinder anver* traut wird? In keiner größeren orthodoxen Gemeinde vielleicht ist es aber nach dieser Richtung so furchtbar traurig bestellt, wie in Munkacs, wo der natipnal*jüdische geistige Zersetzüngsstoff sogar in den chdssidischen Häusern jeden letzten Rest religiösen Einflusses auf die Töchter vollständig zerstört. Es ist deshalb um so mehr zu begrüßen, daß sich gerade dort, wo das Uebel am schlimmsten wuchert, endlich einige jüngere beherzte Männer zu einer Tat aufgerafft haben, für die ihnen das thoratreue Judentum des ganzen Lahdes nur Anerkennung zollen wird. Es besteht die Absicht, im Sinne des von den Frauen* und Mädchengruppen der Agudas Jisroel propagierten, streng religiösen Programmes eine Religions* schule für Mädchen ins Leben zu rufen, sobald geeignete fromme weibliche Lehrkräfte zu haben sein werden. Am bedauerlichsten erscheint, daß es sehr schwer und viel* leicht sogar unmöglich sein wird, einen größeren Kreis von Frauen oder erwachsenen ׳ Mädchen zu organisieren, denen man die verständnisvolle Leitung einer solchen einwandfrei orthodoxen Schule und die religiöse Aufsicht über sie änvertrauen könnte. Eben darum, weil wir hier das zuverlässige Menschenmaterial zu einer Agudas* Jisroel*Frauengruppe nicht haben, ist die ״ Auswahl passender und geeigneter orthodoxer Lehrerinnen von entscheidender Bedeutung. Wegen Aufbringung der nötigen Geldmittel hofft man auf eine reichliche Unterstützung der Kultusgemeinde. In der am 6. Dezember stattgehabten Sitzung der neuen Ge* meinderepräsentanz wurde bereits von den Herren Schlüssel und Kali sch ein Beitrag von 20.000 Kc für diesen Z\yeck verlangt. Vorläufig hat man diese Sub* vention wegen Mangels an Bedeckung nicht bewilligt. Aber der Plan erfreut sich der größten Sympathien, so daß ein späterer Erfolg sicher ist. Frau Sarah (Rosa) Schienger ע״ה Eine wahre, fromme jüdische Frau ist tatenreich die Ewigkeit eingezogen. Frau Rosa Schienger ihrem noch in Erinnerung aller fortlebenden Gatten, Jecheskel Schienger זצ״ל, wenige Jahre nach seinem inscheiden, in jdie Höhe gefolgt, wo ihre, Seelen wieder vereint vor dem himmlischen Throne Fürsprecher für ganz ׳Israel'seih werden. Sie war eine jüdische Frau, die weit über das alltägliche Maß hinausragte. Unsere Generation verfügt leider nicht über viele jüdische Töchter, die sich gleich ihr durch Leistlingen in jüdischem Sinne, als bewußt orthodoxe jüdische Frauen, Ver* dienste von dauerndem und bleibendem Werte erworben hätten. Unsere Zeit ist so furchtbar arm an echten jüdischen Menschen, besonders an Frauen, die an die Idealgestalten, wie wir aus der Vergangenheit auch nur wenige kennen, heranreichen, daß es einem bange wird ums Herz, wenn wir ihre dünnen Reihen sich lichten sehen. Auch nach dem Hinscheiden dieser edlen א שח חיל wird eine breite Lücke klaffen, ohne daß Ersatz in die Bresche treten könnte. Sie hat ein langes Leben, Jahr* zehnte hindurch, dagestanden als Wahrzeichen besten jüdischen Frauentums mit der ganzen reichen Fülle ihrer g*ttbegnadeten frommen Innenwelt, die ihre segenbringen* den Leuchtstrahlen hinaussandte in einen weiten Um* kreis, um überall Gutes zu stiften, wo sie hindrangen. Wenn man Frau