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Jüdische Presse · 1927-05-20 · 20 (20.5.1927) · page 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
20 (20.5.1927)
Date
1927-05-20
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Nr. 20 JÜDISCHE PRESSE Seite .145 .- ■■ - -. -. Tschechoslowakei IUMMI IHI Aguda-Vorträge In der Slowakei. Dienstag den 8. Ijar veranstaltete die A g 11 d a s J I s r 0 e l'J u g e n dgruppe in Nove Zamky eitie außerordentlich gut besuchte Versammlung. Den Vorsitz führte Se. Ehrw. ,Herr Oberrabbiner Tiger mann, der auch diesmal, wie bei jeder Gelegenheit, seine Anhänglichkeit an die Agudas Jisroel zum Ausdruck brachte und seine Gemeindemitglieder und im besonderen die Jugend zu tätiger Mitarbeit an der Aguda anspornte. Hierauf hielt Herr Wolf S. Jacobson aus Hamburg als Abgesandter der Wiener Aguda-Zentrale einen Vortrag über die Aguda und ihre Aufgaben und löste mit seinen, von hoher Begeisterurig getragenen, inhaltlich belehrenden und instruktiven und det Form nach vollendeten Ausführungen eine tiefe Wirkung aus. Redner zeichnete au der Hand zahlreicher Stellen aus Bibel und Talmud die Bedeutung der Agudas Jisroel für das orthodoxe Judentum und wies überzeugend nach, welche Notwendigkeit es für den orthodoxen Juden der Gegenwart ist, sich in der Aguda zu betätigen. Die Versammelten zollten dem Redner jubelnden ISeifall und der Vorsitzefide sagte ihm in herzliehen Worten Dank, mit der Versicherung, daß die Nove Zamkyer Agudisten ihre Kräfte anspannen werden, um die Aguda-Ideale durch Stärkung der Organisation zu verwirklichen. — Mittwoch den 9. Ijar versammelte sich auf Einladung der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe der größte Teil der Gemeindemitglicder in N i t r a im Prunksaale der Gemeinde, um dem Vortrag des Herrn Wolf S. Jacobson aus Hamburg zu lauschen. Nachdem in eingehenden Vorbesprechungen der Beschluß gefaßt wurde, in kürzester Zeit an eine Erneuerung der Aguda-Arbeit zu schreiten und die stark vernachlässigte organisatorische Seite der Aguda-Tätigkeit in den Vordergrund zu stellen, sah man detn Vortrag des Herrn Jacobson, dem der Ruf eines bezwingenden Redners vorangegangen war, mit Spannung entgegen. Nach der Begrüßung durch Se. Ehrw. Herrn Oberrabbiner K a t z entwickelte dann auch Herr Jacobson in einer meisterhaften Rede das Programm der Aguda und schilderte in scharfen Zügen ihre Tätigkeit auf allen Gebieten des Gesamtlebens, namentlich auf dem Gebiete, das das Unterscheidungsmerkmal der Aguda von anderen jüdischen sein wollenden Organisationen bildet, nämlich dem Gebiete des חיזוק הדת und des Keren Hathora. Die temperamentvollen Darlegungen des Redners und die Logik seiner Beweisführung wirkten mit unwiderstehlieber Kraft auf die Zuhörerschaft. Dies zeigte sich, in dem rauschenden Beifall, den er erntete, und in der Bereit- Willigkeit zahlreicher Mitglieder, opferfreudig an der Er- ■füllurig der Aguda-Pflichten teilzunehmen. — Einen großen Erfolg für die Agudas Jisroel bedeutet der Vortrag, den Herr Wolf S. Jacobson aus Hamburg am 13. Ijar in einer von der Bratislaver Jugendgruppe im Turnsaal der orthodoxen Volksschule veranstalteten Versammlung hielt. Der Saal war bis auf den letzten Platz dicht besetzt von einem Publikum, das sich aus allen Schichten de jiidisehen Bevölkerung rekrutierte. Zahlreich fand sich besonders die Jugend, ein, die sich danach sehnt, in ihrer Begeisterung für die ewigen Ideale der organisierten Orthodoxie bestärkt zu werden. In einem abgesonderten Abteil versammelten sich — soweit der Raum zu fassen vermochte — zahlreiche Mitglieder der Agudas-Jisroel- Frauen- und Mädchengruppe. Herr Max Löwy; Vorsitzender der Agudas-Jisroel-Juoendgruppe, begrüßte den Gast und die Erschienenen!in einer schönen Ansprache, in der er den Wesenszug der Aguda als eine um die תו ה״ ק geeinte Gemeinschaft hervorhob. Herr Jacobson sprach über das Thema: ״Agudas Jisroel, Thora oder P 0 1 i t i k?