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Jüdische Presse · 1924-04-04 · 14 (4.4.1924) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
10 (1924)
Issue
14 (4.4.1924)
Date
1924-04-04
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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11cs^rs.w jPjPi^NfBtjtp »gwwwppwgpiipiiweBpg Sette 98 JÜDISCHE PRESSE Nr. 14 Italitn. tAm!Purimabend wurde!in der Pens-ion Stern, Villa Felice in Abbazia der neue grosse Speisesaal eröffnet. Die zahlreichen Gäste, die sich daselbst heimisch fühlen arrtd die vorzügliche!Bewirtung vollauf schätzen, feierten die Er- Öffnung durch eine Sammlufnig für das Badener Waisenhaus der Aigudas Jiisroell. Auf Anregung des Herrn Karl Salzer, Wien, sammelte Herr Siegfried ׳Gobdschmiedit aus Sapron Lire 1360, die dem allgemein als Musteramtalt ׳bekaunlten Institut zugefithnt werden. Es spendeten־: Herr und Frau Salzer Lire!150, Herren OoldsChmledt Lire 100, F. RabinowitsCh^Biditz Lire 100, Albert ErtgelistralÖi-Fiuime Lire 100, Ign. Adler-Graz Lire 1100, Ernst Engelsrath-Wlen Lire 100, Osiais H. Schwarzwald-Lemberg Lire 100, Fritz Kruch- Leipzig Lire 200,!Mor ׳U1ll!mann־Grosswardein Lire 100, Jakob Rosenbaum-iBudapest Lire 100!, Horovrtz-Wle« Lire 110, Frau Gusta!Söhwarzwald Lire 25,!Hermann Stern- Abbazia Lire 25, Siegfried Angemann-Frankfurt a. M. Lire 100, Fischer, Kultuspräses, Novi-Mesto Lire 50; Im Betsaale der Pension wird für den הין התורה gespendet. ■■ ■ ■■—■ ׳ יי יי TS CHECH O-SLÖWAKEI. Lage der בני הכולל• Es herrscht dort eine Armut, von der man sich kaum eine Vor- Stellung machen kann• Mit eigenen Augen habe ich iii Verhältnisse Einblick genommen, die ijedeT Beschreibung spotten und das Mitleid herausfordern. Hier sind die Hebel anzusetzen. Diesen armen Menschen müsste gehoillfen!werden, dass sie VTI (nicht verhungern und ihre Kinder nicht ח״ו elend zugrunde gehen lassen 1müssen. Dieser unschuldigen, reinen Seelen, dieser thju:mgj e r ul d e n, i!n L-u 1m!pe׳n׳ ®eh ü 111e:n Schulkinder sich zu erbarmen, erscheint mir ein dringendes Gebot dei Me n sehen pfllch t. Die 1W o!h m u!n g s n o t hat in Jerusalem Formen angenommen, die die Angehörigen׳, unseres Kolel in die grösste Not versetzen. Es genüge hier die Tatsache, zu erwähnen, dass die unserem Kolel zur Verfügung stehenden Häuser ׳bloss zwei Drittel des Kolel aufnehmen können. Ein Drittel des Kolel muss eine unersdrwinglieh hohe Miete bezahlen, die ungefähr der Gesamitunter- Stützung ®leichkommt, die der Kolel seinen Angehörigen zu gewähren in der Lage ist• Wäre ich im der Lage, selber in alle Gemeinden zu reisen, um persönlich die Mildtätigkeit für die Mitglleder unseres Kolel anzurufen und zu reiahliahen Spenden amzuregen> so würde ich mich dieser Aufgabe unterziehen. Da mir dieses nicht möglich!ist, bin ich!genötigt, auf diesem!Wege alle ehrw. Herren!Rabbiner, V 6 tweiter und Private zu bitten, meinen!Bericht zu beherzigen und mit erhöhtem Eifer sich für die L ind e ru ng der Not! unseres Kolel e in z usetzen. Möchten doch meine Worte in allen Herzen Widerhall finden und dazu beitragen, den Notleidenden Hilfe zu schaffen. tim HOT dieser מצוה möge uns השי״ת bald nach Jerusalem zurückfübren und der endgültigen Erlösung 1würdigen, wie es von aufrichtigem Herzen wünscht Rabbiner Efralrn Grünfeftd, Siac. Siac, 19. Adax II 5684• ־ יא י ר . ‘ ■ ־ : Jüdische Brüder! Dem obigen!Berichte ein Wort der Bekräftigung anfügen, toiesse seine!Worte absChwächea Die ־Not Im heiligen! Lande!ist gross und hat aus!verschiedenen!Ursachen im letzten Jahre ein so (furchtbares Mass angenommen, dass »wir als Kuratoren unseres Kolel die