Schienger kannte und Gelegenheit hatte, sie über die kleinen und großen Dinge jüdischen Frauen* lebens und jüdischer Frauenaufgaben in der Gegenwart sprechen zu hören, mußte man an Glückei von Hameln denken, die in ihren berühmten ״Memoiren“ das an der Sonnenglut der Thora erwärmte Seelenleben, das in allen Lebenslagen von felsenfester Glaubensstärke und innigem G*ttvertrauen geleitete typische, echte jüdische Weib ungewollt und unbeabsichtigt . unnachahmlich gezeichnet hat. Wie Glücke! war auch die Heimgegangene in be* glückenden und seelisch ungemein bereichernden Fa* milientraditionen .verwurzelt. Sie entstammte einer Fa* milie, in der Thorakenntnis und vornehme Lebenshaltung die Richtlinie für Tun und Lassen vorzeichneten. Ihre Ehe mit einem gleichgesinnten und gleichgerichteten edlen ב | תורה gestaltete ihr Familienleben ebenso wie ihr ausgedehntes gesellschaftliches Wirken zu einer beglückenden Harmonie menschlicher und jüdischer Erhabenheit, deren. Niveau von Gunst oder Ungunst der Zeiten unbeeinflußt blieb. Kinder erziehen, Verwandte ״betreuen, Kranke pflegen, Waisen erfreuen, Armen beistehen war ihr niemals anderes, als in lieben* der Ergebenheit dem Schöpfer gehorchen und dadurch an der eigenen Vervollkommnung arbeiten. Feiner natür* lieber Takt und besonnene Klugheit erzogen sie zum Vorbild der vollendeten Dame, deren Lebensinhalt an den ■ Maßstäben der Thpr.a.und der altbewährten' jüdi*; sehen Frauenmoräf geprüft und von ihr unabänderlich bestimmt wird. Deshalb war ihr Sinnen und Trachten, ihr;Schaffen und Wirken vielgestaltig und dennoch immer durchwegs jüdisch. Sie war Vizepräsidentin des alten orthodoxen Frauenvereines und pflegte dort mit beispiel* loser Intensität das Gebiet der Wohltätigkeit. Als in* folge der Agudabewegung auch in Bratislava das .zielbewußte orthodoxe Leben ideell und organisatorisch einen neuen Aufschwung erfuhr, war es selbstverständ* lieh, daß Frau Schienger zur Präsidentin der Agudas Jisroel*F rauengruppe auserkoren wurde. Sie stellte sich begeistert in die vorderste Reihe der Frauen* Aguda und wurde damit trotz ihres hohen Alters zur Pionierin und Künderin• einer Bewegung, die sich in allen slowakischen orthodoxen Gemeinden schon in wenigen Jahren allgemeine Anerkennung erworben hat und von der, wenn sie an ihrer programmatischen Linie unerschütterlich festhalten wird, das orthodoxe Juden* tum noch manchen Segen erwarten kann. In der Frauen* Aguda gewann sie ein Betätigungsfeld, das ganz ihrem Wesen, ihren innersten Herzenswünschen angemessen war. Für jüdisches Wissen und jüdische Tat im Sinne distinguierter Weiblichkeit und verwirklichter Frömmig* keit zu wirken, erfüllte sie mit großer Befriedigung und war ihr besonders in ihrer Witwenschaft Trost und Labsal in ihrem Leiden. Im Alter vor 76 Jahren raffte eine Krankheit die ehrwürdige Matrone mitten in der auf* opfernden Arbeit für die Gesamtheit aus dem Kreise ihrer Kinder und Angehörigen hinweg. Bei. der הלוו׳ gab Herr Rabbiner Hirschler in einem warmen Nach* rufe dem allgemeinen Schmerze über ihren Heimgang beredten Ausdruck und schilderte ergreifend ihr Wirken auf dem Gebiete der Wohltätigkeit und der Frauenaguda. Ihre Neffen, die