Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 20 (30.9.1853)
- Date
- 1853-09-30
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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79 erstarket euch und.bringet eine Frucht dieses .Bodens mit. Das ist, m. Th., das Wichtigste des Ganzen. Das Leben in welches ihr einzutreten gedenket, muß durchwühlt und der abgelaufene Tag vom Sonnenschein erleuchtet oder von Regenwolken verschleiert war? ja, wenn der Abend nur in seiner goldenen Gluth bleibt! Und ist das Leben hinabgerollt in die Tiefen der Vergangenheit, was liegt daran, ob eS in sanften Schwingungen hin sich bewegte, oder von Stürmen dahin getrieben jvard, wenn nur das Ziel erreicht ist, das hohe Ziel der Vervollkommnung und Mcnschenbeglückung. — Om. F-, wollet ob da wenn auch nur ein Baum wird fortkommen können, oder nichts ob ihr die Stunden zählt und die Handlungen und die Thaten, die darin geübt und vollbracht werden. Wollet ihr nie vergessen, daß es nicht darauf ankommt, was man gelebt, sondern w re man gelebt, daß oft ein Greis mit dem Winterkranz um die gefurchte Stirne, ein kürzeres Dasein -hinter sich bat, als der Jüngling mit dem goldne» Gelock der Jugend, daß in der ' Thatengeschichte des Mensche» eine einzige Stunde oft mehr Gewicht hat und von größerer Bedeutung ist, als die ganze Zeitdauer siebenzigjährigen Alters. Darum auf zur That, m. F., zur fleißigen Aussaat, zum emsigen Anbau diese- Lebens, und wenn es noch brach vor euch liegt das große, weite Feld, auf, auf! Ziehet tiefe Furchen, pflüget euch ein mit euerem Geiste, umackert und durchwühlt den Boden, pflanzet ein den Baum, daß er^wch bei Zeiten Wurzeln schlage und Aeste treibe und grünende Zweige, unter deren Blatterschmuck ihr Kühlung und Erquickung holet vor Hitze und Gluth und auch Früchttz. ziehet für euch und eure Kinder. Mühet euch fortan, wenn ihr es bis jetzt unterlassen,, gehet schleunig an's Werk, weil die Kraft noch in euch wohnt und der frische LebenSmuth, denn bald könnte es zu spät werden, und die trüben Tage wie ängstigende Schatten hereinbrechcn. von denen der Mensch in der Regel sagt pn»!>'!> ich habe keine Lust an ihnen. — . Das also sind die drei Hauptbedingnngen, die wir zur Erforschung und Auskundschaftung des Lebens benöthigen; zuerst; Menschenkenntuiß, weil der Mensch den bedeutendsten Einfluß auf die Bildung und Entwicklung unseres Charakters auöübt: zu zweit: Beachtung der Hindernisse, die sich so mannigfach im Zeitungsnachrichten. Heffen-Darmstadt. Worms, im September. Die Theilnahme, welche baS Unternehmen der Renovirung hiesiger jüdischer Alterthümer erregt, giebt sich mehr und mehr kund. Von nah und fern beeilen sich die Gemeinden Sammlungen zu veranstalten, um