“ Er kleidete seine außerordentlich schwungvollen und begeisternden Darlegungen in gedankenreiche Deutungen von מאמרי חז״ל und setzte sich zwischendurch in treffender Weise mit Gegnern der Aguda der verschiedensten Art auseinander, wobei er die programmatische Stellungnahme der Aguda zu den Haupt- Problemen der jüdischen Gegenwart aus authentischen Quellen scharf herausarbeitete und so zu einer klarem Beantwortung der gestellten Frage im Sinne der orthodoxen Grundanschauungen über Ziel und Lebenszweck des jüdischen Volkes gelangte. Zum Schlüsse appellierte der Redner an die Versammlung, die Organisation der Aguda mit konzentrierten Kräften zu fördern und übermittelte die Bitte Se. Ehrw. des Herrn Oberrabbiner S c h r e i b e r, an die Mitglieder seiner Gemeinde, im Sinne des מאמר חדל, wonach הספר והסייף כרוכים ירדו liebe n dem ספר, dem intensieven לימור החףה״ק und gerade im Interesse dieses למוד und der Verwirklichung des’ Gelernten. im praktischen Leben einer g -11 g e f ä 11 i g e n Gemeinschaft des סייף, des praktischen Wegebahners, des mutig kämpfenden Verwirklichers des nach realen Sicherungen strebenden Lebensbetätig'er s, worunter er die Agudas-Jisroel-Organisation verstanden haben will, nicht zu vergessen. Die glänzende Rednergabe des Vortragenden versetzte die ganze Versammlung in große Begeisterung, die — als er geschlossen hatte — in frenetischen Beifall ausklang. Herr Löwy dankte dem Redner für seinen Vortrag und brachte eine Resolution zur Verlesung, wonach die Versammelten sich zur tätigen Mitarbeit an der Agudas Jisroel verpflichten und den bewährten Führern des gesetzestreuen jüdischen Volkes, die an der Spitze der Agudas Jisroel stehen, Anerkennung ausdrücken und Treue geloben. Nach מעריב hielt die Aguda-B-Gruppe ״Zeire Emune Jisroel“ unter Vorsitz ihres Präses Herrn Armin Roth ihre Generalversammlung ab. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Hi r schier richtete an die versammelten Jugendlichen (im Alter von 12 bis 16 Jahren) eine Ansprache mit Unter- Weisungen über religiöse Lebensführung und über Ziel- Setzungen fürs Leben nach den Prinzipien der Aguda. Die Versammelten horchten gespannt auf die Worte des Redners und dankten ihm aus vollem Herzen für die guten Lehren. Hierauf wandte sich auch Herr Jacobson an diesen zukunftsverheißenden ״Nachwuchs“ der Aguda mit einigen herzlichen Worten. Die Herren Roth und Harry Adler brachten den Rednern den Dank der Jugend zum Ausdruck und man schritt zum geschäftlichen Teil der Generalversammlung. Herr A. R o s e n z w e i g erstattete den Kassabericht. Herr A. Roth referierte über die Vereinstätigkeit. Der bisherige Vorstand wurde per Akklamation wiedergewählt. Zum Schlüsse ergriff Herr Rabbiner B. J. Feldbrandt, der beliebte Direktor der Iessode-Hathora-Schule, das Wort, und ermahnte die Jugend, treu zu bleiben den Idealen, auf die sie die Zugehörigkeit zur Aguda hinweist und mit festem Ent- Schlüsse als unerschütterliche, thoratreue Juden das im Leben praktisch zu verwirklichen, worüber sie hier belehrt wird. Vom Verein ״Bne Emunim“ in Kosice. Aus Kosice wird uns berichtet: Am 29. Nissan hielt der orthodoxe Jugendverein ״Brie Emunim“ seine Jahresversammlung ab und nahm zugleich die Neuwahl der Leitung vor. Der Tätigkeitsbericht bot ein recht erfreuliches Bild von der Entwicklung des Vereines und von dem Geiste, der in ihm