Herren Dr. Tomaschoff und Dr. Fisch verabschiedeten sie namens der Familie. Möge ihr An* denken ein Segen bleiben חנצב״ה. J• J• B. .IMMWIHimMllltmiMMMMMHWMIMMMMMlim במקום הזמנה פרטית 5< בעה״י. מחבבדים אנו בזה להזמין בקריאה של חיבה את כל קרובינו ידידינו ומקירינו להשתתף בשמחת אפרק בננו 5 5■ הב׳ החתן המופלג | I מרה בנימי] זאב המכונה וואלף שיחי׳ I S עב״ג הבתולה הכלה הטיי;:;ז׳'״ז 5 טית ל תחי׳ I בת הנגיד כ״ה יצחה שיוארץ ני׳ מק״ק טשעשאוויטץ שנחיג אי״ה בשטו׳ט ולמזל ביום• ד׳ ויחי י״ג טבת הבע״ל 5 (.23 דעצעמבער למספרם) בה״ק טשעש^וויץ יעיא־ .= בשעה א׳ אחר צהרים פישל סופר זוססמאנן 5 5 ריש דיינא דפה״י בודאפעסט יע״א׳ וזוגתו ת 5 Schwarcz, Scöovce דילוג רב על תן s ב״ה, הנני מביעים בזה מקרב ולב את ברכתנו החמה ברכת מזל טוב לכבוד הרב הנחל מוט׳ בתוי״ש וכו׳ טוה״ר מירכי מרגליות יפה שלעזיגגער שליט״א, רב בק״ק א״ש יע׳יא לתלי אירושיו עב״גבשטו״ט. בשם החברה מגירות דישיבה הרמה פ״ב: מתתי׳ רייכענבערגער, שמואל שיה, בנימין זאב רייך• שו״ב מומחה ח״ח .וי״ש מו׳׳צ מיט קבלית והתרת הוראה מנחלים, בעל קורא מדויק בע״ת מוהל, מנקר וכף 30 יאהרע אלט, טשעכאסל^יו^קע, זוכט פאסטען אין ארטה׳ געמיינדע. אויר אים אויסלאנד. Osias Weinberger, Schächter, Cepe, p. Cerny Ardow, P. K R. ISRAEL, ersikl. HERRSCHAFTSKÖCHIN mit lang) Zeugnissen sucht Stelle in größerem Haus, auch'in der S ch weiz. Gefl. Zuschriften erbeten iÜhter;Eintritt 1. Jänner״ an; Giselia Gellis, Eisenstadt, Burgenland Möbel umsonst nitgends :dagegen äußerst p!eiswert bei erstklassiger Qualität und größtem Entgegenkommen in jeder Hinsicht im Möbelhaus M. Redler. Wien. I.. Wlppllngerstraße 35, Mezzanin (gegenfiber der Börse). Kein Uassenladen, kleine Regien, daher um so billiger. שומר שבת Benötige Kd 100.000.־־־ zur U eher nähme eines größeren Unternehmens in Jugoslawien Suche Bekanntschaft mit solidem, orthodoxem Mädchenjdie beiläufig denBetrag mitbekommt. Zuschriften unter ״ERNST״ an die Wiener Administration Bei der Pieäfanyer orth.*isr. Kultusgemeinde ist die Stelle eines Gemeindesekretärs sofort zu besetzen. Junge, unverheiratete, fromme Männer, die jüdisches Wissen besitzen, der deutschen und slo* wakischen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind und die Agenden eines Gemeindesekretärs ausführen können, wollen ihre Gesuche bis "zum 25. d. M, an Gemeindepräses Herrn Jeremias Stern richten. Gehalt Kc 500 monatlich und Mittagskost. Ev. Nebeneinkommen. Nur dem Be* rufenen werden Reisespesen ersetzt. Erklärung Ich erachte es als Pflicht, der großen jüdischen Oeffentlichkeit mitzuteilen, daß ich von der Firma Fellner, Bratislava, nie koschere Därme gekauft habe. LEOPOLD GOLDSTEIN, orth. Koschere*Selchwarenfabrik, KoSice — Kaschau. "" בית דיז• צדה דמ״ה פ״ב יצ״ו Rabbinat der orth.־israel, Kultusgemeinde, Bratislava. Kundmachung -ר Das gefertigte Rabbinat gibt hiermit bekannt, daß die Selchwarenfabriken Ignaz Rujder, Bratislava, Judengasse 53, Moritz Lustig, Bratislava, Judengasse 32, unter seiner Aufsicht stehen und die von ihnen in Ver* kauf gebrachten Waren vom Standpunkte des בשרות vollkommen einwandfrei sind. ואין בהם שום חשש ופקפוק אף למהדרין ימן המהדרין. Bratislava, 5. Tewes 5602, 15, Dezember 1931, Das Rabbinatt SAN REMO VILLA EUGENIA PENSION! KONISCH Aller Komfort, sonniger, großer Garten Beste Verpflegung Mäßige Preise Rituelle Kochkurse im Dr.