Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 3 (18.1.1848)
- Date
- 1848-01-18
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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SS »Z. Vorwurf gemacht, als »voll teil sie Thora, Und Thfilla aus dev Schule verdrängen Und dafür destructive Bücher einführen," mit Vergleichung meiner eignen Worte, dis da läuten: „An einer Conferenz. wo man den heiligsten Unterrichtsgegenstand, Thora und Thfilla aus der Schule zu ven drängen, destructive Bücher einzUführen hoffte rc. Und unsre Worte bekräftigend Und Ihnen „Ihre Moral und Religion" ins Gedächtniß rufend, fragen »vir Sie „wahrheitsliebender LehrerKönnen Sie es leugnen, daß auf der Lehrerverfammlung zu W. fast der allgemeine Wunsch eS war (6ont'. Z. v. I. No. 6 1816) die Lehrer aNzuhalken, sich das Bibelwerk von Dr. PH. anzuschaffen, welches beim Unterrichten den wesentlichen Vortheil hat, (hört!) eine wörtliche Übersetzung mit einem e rschöpfenden Commentare zu vereinen, ein Werk, dessen d est r u c t i v e Tendenz von allen, alle» Gutgesinnten schon längst erkannt? Ferner, daß man (Z d. 2- No. 7 1817) wiederum Herrn Dr. PH. veranlassen möge, einen hebräischen Pentateuch herauszugeben, der dann durch Korrektheit (?), schönen Druck und Wohlfeilheit die schlechten Ausgaben verdränge» würde? Können Sie^s in Abrede stellen, daß sogar in Gegenwart des Herrn Oberrabbinen, (6ont'. Z.d. 2- No. 38 1817) als eine der Hauptursachcn wegen der Lauheit gegen die Erlernung der hebr. Sprache angegeben, das strenge und unbedingte Anhalten der Kinder von ihrem zartesten Alter an, zuM Hersagen und Nachplaudern der ihnen von Vater und Mutter rc. rc. vorgesagten Gebete; und Segenssprüche alle Lust und Liebe- Neigung und Geschmack für das spätere Erlernen der heit. Sprache schon vor Besuch der Schule in,dem Kinde ersticke, sogar in Abneigung und Widerwillen gegen' dieselben verwandeln rc., und um diesem Lehrgegenstande eine anziehende Seite für die Kinder abzugewinnen, als Mittel vorgeschlagen wird: Der Schüler soll nicht mehr wie bisher die hebräische Sprache so frühe zu erlernen anfangen, sondern diese soll wie jede andere fremde Sprache auf eine naturgemäße Weise gelehrt werden. 2st nach solchen Ansichten, die gewiß jeder c''v nur mit großem Schmerzgefühl vernimmt, Ansichten, die das hereingebrochene Unheil U'ozwk nur vergrößern, bvs, sind, ist, fragen wir Sie, geehrter Lefer,uusre Behauptung, es hoffteeiN'Theil jener Herrchen, Thora und Thfilla aus der Schule za verdrängen, destructive Bücher einzuführen, eine so verläumderijche Anschuldigung? Und „wahrheitsliebender Lehrer" wissen Sie'S doch wol selbst, daß die Denk- und Handlungsweise einiger Ihrer ColkegeN, mit denen Sie zweifelsohne lange schon Umgaitg gepflogen, die anonym zu lassen, wir für sehr zweckmäßig erachten und auch 2hnen gewiß sehr lieb ist — längst schon nach diesen destruktiven Werken eingerichtet, daß deren unreligiöses Betragen oft Ärgerniß bei Gemeinden und Schülern verursacht, dieweil ihr Amt es erheischt, Geistliche «nd Gemeinde sie beaufsichtigt, Thora und unterrichten ünv — um mit Ihren eignen Wirren zu reden — deren Herz aber leer davon ist. Dies alles klar und aufrichtig erwägend, fragen wir Sie: „2st daS nicht mehr als hinreichend, sich des Ausdruckes bedienen zu dürfen „es hofften diese Leutchen destructive Bücher einzuführen? Also „moralischer Lehrer", über 2hre eigne mit Verläumdung verwebte Recension gerielhen Sie in Harnisch, ergriffe» in diesem Wahne, die höchste Apellalion an das Weltgericht, um Vollstreckung der Erecution. Aber die Vereitlung dieser Hoffnungen verdanken wir nächst dem Herrn Oberrabbiner und unsren noch vielen orthodoxen Lehrern den frommen Gemeinden, deren Beharrlichkeit in unserer Gottesreligion solche Subjekte nicht zu erschüttern vermögen. Und wenn man sich in 2hrer letzten Conferenz (Z. d. 2- No. 36 1817), von der Sie und 2hre Herren College» ein so vortreffliches Prognosticum hatten über die Lauheit so vieler Lehrer beklagte, indem an einer früher» Versammlung (Z. d. 2. No. 28 1846), 14 (obgleich nur 7 hiervon den Schluß abwarteten), an der jetzigen aber, trotz der verbreiteten Circulare nur neun sich betheiligten, so finden Sie, „wahrheitsliebender" Mann hiervon unter andern Gründen, auch den in der Antipathie vieler Gemeinden und Lehrer, gegen einen Theil 2hrerHerren College» und deren An- und Absichten. Und wir betheuern es, wegen Letzterer blieben viele Lehrer zu Hause, versagten viele Gemeinden pekuniäre Unterstützung, und von der freundschaftlichen Aufnahme in K. sind Sietrotz Ihrer unwahren Aeußerung, vielleicht sehr trefflich überzeugt. — Zu dieser, vielleicht für Sie und mehrere Andere etwas zn speciellen Darstellungveranlaßte Ihre entstell-