herrscht. Die Vorträge in חומרש״ז und ימוסר die Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Brach allwöchentlich hält und die wissenschaftlichen Vorträge des Herrn L. Wiesenberg brachten das Vereiusleben auf ein hohes Niveau. Auch die allabendlich von בעלי בתים abwechselnd geleiteten שיעורים in גמרא חוס׳ finden zahlreiche Teilnehmer. Die am Schabbosnachmittag von den Vereinsmitglicdern gehaltenenen מגיד ו ת-Vorträge üben eine vorzügliche Wirkung aus. Die sechswöchentlich stattfindenden Sijumfeiern auf ש״0 משניות geben Gelegenheit zur Pflege echt jüdischer Geselligkeit. Alles in allem ist der Verein auf dem besten Wege, die Hoffnungen zu erfüllen, die an ihn geknüpft werden. Der Bericht wurde zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Neuwahl ergab folgendes Resultat: Vorstand: J. Samuel Klein (Präses), Rezsö Liebermann (Vizepräsident), Alexander Schweid (Major Domus), Nandor Ehrlieh (Bibliothekar), Ladislav Berkovits (Kassier), Isidor Uhr (Kontrollor), Marcell Fränkel (Schriftführer), Eugen Edelmann und Mor Weitzen (Beisitzer); Re pr äse ntanz: Aron Berger, Simon Brav, Beni Brodi, Ernst Berkovits, Alexander Ehrlich, Ladislav Fränkel, Isidor Landesmann, Ascher Landau, Nik. Neumann, Isaak Klein, Leop. Rosenbliith und Bela Schweid. — Sonntag den 6. Ijar hielt Herr Oberrabbiner Brach seinen Eröffnungsvortrag in Gegenwart der Vereinsmitglieder und mehrerer Baalebatim. Die Worte Sr. Ehrwürden übten einen tiefen Eindruck aus. Mögen sie von nachhaltiger Wirkung bleiben und die Einigkeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Herzen der gesetzestreuen Jugend befestigen. פתיחה an der Bratislavaer Jeschiwoh. Unter starker Beteiligung von Baale Batim, Talmide Chachomim, der Gemeindekörperschaften und der Mensaleitung fand Sonntag den 13. Ijar in Anwesenheit der gesamten Jeschiwoh die feierliche Eröffnung des Sommersman an der Preßburger Jeschiwoh durch den ehrwürdigen Leiter Herrn Oberrabbiner Schreiber statt. Schon das äußere Bild der versammelten Talmidim legt Zeugnis davon ab, daß die Aufnahme in die Jeschiwoh mit rigoros gehandhabt wurde. Die jüngste Einschreibung in die Jeschiwoh $tand bereits , im Zeichen der einschränkenden Aufnahmsbedingungen, welche nur ältere, gut empfohlene und über ausreichende Vorkenntnisse verfügende Bachurim zulassen. In seinem großangelegten Er- Öffnungsvortrag behandelte Se. Ehrw. Oberrabbiner Schreiber alle Probleme, welche לימוד התורה tangieren und erläuterte Bedeutung und Ziel der Jeschiwos aus aktuellen Gesichtspunkten. An der Hand treffender Zitate wies er darauf hin, daß danach gestrebt werden müsse; daß die Bachurim größere Ausdauer an den Tag legen und auf der Jeschiwoh mindestens so lange verweilen müßten, bis sie jenes Mindestmaß von Kenntnissen sich angeeignet haben, das erforderlich ist, um eine vom Ernst der Thora beseelte führende Volksschichte der Bne-Thora zu erziehen. Er bedauert auf das tiefste die traurige Erscheinung, daß selbst besser bemittelte Eltern ihre Söhne schon im Alter von 17 bis 18 Jahren aus Sorge um das spätere wirtschaftliche Fortkommen der Jewischoh entziehen und spricht mit warmen Worten seinen Schtilern Mut zu, ihre Jugendjahre, unbesorgt um die Zukunft, treu und ausdauernd der תוה״ק zu weihen und eben deshalb jeden Verkehr mit den sich in Preßburg herumtreibenden, zur Jeschiwoh nicht gehörenden jungen Leuten zu meiden. In idealer Harmonie und unbeugsamer G esinnungsstärke sollen die Schüler an dem weiteren Ausbau des größten Erbes des Chasam Sofer זי״ע mitarbeiten. Mit Dank an die Mensaleitung für ihre segensreiche Tätigkeit und aneifernden Worten zu fleißigem Lernen und aufrichtiger יראת שמים