Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 10 (1924)
- Issue
- 39-40 (26.9.1924)
- Date
- 1924-09-26
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 274 jbmSCBE PRESSE. Nr. 39/40 Manö Leuchter u. Frau J. B. Fiachhof a. Farn• Rabb. Leo Fürst u. Frau ־ Wwe. Heinrich Roth und Familie Moritz Stern u. Farn. Marcus Ungar u. Frau Bratislava, Caa Bratislava, Edelgasse 6. Klarisiergasse 16. TjaÖovo. Stupava. Prag, II., Lützowovä 41. .׳ Pam. Josef B. Fischhof Rabb. Illes Berger Dr. Ladwig Lieben, Badearzt, und Familie Samuel Schlesinger und Frau Samuel Wagner u. Farn. Samuel Blum u. Farn. Bratislava. Nelipino. Luhafcovice-Ruiomberok. Zilina. Stupava. KoSice, Hauptgasse 128. Familie Berthold Donnebaum Nathan Teltsch u. Frau Aron Maged Franz Fischhof u. Frau Adolf Kohn u. Familie Familie Heinrich Katz * Schuhhaus Bratislava. Nove Zämky. Tjaöovo. Wien-Prag. Stupava. Bratislava, SchöndOffergasee 7. Lazar laraeier orth. תמ316ז״*81»א־כשר Aron Weldler u. Frau Restaurateur Marton Gross Frau Augusta Levy Sandor LifschQtz Uhrmacher u. Goldarbeiter Rabbiner Aron Katz ] TrenÖianske Teplice. Pieätany, Masarykovä 38. Tjacovo. Berlin, Schönhauser Allee 30. Nove Zämky. Nitra. Man 6 Katz u. Frau Agentur Dawid Löwin ger u. Frau Hermann Löwy u Farn. Markus Weber u. Farn. Gustav Lieben u Frau Emanuel Link PieStany, Nove Zämky. Novä Zämky. Wilsonovä 1. Stupava Prag. .Vlaislovä 7. Topolca־ y. reicher und überzeugender Weise zu erklären und seine nur kurze Zeit überlebt. Die Mittel zur Erziehung der Ladet die Ojiim zu Tische! In den verschiedenen Bethäusern Wiens kann man sie, die OjMm, jetzt täglich sehen. Dort stehen sie hinteT den letzten Bänken, verhärmte Gestalten, magere Jünglinge und bärtige, ernstblickende Männer. Sie unterscheiden sieb von den anderen Tempelbesuchem durch ihren traumverlorenen Blick, der die Gedanken an die eben verlassene Heimat und an ihr Reiseziel, das so schwer erreichbare Land ihrer Sehnsucht, verrät. Mehrere hundert sind sie hi^r, diese Auswanderer, auf der Durchreise nach Erez Jisroel, die meisten von! ihnen vollständig mittellos und buchstäblich hungernd. f Und wisst ihr, was sie alles durchgemacht haben, ehe der Entschluss in ihnen gereift ist, ihre Heimatschplle zu verlassen? Welche Bedrückungen, welche Entbehrungen, welche Plagen, welche Qualen mögen dem Abschied von der' gewohnten Heimat vorausgegangen sein! Und nun sind Sie hier in der fremden Stadt mit der fremden Sprache und können, infolge Mangelhaftigkeit der Pässe nicht Weiterreisen und müssen hier, wo sie niemand kennen, wo sie nur wenige verstehen, tage- und wochenlang1 darben. Fremd, einsam und verlassen, irren sie hier umher. Und dieses Fremdsein, diese Einsamkeit und diese Verlassenheit werden sie jetzt an den hohen Feiertagen, die jeder Jude gewohnt ist, im trauten Kreise seiner Lieben zu verbringen, erst recht und doppelt fühlen. Wie schön war die der alt jüdischen Tradition ent- Stammende patriarchalische Sitte unserer Väter, jeden Freitagabend oder Jom-Tow aus der Synagoge mindestens einen ״Auroch“, einen Gast heimzubringen. Wohlgemerkt, ״Auroch“ hiess er, ein Gast und nicht ein ״Schnorrer“. Und als Gast und nicht als Bettler wurde er auch behandelt. Unsere Mütter haben zu dem Zweck stets um ein oder mehrere Gedecke mehr vorbereitet gehabt.