Barmherzigkeit unserer Brüder auf das dringendste anrufem müssen. Bedenket, dass der Pessach heran naht! Die jüdische Festesfreude kann und darf nicht den verzweifhmgsschnei unserer verhungernden Brüder ׳in Erez Jisroel ÜbertönenL Helfet rasch!!! Spendet reichlich fürdenKolelundunterstützetdamltfromme ׳תלמידי חכמים Wit wen und!Waisen> die an heiliger Städte für euer Wohl und eure Gesundheit beten• ובשכר זח נזכה לאכול מן חזבחים ומן הפסחים אשר יגיע דמם על קיר המזבח אמן. Oberkuratoren des Kolel: A. Qrttnwakl Aldba Schreiber Oberrabbfner, Oherralbbimer Uzhorod. Bratislava. Kalendarium. Margit Weiss Szatmar Philipp Freund Nagyrarad• Oradea-Mare Verlobte Malvinka örünhut Moritz Rosenthal PieSi'any Galänta-Stupava Verlobte Telephon 57-7-78 Scheitel. Perücken Transformationen Braatfrlaurenaus allerfeinstem dauergewellten Naturhaar liefert סור די פארנעמסטען ארטאדאקסען דאמען der bekannte Spezialist für individuelle Frisuren Carl Polak Üamenfiriseutr Wien, IV., Schleifmählgasse 3 prompt und biUigst für ln- und Ausland ea groi und •n AitalL Bei Bestellungen von auswärts erbitte genaues Haarmuater uni Angabe des Masses von einem Ohr zum anderen. Kostenlose Vorführung der neuesten Modelle. Beachten Sie gefälligst die Hausnummer 3 Tag Nissan April Schabbos Sonntag 2. 6. 147. Montag 8. 7. 148. Dienstag 4. 8. 149. Mittwoch 6. 9. 160. Donnerstag 6. 10. 151. Freitag 7. 11. 152. Samstag 8. 12. 158. Adas Jisroel (Schiffschul). Gebetstunden in der Zeit vom 89. Adar II. bis 7. Nissan 5684. — Freitag, den 29. Adar II. קבלת 626!ער״ח ניסן — שבת. Samstag ם׳ תזריע» Morgengebet: 6 46 und 9.80, Mmchah 18.16 und 830, 710 .*מוצאי ש״ק. An Wochentagen Morgengebet: 6.16, Minchah 6.16. Freitag, den 7. Nissan •6-66 :קבלת שבת Die Agudas-Jisroel-Jugendgruppe in S t u p a v a gratuliert herzlichst C'-' Herrn Moritz Rosenthal *u seiner Verlobung mit Fräulein Malylnka Grünhut aus PieSt'any. Der katholische Geistliche Prof. Musil über die Thora als Grundlage für den Aufbau Palästinas. (J. P. Z-) Prag. Im offiziellen Organ •der tschechischen Regierung, ״Prager Presse“, veröffentlicht ־der bekannte Arabist Prof. Musil, ein katholischer Geistlicher, einen Leitartikel über das jüdische Palästina. Er schreibt, dass das jüdische Volk seine E!r!hal tung b!is heute nur der Thora z u danken habe, und e r k י ä r t, dass Palästina nur mit der Thora als Grundlage aufigebaul werden könne. Sein interessanter ׳Aufsatz sohliesst m!it folgenden Worten: »Heute verfügt das jüdische Volk über unzählige Schriftsteiler, Politiker und Gelehrte, übt einen׳ mächtigen politisehen• Einfluss aus,!aber es verliert nach u;rid nach!seine völkischen Merkmale und!wird sie nach wenigen Generationell!alle einbüssen. wenn es ihm nicht •gelingt(, in Palästina oder einem anderen Laude ein festes, gesichertes Heim zu errichten.“ Der כולל in Erez Jisroel. Die Kuratoren des כולל versenden soeben den nachfolgenden Aufruf im Anschluss an den!Bericht, den Herr Öberraibbiner Efraim Grünfeld aus •Siac, der vor kurzem im Aufträge der נשיאים in ETez Jisroel war, erstattet hat. למען ציון לא אחשה ולמען ירושלים לא אשקוט. Im Aufträge der Ehrwürdigen Kuratoren unseres כולל שומרי החומות hatte ich vor einigen Monaten־ das Gfüök, das heilige!Land zu bereisen, um an Ort und Stelle fn der heftigen. Stadt Jerusalem תו״ב die!Verhältnisse zu untersuchen, die Notlage unserer dortigen (Brüder in ihren Einzelheiten festzustellen und nach Mitteln zu ■suchen!