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Jüdische Presse · 1921-08-19 · 29 (19.8.1921) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
7 (1921)
Issue
29 (19.8.1921)
Date
1921-08-19
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 29 JÜDISCHE PRESSE Seite 213 Zur Beachtung. Da in allernächster Zeit eine Delegation der Aguda sich., nach der Ukraine begibt, um die Waisen direkt nach dem Westen zu geleiten, werden alle, die das Herz antreibt, den verlassenen armen Kindern ein Heim zu bieten, gebeten, ihre Adressen und Wünsche sofort an das Bureau der Aguda, Wien, mitzuteilen. Chalomot ha-jaldut, agadot le jalde Jisroel, mees Herman Schwab-Targum J. L. Rimon we J. Fink. Be-Sof ha-Sefer Milon. 5684. Verlag L. Sänger, Frankfurt a. M. Einband entworfen von J. Budko. — Wo das Neuhebräische sich mit dem Echtreligiösen paart, da gibt es einen guten Klang. Die reizenden Erzählungen Schwab, die in deutscher Sprache eben in zweiter Auflage erscheinen, verlangen nach hebräischer Uebersetzung, um ein Gemeingut der glaubenstreuen Jugend aller Länder zu werden. Die schöne Ausstattung, der fesselnde Inhalt, lehrhaft und erbauend, prädestinieren das Buch zum schönsten Geschenke für die thoratreue Jugend. üriel Birnbaum: „Tn G-ttes Krieg". (Verlag: R. Löwit. Wien-Berlin 1921.) Die Ausgeburt einer materialistischen Weltanschauung, welche seit der sogenannten Emanzipation des Individuums dem eigenen Ich, dein einzigen Objekte iftrer grenzenlosen Verehrung, Orgie um Orgie feiert, glaubt durch die Errungenschaft, Gesetzmäßigkeiten in der scheinbar verworrenen Kette des Weltgeschehens entdeckt zu haben, auch den Schlüssel des Welträtsels zu besitzen und Leuchten der Wissenschaft wie die ganze große Herde der von ihnen Erleuchteten deuten uns mit stolztriumphierendem Blicke an, daß nun die Epoche des blinden Glaubens endlich der eines klaren Wissens Platz machen müsse. Schon der Ramban kritisiert diesen Mangel an transzedentalem Weitblick teils mit Bedauern teils mit Verachtung und klagt, daß „für die Naturwissenschaftler alles, was sie nichtmit den Händen greifen können, nicht existiere." Die Vergötterung der eigenen Kraft und des eigenen Könnens ist ihrer Philosophie Anfang wie Ende und Hypothesen von der Urzelle oder Theorien von Ursache und Wirkung scheinen ihnen genug Grund, um die Existenz eines ordnenden Weltenbaumeisters rundwegs zu leugnen. Wohl würde gerade die Feststellung von Gesetzmäßigkeiten in G'ttes großer Natur Anlaß zur logischen Schlußfolgerung auf diesen geben, doch der Zeitgeist der G'ttesverneinung beherrscht ihr Denken. Wir Juden, welchen unserer Väter Glaube die demütige Erkenntnis eines höchsten Richters und Lenkers rein erhalten hat, wir schöpfen aus diesem Bewußtsein stets neue seelische Erlebnisse. Wir wissen, daß alles — Gute wie Böse, Glück und Unglück, von Haschern zu seinem bestimmten Zwecke gegeben ist. Insbesondere unsere Mußorsephorim schärfen uns ein, daß der Ewige, das Unheil über die Menschen schickt, um die, welche nicht sehend werden wollen, zur Tschuwoh zu zwingen. Diese Tradition hat uns in die richtige Konzeption versetzt, psychische