׳ Man wählte und prüfte nicht lange. Der erste Arme, der in der ״Schul“ demütig wartend stand, wurde eingelassen, getreu dem altüberlieferten, ebenso feinsinnigen wie edlen Ausspruch unserer Weisen: ״Bodkin biksus, wen bodkin bimsaunaus!“ Man dürfe nur bei Spenden von Kleidern vorher prüfen, ob der Empfänger ihrer würdig sei, nicht aber bei Spendung der unentbehrlichenNahrung. Da müsse man, ohne vorher zu prüfen, rasch und ausgiebig geben. Darum tue auch jetzt jeder von uns sein möglichstes. Jeder möge einen oder mehrere Ojiim an den Jomim Tauwim als Gäste zu sich laden. Lassen wir einen Sonnenstrahl auf das verdüsterte, gedrückte Gemüt dieser armen Menschen fallen. W. E. ©00 Bücher 000 "שלחן מחור" מד דוד פרדו/ נאלאנטא תרפ״ד. Die Buchdruoberei S. Neufefld in Galanta hat sich den Dank Vieler erworben, da sie eine neue, saubere und!handliche Ausgabe dieses gesuchten Ritualwerkohens von R. Daiwid Pardo veranstaltete. Die Ausgabe ist votUständig, genau nach der Wiener Ausgabe vom Jahre 6574 und wird gern gekauft werden. Das Büchlein ist bei obiger Auchdruckerei erhältlich. ספר "מטה אהרן" כולל דרשות עה ת וכף ואחריו חדת על אמה סוגיות הש״ס ובסופו דברי אגדה סד קאסל קרוים זצ״ל אב״ד בקיק אטש בשם "נחלת אהרף בלשון אשכי וכו מח אהין קחים רב בק׳ נאווא־וועס. Vot uns liegt ein umfaugfedohes Werk schöner und belehrender Vorträge zu den einzelnen Wochenabschnitten der תוח״ק• Der Verfasser offenbart sich in diesem דרשות als vorzüglicher Maggid, der uneählige מאמרי חז״ל in gefst- Gedanken fesselnd danzusteMen versteht. Er arbeitet im מגידות die Gedankenwelt der תוח״ק scharf heraus und versäumt es nicht, in wechselvoller Mannigfaltigkeit ד מוסד zu bieten. Sehr begrüssenswert ist die am Schlüsse des Werkes veröffentlichte Abhandlung in ׳leichtverständlicher jüdisch-deutscher Sprache vom Vater des Verfassers, der ein weithin bekannter גדול n'Tlwar. Die דבלי אגדה zeigen, wie ein Rabbiner der vorigen Generation sein reiches Wissen und all sein Können in den Dienst der Volksbelehrung im besten Sinne des Wortes zu stellen verstand. Seine herzgewinnenden Vorträge werden auch jetzt eine Wirkung haben. ״Menorah“, illustrierte Monatsschrift für die jüdische Familie, Wien, L, Zelinkag. 13. Die soeben erschienene Doppelnummer 8-9 des II. Jahrganges hat folgenden Inhalt: Umschau. Nathan Birnb׳aum (Hamburg): Die Freiheit des Gesetzes. Manfred S t u r m a n n (München): Der Auszug. Nachum Giatzer (Hamburg): Gleichnisse und Legenden. Hilde Ottenheim er (Berlin): •Hermann Fechenbach. Arthur Schnitzler: Heinrich Bermanns Familie. Josef Ca rieb ach (Hatnbürg): Die biblische Gestaltung Michelangelos. Josef Piicä rd (Konstanz): Di!e Stimme. Hermann B1 u m e n t h a 1: Gilgul. S. M. M e i s •e 1׳ s (Wien): Ferdinand Lassailie. Anna Kellner (Wien): Reisesklzzen aus Palästina. Simeon JiuschkiewScz (Paris): Das Tollhaus. H. M. W e li s s e n b e r g : Mase'How Rebbe, Masedtow! (Aus dem Jiddischen.) Rudolf Retä (Wien): Miusikkrise!und Musikfest. Fölklüristisdhies Allerlei. 