schließt Se. Ehrwürden unter lebhaften Jechi-Rufen der Schülerschar seine bedeutsame Ansprache. J. Ch. W. Dunajska-Streda. Am Grabhügel unseres vor einem Jahre heimgegangenen unvergeßlichen Rosch-bes-Din Rabbiner Josef F 1 e i s c h m a n n,!der lange Jahre zum Wohle der hiesigen Khilo Kdausche wirkte, versammelte •sich am 13. Ijar eine stattliche Zahl hiesiger Bale-Batim und Talmidim, um anläßliew der Stellung der von der ׳Khilo gewidmeten prachtvoll ausgestatteten Mazewo die üblichen Gebete zu verrichten. Nachher versammelten sich im großen Bethamidrasch der Chewra Kadischo die Gaborim desselben, der Vorstand der Khilo, fast die ganze Gemeinde unter Führung der H. Oberrabbiner Weinberger und Rabbiner K a t z, wo der Sohn Rabbiner Maier Fleischmann aus Wien einen ergreifenden Hesped hielt. Bei dieser Gelegenheit gedachte der Redner der vor einigen Wochen in der Blüte ihrer Jahre der Grippe zum Opfer gefallenen!Enkelin des Niftar, Fräulein Rachel, Tochter •des Rabbi Jizchack H. Fürst, die den Großvater stets mit Auf- Opferung betreute. Schließlich dankte er den treuen Talmidim seines Vaters, Herrn Lazar Bischitz, David Neuhauser, Salomon Paschkus und Herrn Josef!Weiß, die sich der!Mühe unterwerfen wollen, die •Handschriften Ihres Rabbi in Druck legen zu lassen und bat sämtliche befähigten Talmidim, sich bei H. L. Bischitz behufs 'Mitarbeit melden wollen. Auch im Vereinslokale des Machsike- Thora-Jugendvereines, wo allabendlich für Kaufleute Schiurim abgehalten werden, der vor 40 Jahren von Rabbiner Josef iFleischmann und R. Bünem Paschkus זצ״ל gegründet wurde, fand eine Gedenktrauerfeier statt, bei welchem Anlasse Vereinsrabbiner S. Kaufmann die Gedenkdroscho hielt, So war fast der ganze Tag bis, in den späten Abend dem Andenken des großen Lehrers זצ״ל gewidmet. Jahresversammlung der orth. isr. Kultusgemeinde in Levoca-Leutschau. In der jüngst abgehaltenen Generalver- Sammlung hob der Gründer der hiesigen Gemeinde, Vor- Steher Filip Braun, die markantesten Ereignisse des verflossenen Jahres hervor, indem er betonte, daß heuer 20 Jahre seit Gründung der orth. isr. Betgenossenschaft vergangen seien. Trotz der vielen Kämpfe und Opfer könne die kleine Gemeinde auch in diesem Jahre auf eine erfolgreiche Aufbautätigkeit zurückblicken. In diesem Jahre \vurde der Aufbau eines streng rituellen, allen Anforderungen des Komforts und der Hygiene entsprechenden M i k w a 11 - B a d e s vollendet und so ein neuer Grundstein für den Bestand der Gemeinde gewonnen, ein neuer Bethaussaal gemietet, ein Kantor und Talmud-Thona-Lehrer angestellt. Trotz der großen Belastung der Mitglieder, die doppelte Steuern bezahlen mußten, wurde das menschenmöglichste geleistet, um allen Anforderungen einer orth. religiösen Gemeinde zu entsprechen. Während von auswärtiger jüdischer Seite der Gemeinde keinerlei materielle Hilfe zuteil wurde, habe auf Intervention des Vorstehers, der zugleich Stadtrepräsentant ist, die Stadtrepräsentanz der Gemeinde in!nullifizierter Weise eine jährliehe Subvention von tsch. K 3000 votiert, wofür ihr besonderer Dank gebühre. Protokollarischer Dank wurde auch dem auf Urlaub befindlichen Vorstandsmitglied Herrn Gymnasialprofessor Moritz Steiner votiert, der am Gründungswerk — Prof. Steiner bekleidete Jahre hindurch das Amt des Schriftführers — in hervorragender Wleise mitgewirkt hat. Wenn auch die nächsten J!ahre für jeden Einzelnen noch eine harte Belastungsprobe bedeuten, so sei dennoch zu hoffen, daß bei Eintracht und Opferwilligkeit auch diese Schwierigkeiten überwunden würden und G-ttes Segen das begonnene Werk krönen werde. W&J&;!!! M. r. Rabbinerwalil. Wie uns berichtet wird, ist Herr