Mannheim
Compact Memory

Der treue Zionswächter · 1849-10-05 · 40 (5.10.1849) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der treue Zionswächter
Volume
5 (1849)
Issue
40 (5.10.1849)
Date
1849-10-05
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2625941-2626254-2626295--2058-2629762
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

311 Hk» laut ist der' Gottesruf: v'p'vcr> ^'vz „In Hütten sollt ihr wohnen sieben Tage. — Wozu diese Schilderung des Herbstes? höre ich Viele fragrm Um uns den ewigen Wechsel in der Natur darzustellen. Aus den heitern Frühling folgt der Sommer mit seinen Wonnen; auf diesen der Herbst mir der goldnen Frucht, aber auch mit dem trüben -Ernst,, und den Kreislauf des Jahres schließt' der Heimgang der Natur in dem eisigen Winter. Wie in/dcr Natur äußert sich dieser Wechsel im Psianzenleben. Aus dem Keim treibt der Halm, windet sich der Schaft, bildet sich die Blüthe, Hi§sM die Frucht, reift, und abgcfallen, welkt das Matt, fenst sich der Zweig und der Baum hat sein Jahr gelebt. — Und wie im Psianzenleben, so kreiset und wallet im Thier- und Menschenleben die Kindheit, die Jugend, das Alter, der Heimgang, wo jeder Wechsel aushört, stete Ruhe herrscht. Und wie im Einzellcbeu, so im Staatenleben. Auö der Familie entsteht die Gesellschaft, vermehrt.sich zum Volk, lebt auch seine Jugend, seiy, kräftiges Mannesalter, mattes Greisenalter, ^,gcht^ ebenfalls heim,., stirbt,,, verschwindet vom Schauplätze der Welt.- Und wie mit den Bewohnern dieses Planeten, so mit diesem selbst und mit allen Sternen; : sie tauchen auf, glänzen lichtvoll und gehen 'ein in dicewige Rnhe das Weltengrab.'' Ja, die Pflänzc, fdas Thier, der Mensch, der Staat, die Erde und die ganze Natur ist im steten Kreisen und Wechseln begriffen; aber über den Sonnen und dem unermeßlichen All waltet und in ewiger Beständigkeit der Weltengeist, die Gottheit! Das soll uns das Fest und die vr'v lehren.- Ein Gott ist, der Leben gicbt der zartesten Pflanzenfaser und auch dem Feucrmeerc. der Sonne, der die ganze Welt in seiner Rechten hält und jedes Einzelwesen, wie auch die Gesammthcit zu ihrem Heile kreisen und wechseln läßt. Darum ergeht beim Ermatten der Natur an Israel der Ruf vw» zu zeigen im durch welches die Sterne hindurchschimmern sollen, daß du über diesen den Weltengeist erkennst und auch gefunden. Angesichts aller Segnungen des Sommers noch einmal den Geber alles Gute» aufzusuchen, ihm unter dem blauen mit Sternen besaeten Himmelszelte das Opfer des Dankes zu bringen, das von der Glut der Freude himmelwärts getragen, immer neue Segnungen zur Erde, als neue erhöhte Beweise der unendlichen Liebe Gottes führt. Nicht verlassen steht der Mensch und die Menschheit, der Allmächtige regelt bald in sanften Schwingungen und ruhigem Wechsel das Geschick des Einzelnen und der Gesammtheit, bald aber, wenn es seine Allwcisheit für nothwendig erachtet, offenbart er sich auch in gewaltigen Schlägen, im furchtbaren Getöse und zerstörendem Gewitter. Blick hinter dich, siebe dein Bestehen, deine Kindheit,, deine Jugend im Mizrajim und in den wüsten Steppen Asiens. In Seines Glauzcs-Hülle und in Seiner Wolkensäule wurdest du durch diese und durch alle Wüsten und Fahrten deines nun ZOOO jährigen LcbenS getragen. Ost und gewaltig hast du die Zuchtruthe Gottes empfangen, aber du sähest doch das Greisenalter und Las Grab Noms. Griechenlands und aller Völker des AltherthumS und der später» Zeit und stehst ungebeugt und kräftig da in der Manncskraft. Alle Leiden haben deine Kraft nicht abstumpfen können vvi v'!o v'öv bö. An dir ist es durch das Jn-Hüttcnwohnen zu zeigen: Ein Gott ist der das Geschick aller Völker und auch das dcinige bisher wunderbar geleitet: v3 ich »r-ILiv r»3'v3 »o v3-r>ni7 wiv'i-y v^H Auf, daß eure Nachkommen erfahren, daß in Hütten ich die bf-ir? wohnen ließ, als ich sie ans Mizrajim zog. Mit Necitt begründet daher Nabbah den Ausspruch der h-rw: v!iiv2 ewh 'rv vivo!, 7,^133 b vc vv'v f-3'v v'3 k-2^5 d!>7 denn über 20 Ellen Höhe trifft das menschlich'.- Auge nur unbequem den ^v, durch welches die Sterne hindurchlenchten und das Wesen der Gottheit erkannt wird. Die Lehre soll dir aber stets vorschwcbcn: Ein Gott ist, er kennt deine Wunde, deinen Schmerz, deinen Gram, deine Sorge, deinen Kummer, deine Leiden, auch sie wechseln, auf sein Geheiß verwandeln sie sich in Wonnen und Freuden, so freue dich!>b3L' und erfülle: v'v' OVZL ''pH '7 '»»5' vmrpcrl Unsere v'p:n nennen zweitens vow w5p ein leicht auszuübendes Gebot, und das ist eS auch wirklich

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.