'Literarisehe Rundschau. Schach. ,Mode. (Vierteljährlich, 3 Hefte, österr. K. 40.000; Deutschland: Rentenmark 3; Tsobecho- Slowakei: tschech. K 80; Rumänien: Lei 600; Jugoslawien: Dinar 50; Polen: Zloty 3.50. Jährlich, 12 Hefte, österr. Kronen 160.000; Deutschland: Rentenmark 12; Tsobecho- Slowakei: tschech. K 80; Rumänien: Lei 600; Jugoslawien: Dinar 200; Polen: Zloty 14.) Berichtigung. In der in der ״Jüdischen Presse“ Nr. 37 veröffentlichten Besprechung der ״Kwatrijnen von Jakob Israel de Haan“ ist unter Absatz V ein Vierzeiler falsch zitiert und einige Sätze ausgelassen worden, die wir hiemit berichtigen: Wer nie mit Gott gestritten, Der kennt das Glück des Unterliegens nicht. Wenn durch die matten Glieder zittert Das Glück des Heiligen Liedes. Dann noch mal. Letztes Auflehnen. Vergeblich. Gott hat im Innern des Dichters gesiegt. Man hört des Dichters Aufatmen. Der Schluss Vierzeiler folgt: So endige ich nun das Buch meiner Kwatrijnen Und wünsch’ dir, Leser, bess’res Lied und Los. Jedoch von schweren Herzenspeinen besiegt, Weiss ich zu gut nur: Meine Hilfe ist Gott. Briefkasten. ״Fragesteller“ in Bratislava. Wir machen aus der Angelegenheit keinen ״Kasus“. Die Stellung der Orthodoxie zum Zionismus braucht nicht erst durch die Taufe Hans HerzJs ins ״richtige Licht“ gestellt zu wenden. Für die Erziehung dieses Mannes seine Mutter zu beschuldigen, ist — frivol. Frau Dr. Herzl hat ihren Mann Vorzüglich geeignet als כפור DT•* und Jahrzeit-Licht! Hygienisches Königslicht Anerkannt bestes Nachtlicht der Welt. Feuerfrei, geruchlos und rauchfrei. Brenndauer sirka 36 Standen I Preis Kd. 280 per 100 9tück ab Galanta. Engros-Niederlage für die Slowakei Mor Stern & Sohn, Galanta wurden seinerzeit in öffentlicher Summ- 1 u n g als ,,Nati0nalgesohenk“ aufgebracht und in die Hände einiger bekannter zionistischer Führer •gelegt. Nicht wir, sondern Sie und Ihre Freunde haben Ihre Führer, als bestellte Vormünder, für die unjüdisöhe Er- Ziehung der Herzischen Kinder verantwortlich zu machen. Es gibt zionistische und misrachistisohe Zeitungen genug, von denen Sie die Veröffentlichung Ihrer Anklageschrift mit Recht verlangen können. In unseren Kreisen hat jedermann schon längst seine Meinung über diesen Vorfall. Nach einer ITA-Me!dung hat der Taufpater Hans Henzls, ein Pastor Sarre, erzählt, der junge Herzl hätte als Motiivierung seiner Taufe angegeben, er habe ein starkes Bedürfnis nach Religion und von der jüdisehen Religion wisse er überhaupt nichts. Diese Erziehung war das Resultat des ״Nationalgcschenkes“. Judaicus Vindobonensis: 1. Zur Zeit in Deutschland sehr schwer, besonders schwer für Ausländer. 2. •Für dies- •bezügl. erfolgreichstes Inserat kommt der ,Jsraelit. Frankfurt am Main. Gr. Eschenheimerstr. 23, in!Betracht. 3. Die entsprechendste (Stellenvermittlung ist die der Freie«! Vereinigung. 4. Das Geld können Sie durah den Wiener Bankverein senden. Schomre Schabbos-Stellenvermlttlung des L. V. der A. J. Jagendgruppen in der Slowakei. BRATISLAVA, Turnergasse 14—16. Offene Stellen: 23. Mädchen für alles. 25. Lehrling in Kurz- und Wirkwarenhandlung. 27. Perfekte Köchin. 28. Lehrbursch in Nürnbergerwarenhandlung. 29. Kanzleikraft. 30. Kommis, Mode-Schnittwarenbranche. 31. 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