Oberrabbiner L i e b e r in a n n, bisher Rabbiner in B i 1 k e (Podkarpatska Rus) und früherer Leiter der orthodoxen Expositur für Podkarpatska Rus in Uzhorod, zum Rabbiner in Riese (Ungarn) gewählt worden. Gemeindewahl in Uzhorod. Unmittelbar vor dem Pessachfeste fand in Uzhorod die Neuwahl in den Vorstand und die Repräsentanz der orthodoxen Gemeinden statt. Die Wahl wurde jedoch wegen Unregelmäßigkeiten beim Wahlakte vom Gouvernement für ungültig erklärt und eine Neuwahl angeordnet. Diese wird nun in kurzem im Zeichen eines heftigen Kampfes zwischen den Orthodoxen und den Zionisten, mit denen auch ein Teil der kleinen Handwerker verbunden ist, stattfinden. Infolge verständnisloser Gleichgültigkeit und bequemen Nachgiebigkeit von seiten der Orthodoxen war es den Zionisten schon bei früheren Wahlen gelungen, einige Zionisten und andere Widersacher des orthodoxen Judentums in die Leitung dieser auch jetzt noch auf orthodoxer Basis stehenden, auch zahlenmäßig ansehnlichen Gemeinde, hineinzubringen und die prinzipiellen Grundlagen der Gemeinde so tief zu unterwühlen, daß vor zirka zwei Jahren aus ihr zum Todesstoß חו״ש für die Gesamtheit der orthodoxen Gemeinden in Podkarpathska Rus ausgeholt werden konnte. In der allerletzten Stunde scheinen jedoch die aufrichtig jüdisch gesinnten Kreise sich aufzuraffen, um alte Fehler gutzumachen! und in der Gemeinde den wahren Thorageist wieder wachzurufen. Gastvortrag. Aus Topolcany berichtet man uns; Während der ersten Pessachtage weilte hier bei seinem Vater, dem hiesigen רב״ר Herrn Rabbiner Haberfeld נ״י, zu Gaste Herr Rabbiner Haberfeld vom ״Montefiore“- Bethaus in Wien. Der Verein Schomre Thora beehrte den Gast mit einem Vortrage, dem der junge Rabbiner vor einem großen Publikum .in glänzender Weise ent- ■ sprach. Das polnische Justizministerium gibt den polnischen Juden das Recht, für Schabbos und jüdische Feiertage. anberäumte Prozesse abzulehnen. Warschau 1(AJP!B). Das J׳us<ti׳zmirLSterk1m Ihat alle 1polnischen. Gerichte angewiesen, in Zukunft Gericlitsverhandiiungen, bei denen Juden als Parteien au׳rfcrete׳n, •in Zukunft nicht• mehr am Samstag •oder an •jüdischen Feiertagen!stattfinden ,zu lassen׳. Frl. Debora Wollner Filip Löwy Dunaszerdahely Wien-Dunaszerdahely Verlobte. KONKURS In der aut. orth. isr. Kultusgemeinde Komarno ist die steile eines שרב מומחהא ירא שמים מרבים der auch ein vorzüglicher בעל תפלה ובעל קורא sein muß, mit dem Jahresgehalt von tsch. K 18.000, halber שחיטה die zirka tsch. K 3000 abwirft, freie Wohnung und sonstigen Nebenemolumenten, sofort zu besetzen. Reflektierende, die קבלות von drei anerkannten orth. Rabbinern besitzen, mögen ihre Kopien nebst Angabe ihres bisherigen Wirkens Alters, Familienstandes und Zuständigkeit an den gefertigten Vorstand einsenden. Nur Berufene werden zum Probevortrage zugelassen und die Reisespesen nur’ den Akzeptierten vergütet. David Raab, Präses der aut. orth. isr. Kultusgemeinde, Komarno. Suboticaer orthodox-israelitische Kultusgemeinde. Zahl 76-1927. Konkurs. In der orthodox-israelitischen Kultusgemeinde Subotica (s. h. s.) gelangt die stelle eines שיחט ומדק מומחה וקורא weicher ein vorzüglicher בעל תפלה und ירא שמי מרב׳ sein muß, zur sofortigen Besetzung. Bewerber müssen קבלות .von drei anerkannten orthodoxen רבנים besitzen. Gehalt laut Uebereinkommen. Offerte mit Abschriften der קבלות nebst ׳Zeugniskopien bisheriger Wirkung sind bis 15. Juni 1927 an den gefertigten Gemeindepräses einzusenden. — Spesen werden nur den zum Probevortrag Berufenen vergütet. Subotica, den 12. Mai 1927. Samuel Rosensteiu Wilhelm Glied Notar. Gemeindepräses.;

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