Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 19 (12.5.1846)
- Date
- 1846-05-12
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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»W isr HZ» Dasselbe enthält einen A»»fsatz von Or. Geiger, welcher sehr lebhaft für die Anschaffung einer Orgelin der Synagoge spricht: Und der Redakteur fügt in einer Nebendemerkung hinzu, daß er diesem beist»mme> fügt auch Warte des Talmuds aus hinzu , ohne indeß die Seitenzahl anzugeben (Natürlich aus Furcht, ein Laie könnte dorr nachschlagen und beim Hinblick in dort selbst einen Gegen-Beweis daraus schöpfen). Zn diesem Sinne könnte ich noch.'mehrere Belege anführen, doch werden diese gewiß schon hinreicken, mich bei Ihnen - gänzlich zu entschuldigen. WaS Zhre übrigen Anmerkungen, bezüglich des 'ijpO. anbelanqr, hoffe ich, daß wir uns hierüber im demnächst erscheinenden Literakur-Blatte ausführlich unterhalten werden, denn dort scheint mir der wahre Platz, die wahre Sprache für derartigen Gedanken- Austausch zu sein Und somit versichere ich Sie bis dahin meiner aufrichtigsten Freundschaft und Hochachtung. Abraham Wechsler, Rabbiner. ZeitANgsNschrichtcn. Aurfürstrnthum Hessen. Kassel, Mai. Am verflossenen Sabbat har Herr Rabb. Fasset Hieselbst mir Beifall gepredigt, doch läßt sich natürlich über dessen Anstellung noch nichts sagen. Auch von H. Rabb. Lipschütz aus Landsberg, der vor einigen Jahren mit bedeutendem Beifdll hier gepredigt, ist jetzt wieder stark die Rede. So viel steht nunmehr bereits entschieden fest, mag die Wahl nun den einen oder andern der konkurrirenden Herren treffen, jedenfalls werden wir einen jüdisch-religiösen Rabbiner, kein Mitglied beider R.-B. erhalten. an den, zu hoffenden NNV nicht glaube; ja er wollte, daß alle derartigen Gebete abgeschafft würden. Und jetzt soll die Tendenz seines Blattes keine andere sein, als einen Mittelweg zwischen Denen festzustellen, die ien am Alten Merkwürdiger Rückschritt von diesem Hochgelehrt^»»! P r e u ft e n. Breslau. Was ich in meinem Züngsten befürchtete, ist bereits eingetroffen. G. erklärt öffentlich, den ergangenen Ruf ablehnen, und uns zum Trotze hier bleiben zu wollen DaS würde natürlich seinem bisherigen segensreichen Wirken die Krone aussetzen, gegen den ausgesprochenen Willen von SS Theilen der Gemeinde hier bleiben, und uns -um Trotze mit seiner geistlichen Obhur beglücken zU Möllen. Wir müssen natürlich abwarren, wer in diesem sonderbaren Streite zuletzt die Oberhand behalten wird, ein konsequenter Vorstand, unterstützt von fast der ganzen Gemeinde, oder ein durch seinen Wankelmurh mehr als bekannter Rabb., gedrängt und geleitet durch eine Handvoll überspannter Subjekte, der indeß den Status quo für sich hak. Jedenfalls ist aber unzweifelhaft, daß diese und ähnliche Szenen mehr als alles dazu dienen, auch den Verblendeksten die Augen zu öffnen über Zweck und Tendenz der N.-B. und deren Apostel, der modernen Prediger. Aus dem Elsaß. Die wichtige Entscheidung des KaffarionshofeS, wodurch der Eid mors Hu6s!co gänzlich aufgehoben, und der französiiche Zude von jetzt an gerade so zu schwören hat, wie jeder andere Franzose — so zu sagen das letzte Glied im Bereiche der vollständigsten Emanzipation äe gure und äo facto — har die elsäßlscken Juden mir der tiefsten, reinsten Freude erfüllt. Und zwar nicht sowohl, weil das Faktum an und für sich selbst ein in jeder Beziehung höchst wichtiges und erfreuliches — das war von unserer Regierung in einem Lande, wie Frankreich, nicht anders zu erwarten, und war früher oder später eine moralische Nothwendigkeir. Aber daß diese» Gesetz in einem Lande gegeben worden, dessen ganze Bevölkerung fast dem alten Värerglauben treu geblieben, in einem Lande, danicht so glücklich ist, eine glorreiche Rabb-Versammlung oder gar einen noch glorreicheren Reform-Verein zu besitzen, in einem Lande, wo die höchsten Reformen sich um Einführung de- Gesanges beim Gottesdienste bewegen, daist es. was uns mir wahrem Hochgenüsse erfüllt-, «aS aufs Unumstößlichst« beweist, eS bedürfe keineswegs, wie die Neuerer so gerne glauben machen wollen, de» Opferder Religion, um ganz dem Staate, in dem wir leben, anzugehüren, die Regierungen selbst sähen im Festhalten