Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 22 (1.6.1847)
- Date
- 1847-06-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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.184 nisarion, die Beförderung der Arbeit, im weitesten Sinne des Wortes^ ist zu einer wahren Lebensfrage der Gegenwart gediehen, hat zumal in jüdischen Kreisen» mannigfache Bewegung hervorgerufeu. Es bedarf wol kaum der Erwähnung, wie das jüdische Neligionsgesetz, wie der Talmud ernst und eindringlich an mehreren Stellen das Culriviren der Arbeit fördert und gebietet, wie er jede auf dieselbe bezügliche Thatigkeit, mag sie sick als Kunst, als Handwerk, als Gewerbe, als Handel, Ausdrücken, seinen Bekennern warm anempfiehlr. Deshalb ist es auch von selbst verständlich, daß von Seiten der Orthodoxie gegen Beförderung der Arbeit im Allgemeinem sich nicht nur das geringste cinwenden ließe, vielmehr selbige nach besten Kräften zu pflegen, als wahre Religionspflicht angesehen werden müsse. Aber gegen den Mißbrauch dieser Arbcilsbeförderung, gegen Unterlegung, gegen Amalgamirung durchaus fremdartiger Znreressen, vor Allem gegen Verwendung dieser Arbeit zu allgemeinen Nivellirungebcstrebungen, zur Aufhebung der besonder» Reltgionsnormen, das war es, wogegen man sich verwahren, was zu bekämpfen, unschädlich zu machen, heilige Gewissenspflicht war. Aber nicht allein in der Abwehr, vorzüglich aber noch im Selbstschaffen Wer kennt nicht die Mühe, die Sorgen so vieler religiös gesinnter Eltern, betreffender Jünglinge selbst, die der Arbeit, dem Kaufmanns-, dem Handwerker-, dem Gewerbe - Stande sich hingeben wollen, denen aber ihr Festhalten an der väterlichen Gottes-Religion als Hinderniß im Wege tritt, weil so häufig Aufgaben dieser, als Preis für die Erlangung jener gefordert wird? Wer weiß nicht, wie viele religiös gesinnte jüdische Jünglinge, durch diese wiederholten Schwierigkeiten abgeschreckt, entweder der Arbeit gänzlich den Rücken wenden, oder 'in einzelnen Fällen sogar der verführenden Stimme des Eigennutzes Gehör gebend, die unheilvolle Gabe für Sündengeld enrgegennehmcn, der Religion den Absagebrief schreibend? Wer endlich empfindet nickt Mitgefühl für die quälende Sorge, so religiös, wie human gesinnter Eltern, die zwischen solcher Alternative in die Mitte gestellt, sich nicht Narhes zu erholen, keines Entschlusses fähig sind? Deshalb verdient es gewiß die dankbarste Anerkennung, daß als erster Schritt zur Lösung dieser Mißstände die Vermittelung dieser Classe von Beschäftigung Suchenden und Gebenden ermöglicht worden ist. Die Redaction dieser Blätter, ist durch den Acr generöser Munificenz eines äckc religiösen Juden und Menschenfreundes in den Stand ge,etzr, dis auf Weiteres, allen zu dieser Kategorie gehörenden Gesuchen und Anerbietungen in demnächst näher zu bestimmender Weise ihrerleits allen nur möglichen Vorschub, die geeignetste Unterstützung und Beihülfe zu leisten. Es läßt sich nickt verkennen die wolmeinende Absicht, der lene Aeußerung der Liberalität ihren Ursprung verdankt, ihr segensreicher Einfluß für Leben und Religion wird nicht auvblelden, möge in reichlichem Maaße Gebrauch von ihr gemacht werden, von Allen, denen eS Ernst ist um Erhaltung, um Gedeihen ihrer angeerbren göttlichen Väter - Religion. Erklärung. Der in No. 47 unter der Rubrik „Zur Ehe-Frage«', von K. erschienene Aufsatz hat Herrn S. L. Schick : Brieswechse l. komme auf persönliches, baldiges Erscheinen zurück. . . Verlag: H e r o l d'sche Buchhandlung in Hamburg. Druck: Gebrüder Bonn in Altona.