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Der treue Zionswächter · 1853-07-08 · 14 (8.7.1853) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
9 (1853)
Issue
14 (8.7.1853)
Date
1853-07-08
Page
– (sequence 1)
Language
German
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ÄSE WÄW» WZMLss. D r g «r n zur Nahrung -er Interessen -es orthodoxen Iudenthüms. 9. Ashrgsng. 8. Juli 1853. l Altona. I NM '2 14. Der Kampf des JudenthumS wider feine Gegner in der Gegenwart. Don Dr. Salomon Cohn, Oberrabbiner in Mastricht. So wie es der Lüge eigenthümlich ist, sich um ein Geringes dem Mann an den Hals zu werfen, ja, wie es gar oft zu geschehen pflegt, den Käufern noch Geld in den Beutel zu zahlen; ebenso ist es Eigentümlichkeit der Wahrheit, daß sie sich nicht leichten Kaufes erwerben laßt, sondern durch Kampf und Anstrengung errungen werden will. Darum ist die Wahrheit so selten, die Lüge so oft anzutreffen, darum werden die Träger wundert cs uns. wenn das Judenthum, diese höchste Wahrheit, nur von so unbedeutendem Umfang seinen Kreis hat. wo eS sich zur Verwirklichung bringt? Wird denn die Wahrheit auf den öffentlicheMMärkten feilgeboten? in die einsame Kammer des von aller Welt verlassenen Denkers flüchtet sie sich scheu, und findet selbst da, zwischen den heiligen vier Pfählen, kaum ihren vollendeten Ausdruck. '>:> vwn vNno ist das alte Wort, welches Gott uns als Geleitsbrief in die Welt hat mitgegeben, und woran erkannt werden soll, daß mit uns die Wahrheit ist. Darum ist aber der Kampf gegen die Außenwelt von jeher Beruf und Bestimmung des Judenthums gewesen. Es liegt in der Natur der Sache, Laß seiner Geltendmachung eine Welt von Feinden sich entgegenwerfen muß, weil es, wie das Gewissen in der allen Kundgebungen seines Wirkens, wie der Stern in dunkler Nacht, den Weg zeige. Die irdischen Interessen, das irdische Bedürfen und Begehren soll nicht aus dem Zusammenhang mit Gott, dem Reinen, und Heiligen kommen, damit der ganze Mensch Gott angehöre, damit durch alle Manifestationen seines Daseins der Hauch der Reinheit und Heiligkeit wehe, wir dies von der Schrift in den Worten: -pvv'»w ausgedrückt wird. Was hat aber die Welt mit dem zu schaffen? Was ist ihr Reinheit und Heiligkeit? In heißen, heftigen Wallungen wogt der Strom des Weltlebcns hm, und nicht dem, waS göttlich ist im Menschen» nein, dem Thier in ihm fluthet der schäumende, betäubende Rausch entgegen, das Thier wird genährt, gepflegt, hochgehalten, bevorzugt, bis am Menschen, dem Ebenbild Gottes, zuletzt Alles, auch die blaffe Erinnerung verblichen und geschwunden ist. Judentum und Weltleben find Gegensätze, die sich niemals ausgleichen, so wenig als der Tag mit der Nacht jemals sich ausgleicht, als Genußsucht der Nenzeit konnte diesem widerpartigen Wesen beider, der Lehre und des Lebens, eine Ausgleichung anmnthen. O, wol kennen auch wir eine Versöhnung zwischen Lehre. und Leben, zieht, wenn es sich so gestaltet, daß es als ein jüdisches sich zu erkennen giebt, daß es in dem Charakter des JudenthumS auslritt, daß es, mit einem Worte, die göttliche Offenbarung insichtlich hervorgetreteuen religiösen Thaken (n>ro) wir nur deutlich find! Offenbarungsgesetz ist Alles, was die Weisen Israels als den Jnbalt des JudenthumS ge, aus den Schulen mit heimbrachte, ist's auch nicht; sondern die volle,^concrele religiöse That ist der Inhalt des JudenthumS,

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