Vorgänge eines Menschen zu begreifen, der aus gottesleugnerischem Milieu hervorgegangen, gerade durch maßloses Unglück plötzlich wie durch eine Offenbarung die Schuppen von den Augen fallen" fühlt und demütig vor G-ttes Herrlichkeit in die Knie fällt. Unsere Weisen sagen: am Platze, wo ein Bai Tschuwoh steht, vermögen selbst vollkommene Zaddikim niobt zu bestehen und meinen damit wohl auch das Feuer jugendlicher Begeisterung, das solche neugeborene Seelen erfaßt und nur so können wir verstehen, wenn Uriel Birnbaum in dem schrecklichsten aller Kriege, dessen entsetzliche Greuel in seiner subtilen Seele tausendfache Eindrücke auslösten, etwas Großes von G-tt Gesandtes findet. Ja, wir können nur ihm, der in diesem Kriege seine Füße verloren und aus diesem Unglück geläutert hervorging, ein Recht zu so markigen Worten einräumen. Mit Wucht, Demut und gediegener Kraft, gewaltiger Menschlichkeit, inniger Herzlichkeit und tiefster Frömmigkeit reiht er in seinem Buch'wie eine Perlenkette Sonett an Sonett und gibt uns ein plastisches Bild von seinen Seelenkämpleji und Seelenerhebungen in und durch den Krieg. Mehrere Zeichnungen erhöhen uns den Genuß seiner vornehmen Sprache. Der kaum 25jährige Meister ist auf dem Gebiete der Malerei, besonders der Graphik, durch seine ganz eigenartige Technik in der kurzen Zeit seiner künstlerischen Tätigkeit epochemachend geworden und wir finden in seinem Atelier lebende Szenen — ganze Erzählungen mit schwarzem Tusch durch wenige Striche auf weißes Papier geworfen. Allen Förderern der Aguda werden in kürzester Zeit Proben seiner Kunst geboten werden, da der Meister mehrere Zeichnungen der Jugendgruppe und Aguda für Karten, Kalender etc. zur Verfügung gestellt hat. .In einem in Pergament exquisit, ausgestatteten Werke wählt er für alle Zeichnungen eine ganz besondere Art: es sind einfach mehr oder minder dicht aneinander gereihte Punkte. Das Buch eröffnet Jona II Vers 3—5 und auf der ersten Seite lesen wir ein Sonett, in dem allein seine Entwicklung und sein Bekenntnis liegt. Rasch blättern wir um, verschlingen das zweite und dritte Gedicht und wir können auch das wundervolle Werk nicht weglegen, ehe wir es nicht zumindest einmal zu Ende gelesen. Die demutstolze Geistigkeit, die in dieser herrlichen Schöpfung weht, der gigantische, an unsere Propheten erinnernde Zug, der in den Gebeten, den Gedichten „Pogrom" und vielen anderen lebt, ist wahrlich keine alltägliche Literatur. Es sind nur einige Hundert numerierte Exemplare erschienen, als ob wir sie nur Auserlesenen für deren Feierstunden gönnten. Aslro. Jfgudas JisroclvJuöendgruppc. Wien, II., Obere Donaustraße 69.. Jugendgruppe: Großrabbiner J. Friedmann (Czortkow) anläßlich der letzten Hochzeit K 2000, Rabbiner Beer Friedmann (Czortkow) K 500. Keren ojle Erez Jisroel (Fonds für Ptlästinawandorer): S. Silberpfennig, durch Rubin K 5000, durch Nathan Adler K 2530. Weitere Spenden für den „ Keren ojle Erez Jisroel bitte auf Postsparkassenkonto Nr. 170.176 der A. J. Jugendgruppe mit dem Vermerk „Keren ojle Erez Jisroel" einzuzahlen oder an Herrn Nathan Adler, Wien IX., Pelikangasse 4, mittels