Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 45 (9.11.1849)
- Date
- 1849-11-09
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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359 Und niemals je mit solchen Riesenschritten Hatt' sich die Zeit solch starken Weg gebahnt. — An jedem Morgen steigt herauf die Sonne. Nach jeder Nacht erneuet sich das Helle; Gedankenlos brachten es die Menschen ZertrmgSNKrh richten. Preußen. Berlin. Bor einigen Tagen fand in dem jüdischen Gemeindehause der feierliche Uebertrilt eines 19jährigen Christmädchens znm Indenlhume statt. Die junge Dame ist von gutem Hause und steht im Begriff, sich mit einem jungen Kaufmann jüdischer Religion zu verehelichen. > Hannover Hannover, vom 2l. Oct. Sir Moses Montefiore ist mit seiner Gemahlin hier cingetroffcn ln der alleinigen Absicht, die Mutter des großbrittanischen Oberrabbiners, Mav Adler, einen Besuch abzustatten. Saiern. München. Der jetzige Enltus-Minister Herr Riegelmann bcabsicht den Beruf einer jüdischen Generalsinode zur Berarhung einer allgemeinen Svttagogett>Ordnung und andere kirchlichen Angelegenheiten der Israeliten; es soll dies aber erst geschehen, wenn der an die Kammer gelangte Gesetzentwurf über politische und bürgerliche Gleichstellung der Israeliten in den Kammern erledigt und als besetz publicirt sein wird. Es wird dieser Gesetzentwurf wahrscheinlich in der nächsten Woche vom Ausschüsse an die Kammern gebracht werden. (Wz. Zl.) GrostherMtlMM Gaben. Mannheim. Der wackere herrliche Redner! Klausrabbiner Wagner, machte owc eine Spazierfahrt nach Worms, um sich anstatt seines edlen Freundes — der früher v'-nch -r^c, nun ko 2'n ist — in einem abgehaltenen deutschen Nachmittagsgottesdienste vor den tiefreligiösen modernen Woemser Publikum hören zu lassen. DaS hohe, reformatvrische Haupt mit unvergänglichen Myrtenkränzen geschmückt, kehrte er noch selbigen Tages unter dem Mitleid seiner Zuhörer über die stotternd, abgelesene, inhaltlose, ja erbärmliche Rede nach seiner Klause zurück — wahrscheinlich um nach dem Wunsche des Stifters auf weitere weltcrobernde Pläne zu sinnen. Nördlingoir, den 28. Octcbcr. Geehrtcster Hei r Redakteur! Zn der Voraussetzung, baß mein Bericht Ihnen und einem großen Tberl der Leser Ihres geschätzten B-altes nicht uninterressant sein wird, rhcile Ich Ihnen Folgendes um; Am vergangenen hatte die hiesige Gcmelnde die Ehre und den Genuß von einem Rabbinalskandidaten ans Ihrer ehrwürdigen Namens '»Hk d'rrciw ans Altona, welcher sich seit mehreren Jahren bei in Schwabach, so wie rn andern;n seinem Facke gehörigen Wissenschaften anc-biwet, durch eine Predigt erbaut zu werden. — Derselbe bat sowol dahier cnö in Wasserlrndttingen des Rabbinatssttzes des wo er am vergangenen und in Oellingen, dem Rabbi iratssttze des beruvmten no Dr. Feneluwangeröffentliche Erhaunngsreden hielt den ungeiheilresten Beifall seiner Zuhörer erworben. Ter reichhaltige Inhalt seiner Predigten, ans denen allenihalben gründliche Geichlwuuteil, crescv scheu und echte Gottesfurcht hervorleuchteten, sowie sein vortrefsiicher Vortrag berechtigt uns zu der Erwartiing, daß er cuist seinen Poüen mir großem Erfolg ans in!!>',, wird. (Weshalb ihm auch ein solcher, wen» er ernst einen sucht, nicht velcnth.-.Uen werden möge.)