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Der treue Zionswächter · 1848-01-04 · 1 (4.1.1848) · page 8

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
1 (4.1.1848)
Date
1848-01-04
Page
– (sequence 8)
Language
German
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8 HZ* ziehen. Zum Terte hatte der Redner Jes. 1, 12. gewählt, welche Worte ihrem Zwecke aufs Vollkommenste entsprachen. Einige hiesige junge Männer sangen vor und nach der Rede mehrere passende Psalmen ab, und hierauf bewegte sich der Zug in regelmäßiger Folgereihe zur neuen Synagoge hin. Beim Eintritte in dieselbe wurden wiederum mehrere Psalmen harmonisch vorgetragen, und Vorsänger und Orchester wirkten nach Kräften, die Feier zu verschönern. Die wahre Weihe indeß gab dem Ganzen die in vollem Maaße ansprechende, phantasiereiche Rede des Herrn Oberrabbiners Cttlingcr, welche zum Terte Kön. 1, Kap. 8, V. 27 — 30 gewählt batte. Viele Anschauungen aus dem Reiche der Natur waren blumenreich im Laufe der Rede hineingeflochten, und sinnreiche Bilder aus dem Leben des Menschen verband der Redner in Parabeln^ mit der Anpreisung des Genusses, den uns ein Gotteshaus in so reichem Maaße bietet. Alle Anwesenden, darunter der hiesige Präsident, Bürgermeister und Ratb, wie auch mehrere Geistliche, waren herzlich ergriffen vo'n den eindringlichen Worte» des allverehrten Redners. — Wie in dem übrigen Sprengel des Herrn Oberrabb. Ettlingers, herrscht auch in unsrer Gemeinde der ächte Sinn für alles Altherkömmliche und daß der Gottesdienst nach orthodorem Ritus abgehalten wird, versteht sich von selbst. Möge daher dieses Gotteshaus der Ort sein, wo Jeder in seiner besonder« Lage, Lob, Dank und Bitte zu seinem Schöpfer emporsendet, und möge hinsort Jeder beruhigt und beglückt dasselbe verlassen. D. Anzeiger. Derselbe nimmt jüdisch-religiöse Mittheilungen gegen I '. Sgr. Gebühren für die gespaltene Zeile ans. Die Redaction. ConeurS. Durch Abdankung des Herrn Dr. S. M. Schiller ist die Predigerstclle in unserer Gemeinde vacant. Wir wünschen einen Rabbiner und Prediger in Einer Person anzustcllcn. Die Stelle trägt 200 fl. und 100 fl. für den Religionsunterricht außer den gewöhnlichen Rabbinats-Emolumenten. Wir ersuchen digen wollen wir gerne den Vorzug gönnen. Eperies, den 15. November 18 »7. Leo Holländer, Vertreter. Adalbert Fritsch. Erklärung. Ein jüngstens vorgekommener Fall, veranlaßt uns zu der Erklärung, wie wir selbst von als religiös anerkannten Mitarbeitern, sobald sie für die reformatorischcn jüdischen Organe, wie ..Israelit, -Orient und Z.d. 2." rc . . mit oder ohne Nennung Ihres Namens, ebenfalls schreiben, fernere Arbeiten nicht annelmicn können. Wer zu uns gehören will, muß es ganz und eutschieden; das orthodoxe Jndenthum kann Halbheit nicht dulden, vor seiner beseeligenden Allgewalt muß jede anderweitige Nebenrücksicht durchaus in den Hintergrund treten. D. Red. Briefwechsel. Ul,„. Abermals erhalten; das Jüdische nach Wunsch. — Vorstand zu L- Wie sie sehen. S. A. in W. Erwarte baldigst. 68. S. in B. hat die Annahme verweigert; was jegt? Die Auslagen hänfen sich ohnedies. Dr. H. in H. Verlag' Herol d'sche Buchhandlung in Hamburg.

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