Postanweisung oder Briefpost zu senden. Erlagscheine stehen auf Wunsch zur Verfügung. Palästina-Sektion der Agudas Jisroel-Jugendgruppe Wien. 4 Adas Jisroel (Schiffschul). II., Bröls Schiffgassi 8. Gebetstunden: 15. Ms 22. Ab. Freitag, 15. Ab: Sabbateingang 7 Uhr. Samstag, pnDKl 'S Morgengebet 680 und 9-30, Mincha 12-15. Um 3-30 Vortrag von ^"IB anschließend Mincha, Sabbatausgang 7'45. An Wochentagen: Morgengebet 6*15 und 6, Mincha 7. O r t Sonnen- Untergang nach Orlszoit. Ks ist narh mitteleuropäisch. Zeit 15./VIH. 22./VIII. 7-08 706 7-03 701 6-40 6-39 5-19 5-18 653 652 1249 12-48 700 659 616 615 702 700 7-25 723 703 701 6'59 657 706 7 04 7-32 7-30 70!) 707 800 7-58 716 714 8-16 8-14 7-18 7-16 654 . 6-52 7-18 7 16 7-25 7-23 7-28 726 5-58 5-56 732 7-30 656 6-54 Eigentum einer Socielät. — Verantwortlicher Redakteur für Deutschösterreich: Jakob Deutsch. Für die Tschechoslowakei: Heinrich Schwarz. — Druck: Genossenschafts-Bucbdruckerei, Wien, VIII., Hernalser Gürtel 20. — Telephon Nr. 19.772. Herr Samt! Trutzer, Sohn des r. Ew. Oberrabbiner in Sokszelöcze verlobte sich mit Fräulein Malvin KatZ aus Neutra. Paul Friedmann, Jettchen Diamant, Bratislava-V. Topolcany, Hamburg, empfehlen sich als Verlobte. Der Landesverband der Agudas Jisroel-Jugendgruppen in der Slowakei gratuliert herzlichst dem verdienstvollen Mitarbeiter Herrn Paul Friedmann (Bratislava-Velke-Topolcany) anläßlich seiner Verlobung mit Fräulein Jettchen Diamant (Hamburg). Konkurse. Die Presover (Eperjeser) aut. orth. isr. Kultusgemeinde sucht für die bevorstehenden hohen Feiertage einen vorzüglichen pn Honorar laut Uebereinkommen. Im Konvenienzfalle ist es nicht ausgeschlossen, daß der Akzeptierte auch für ständig aufgenommen wird. Bewerber wollen ihre Offerte nebst Angabe ihres Alters und Familienstandes ehestens an den gefertigten Vorstand einsenden. Spesen werden nur den Berufenen vergütet. Presov-Eperjes, den 7. August 1921. Nathan Gross, Ludwig Preias, Vizepräses. Gemeinde-Vorsteher. Die orth. isr. Kultusgemeinde in Sena (bei Kosice) sucht für sofort einen nnöiö mttf der auch guter H^Dn SjD Gehalt wöchentlich Kö 120 für nrTOH in der Fleischbank KS 30 und für das Jahr 8 Meterzentner Frucht. Freie Wohnung und gewöhnliches Nebeneinkommen. Bewerber, die von drei anerkannten orth. Rabbinern rb*2p haben, mögen ihre Offerte mit Abschrift, ihrer Zeugnisse, mit Angabe ihres Alters und Familienstandes einsenden. Der Vorstand. Bei der hiesigen isr. konf. Schule ist die Stelle Religionslehrers baldigst zu besetzen. Unverheiratete Reflektanten, die fähig sind in Iwri, Chumesch, etwas Gemoro raschi gründlichen Unterriehl zu erteilen, mögen ihre Offerte mit Zeugniskopien an Unterfertigten einsenden. Gehalt laut Uebereinkommen. Der Posten ist sofort zu besetzen. Joka (Zupa Bratislava), 27. Tamus 5681. Adolf Lampel, Vorsteher. Die aut. orth. isr. Gemeinde zu Zlate Moravce sucht für Jomim neuroim einen tüchtigen ppwa /nbsn bjD *)diö Gehalt laut Uebereinkommen. Offerte sind zu richten an Samu Ascher, Präses. _-_ der befähigt ist Chumesch Raschi, Tnach und mit Anfänger Gemoro, wie auch die Gegenstände der vier Elementarklassen (wöchentlich Slowakisch) und die der zweiten Bürgerschule, Deutsch zu unterrichten, wird zu 8—10 Kinder aufs Land, per 1. September als Lehrer aufgenommen. Gute und volle Verpflegung gesichert. Gehalt laut Uebereinkommen. Offerte zu richten an Moritz Herz, Ghminjan, letzte Post Sv. Novaves, Sarisska Zupa. SCHÜLER die die Realschule der Isr. Religionsgesellschaft in Frankfurt a. M. oder sonstige Lehranstalten am gleichen Platze besuchen wollen, finden gute Verpflegung, gewissenhafte, sorgfältige Erziehung auf streng jüdischer Grundlage. Vorbereitungs¬ und Nachhilfekurse sowie jüdischen Unterricht :: im Hause. Näheres durch :: FRAU JULIUS SCHÖNBERGER staatlich geprüfte Lehrerin für höhere Lehranstalten, FRANKFURT A. M., WEIHERSTRASSE NR. 6 Für meine zwei Kinder, 8—9 Jahre alt, suche ich einen ernsten Bachur der Chimisch, slovakisch, deutsch und ungarisch mit ihnen lernen soll. Gehalt nebst freier Station laut Uebereinkommen. Miksa Dentelbaum, Alaksince, Zupa Nitra. Große Auswahl >n nmfc GRABSTEINEN und modernen Denkmälern. Gravierung erstklassig in prachtvollster Ausführung-, — Solide Bedienung-. — Billige Preise. Stern Lazar, Preßburg. Iringergasse 19. Donaulände 18. Protokollierter Essigfabriks- Einrichter und Leiter auf Abonnement, garantiert * 80 Prozent Ausbeute. Gegründet im Jahre 1884. Lazar Weiß, Galanta (Slowakei). n r) n vi Pn r)Avi Tochtorpensionat und Haus- IJdUtfll-JDdUtill haltongsschule Marta Marcus ■BHHBMHHHHHaaaa 4 Alhrecht Dürerstr. Tel. 246. Streng rituell. — Bewährteste Lehrkräfte. — Erste Referenzen. Bankhous SingerE Frankel Budapest VII. Rombach u. 12 Filiale Wien: 1 Singer S Comp. I., RotenturmstraDe 29. ^alutenkauf und -verkam aller Art. Börsenaufträge. Effektuiert Ueberweisungen kulantest und zahlt spätestens binnen 24 Stunden. mit Chorpersonal (Bassist-Tenorist) sowie geeignete Knaben werden für ein größeres Bethaus aufgenommen. Angebote unter „Bethaus" an das :: Bureau der „Jüdischen Presse". , :: Sie ersparen viel Geld, wenn Sie ihren Bedarf in Stoffen und Leinen im Resten-Partiewarenhaus SAMUEL GRÜNWALD* SOHN, Bratislava, Hurbanplatz9 (König Ludwigplatz) Telephon 14—18. Kommis der Kurz-, Wirku. Galanteriebranche sucht Posten, wo Samstag gesperrt ist, am 15. September anzutreten. Dreier Landessprachen mächtig. Snndor Izraeller, Trencin-Teplitz, Kupele. Kundmactiung. Sämtliche Invalide werden aufmerksam gemacht, daß es ihre Pflicht ist, hei sämtlichen Ansuchen und jeder ämtlichen Behandlung anzugehen: die Zahl des Liquidationsbogen, welche auf dem Bescheid angeführt ist, ihre pünktliche Adresse d. i. letzte Post, Hauszahl, wie auch vorhinein dem obigen Amte (Renten-Liquidator) anzumelden ist: jede Wohnungsänderung, auch in demselben Wohnorte, mit der Bemerkung, seit welcher Zeit ihnen die Rente auf die neue Wohnung zugeschickt werden soll. Der Invalide, welcher seine pünktiche Adresse nicht angibt, wird aufmerksam gemacht, daß er selbst das unregelmäßige Erhalten der Rente verursacht hat. Zemsky urad pre peclivost o ^yalecnych pos odencov (Landesamt für Kriegsbeschädigtenfürsorge) Bratislava. t

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