^ durch!welche 1ihr •gesteuert werden könnte. Vor allem richtete!ich meine Aufmerksamkeit auf. die geistig •ein!!Zustände. Zu meiner Freude und׳ Genugtuung kannte ich konstatieren׳, dass sowohl die Leiter unserer Anstalten allesamt als auch die •Angehörigen des Kolel sich durch besondere Frömmigkeit und Redlichke.rt auszeichnen.!Me ׳gegenteilkgen Ausstreuungen sind böswillige Verleumdungen, ohne jede!tatsächliche Begründiung. Unser Kolel erfüllt seine Aufgabe hn besten Sinne des!Wortes- Er hält treue Wacht über die Heiligkeit unseres Landes und bemüht sich mit •aller׳ Kraft, jede Art von religiösem Abfall von den Institutionen! des heiligen Landes fermizuhalten. Diese •Tatsache ist!in allen Kreisen• Erez Jisroels bekannt und wird von jedermann rühmend anerkannt.!Wer •dazu beiträgt, da s s ׳d ie Angelhör igen unseres כולל •im■ heiligen Lande IhTe Stellung bewahren, hilft damit zugleich •zur Stärkung u!1js׳er׳er Iheiiligfen Religion!in Erez J isr־o el.!Meine Untersuchungen über den Stand der Insti tutione n unseres Kolel ,haben das überaus befriedigende Resultat ergeben, dass diese!im höchsten Masse Lob und Anerkennung verdienen. Die drei ישיבות unseres Koiei ישיבת חתם ספה ישיבת בית מאיר und ישיבת כתב מופר umfassen die gesamte lernbeflissene Jugend, zum grossen •Teil auch die verheiratete jüngere Generation. Für diese bedeutet die Teilnahme an der ישיבה «ine Kette von Mühsal und Entbehrungen. Denn der Kolel!ist nicht ln! der Lage, auch nur für!ihren dürftigsten Lebensunterhalt zu sorgen, und sie •müssen das Nötigste für sich und ,Ihre Familien duTch einen Erwerb beschaffen, wofür die Zelt vom Lernen abgerungen!!werden muss. Lm besonderen bieten die Unterrichtsanstalfen ein erfreuliches Bild und erfüllen den Be- Sucher mit der Zuversicht, dass aus diesen Anstalten eine Generation von יראים ושלמים und ת״ח hervargehen wird, ausgerüstet mit reichen Kenntnissen, wie es den Rindern Erez Jisroels geziemt. Die ו ד* ת ו ר ח D ־ ת ל S•c 11 ulen •unseres Kolel werden׳ von mehr als 200 Kindern besucht. An diesen׳ Anstalten wirken! treu .und fleissig!12 Lehrer (מלמדים) bei •einem kärglichen! Lohn von 5 bis!8 ägypt. Pfd- Sted. pro Monat. Bei der in Erez Jisroel!herrschenden Teuerung erfordert das Wirken dieser Lehrer einen wunderbaren Idealismus. Leider besteht die G e f a (h r, dass die Lehrer trotz bestem Willen1 ihren Verantwortung«- vollen!!Posten •werden׳ verlassen' müssen, wenn nicht schleunigst •dafür Sorge getragen!wird, dass der seit einem halben Jahre ausgebliebene Anteil von 40 Prozent des amerikanischen Hilfskomitees an diesem Gehalte aus deT Kassa de« Kolel ersetzt werden ׳kann. Ungemein betrübend erweist •sich die materielle mnrij-u-uwjijijnrirnn-r-rvr-rri.......... ... En gros und Erzeugung 1״ Bauernmarkt 24 (Ecke Fleischmarkt) Tel. 67302־ Detailverkauf 8 -Niederlage ג l.f Graben 28 Filiale: Karlsbad, Alte Wiese. Petiaafbawahraag gagn VaratoheraaQ Uber dl• SonnenMaat« KONKURS <ft Bei der orth. isr. Gemeinde zu Velkd Sarluhy »t die Stelle eines tQchtlgen Iteliglonslehrers, der חור״ש וגמרא zu unterrichten hat, per sofort zu besetzen. Bewerber, wenn ledig, bekommt er Wanderkost; Verheirateter hat auch die Leitung der סקוה *u versehen. Gehalt laut Uebereinkommen. Offerte sind zu richten an W. Schaffer Präses Konkurs. Die Eisenst&dter orth. isr. Kultusgemeind• wünscht den dort vakanten Rabbinerposten durch einen streng orthodoxen und gründlich gebildeten Kandidaten zu besetzen, welcher über ״Hatorausz" anerkannt orthodoxer Autoritäten auf talmudischem Gebiete verfügt. Nebst den rabbinischen Agenden wird der zu wählende Rabbiner den Religionsunterricht an sämtlichen hiesigen Schulen zu erteilen haben. Offerte sind bis spätestens l.Mai 1924 erbeten. Gehalt nach Uebereinkommen, standesgemässe freie Wohnung. Eisenstadt, im März 1924

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