-Krllger-Heim, II, Malzg. 16, Tel. A-48-0-77 Wmierheini am Semmering für Kinder und Jugendliche Herrliches Terrain für Ski und Rodel Zentralheizung — Fließendes Kaltu. Warmwasser Streng rituell/ ausgiebige Kost Zeitgemäße Preise! Auskunft: Lehrer Eisenberg, Wien' II, Große Pfarrg. 8 IS Das Wiener כשר Restaurant von internationalem Range. Unter Aufsicht A d a s J i s ro e 1 ff ■I I Ulllill Wien, II. Obere Donaustraße Nr. 91 Im Zusammenhang mit den in Zeitungen , gebrachten Gerüchten in der Angelegenheit Leopold Fellner, Darmhändler, Bratislava, die von der Kon* kurrenz in tendenziöser Weise aufgebauscht ,und ausgenützt .werden, verweisen wir unsere p. t. Kunden auf die in den jüdischen Zeitungen vom ehrw. Rabbinate veröffentlichte Kundmachung. Moritz Lustig, Ignaz Rujder, י ארט. כשר ארט. כשר Fleischhauer und Selchwaren- Fleischhauer und Selchwarenfabrlk, Bratislava, Judeng. 32 fabrlk, Bratislava, Judeng. 53 Achtung! Wichtig! Für Möbelkäuter, die bar bezahlen. Habe große Quantitäten Schlaf*, Speise*, Herrenzimmer, Küchen ein* fachster bis feinster Ausführung, staunend billig einge* kauft. Besichtigen Sie dieselben ohne Kaufzwang. Viele haben bereits gekauft. Auch Sie werden in der Lage s&in<d4:1־ bei solchen niedrigen Preisen gegen Kassa zu kaufePS^' * (Kleine Regien, daher doppelt billig.) Wunderschöne VoS^ bauschlafzimmer vö'n Kc 2500, Speisezimmer Von Kc 4000, Herrenzimmer Kc 3000, Küchen von Kc 460, Afrique* matratzen, dreiteilig, damastgeblumt, von Kc 130, Draht* einsatz Ia Kc 85, Ottomane, geblümt, 40 Federn, von Kc 260. Große Auswahl von Messing*, Nickel* und Eisen* möbeln, Teppichen etc. Große Auswahl von Möbeln auch auf Ratenzahlungen; Schlafzimmer^ von Kc 1800. Möbel* haus ״Dänemark“, Brünn, Na ponävee 10, 16 und 18. Achtung 1 Eingang nur Nr. 10. Autozustellung. Jeden Samstag und Sonntag geschlossen. ■ ■■■■■«■■■■■■■«■ו■■■*■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ ■ Streng כשר Streng אפילו למיןדרין מן חסחדרין ■;Speiiehauf Hirsch; S PRAG, I. Bllkovä 19 5 Haltestelle der Tramway Nr. 1 und 4 vom Bahnhot H Maturavorbereitung Gymnasium, Realschule und Handelsakademie Sicherer Erfolg. — Samtl. Handelswissenschalten, Nachhilfe in allen Gegenständen des Gymnasium■• der Realschule und Handelsakademie. . Englisch und französisch mit Qniveisilälspilifiing :, ' Dr. Wundermann und Dr. Bojko. , geprüfter Lehrer für Handelsschulen und Akademien Wien, IL, Pfeffergasse 1. Tag Tebeth Dezember Eruwin; Sonntag 10, 20. 105, . Montag 11. 21. 106. , . Dienstag 13. 22. 107. Mittwoch 13. 23. Pssatbim 2. ׳ Donnerstag 1.4, 24, 3. Freitag 15. 25. 4. Samstag 16, 26. 5, Adas Jisroel (Schiflfschul). Gebetstunden in der Zeit vom 8. bis 15. Tebeth 5693. Freitag, den 8. Tebeth: Minehah 4 Uhr. ש״ק פרשת וינש* Morgengebet 7,15 und 9.30 Uhr ׳־־־ Minehah 3.30 Uhr. ׳ל־ ׳־ .4.50 ס״ש״ק An Wochentagen: Morgengebet 6.40 Uhr* Minehah 4 Uhr. Eigentümer, Herausgeber, Verleger und yevantwortlicher Redakteur; Dr. Joel Pollak, Wien, IL, Leopoldsgasse 36,־- Für die Tschechoslowakei Jacob Joel Braun, Bratislava, Druck; Druckerei? und Verlags*A,*G. Ig, Steinmann, Wien, IX., Universitätsstraße 6*8,