Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 11 (21.11.1851)
- Date
- 1851-11-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2625941-2625969-2625980--2460-2626998- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
zur Wahrung -er Interessen des orthodoxen Iudenthums 7. ILtzkgMg. 21. November 1851. > Alty,,a. f 2''in MNV 72 LL. Religiöse Aphorismen. Vom Rabbiner Munk in Krojanke. Leben, Wirken, Zeit sind zwar der gewöhnlichen Auffassung nach drei verschiedenartige Begriffe, lassen sich aber bei genauerer Auffassung derselben, in einen Begriff bringen, so daß das eine Wort ohne das andere nicht denkbar ist. Unter.Leben ist nicht das bloße Dasein in der Welt, das bloße Ein- und Ausathmen der Luft, das bloße Genießen und Empfangen begriffen, ein solches Leben genicßl auch das Thier. Unter Leben wird nur das Thun, Wirken und Arbeiten für Gott oder, für die Welt verstanden, das Wirken in dem dem Menschen von Gott angewiesenen Beruf; Leben. heißt, die Mittel, die einem Jeden geworden, zweck- und pflichtgemäß.zu gebrauchen, nnd. je mehr der Mensch seine äußere und innere Kraft benutzt, je größer und erweiteter er sich seinen Wirkungskreis schafft, je. strenger, er sich mit allem ihm-Verliehenen wirkend her. Welt, und hem.Gotte vielmehr in der Dauer unserer Thätigkeit, m der Ausdehnung unseres heilsamen Wirkens mthalten; wie jener Weise sagt: ivw 'p'!- „Die Zeit ist die Beschästigung mit dem Göttlichen"; und wenn das alte Sprichwort sagt: „Die Zeit ist vergänglich, oder sie hat Flügel", ist unser edles Handlen und Wirken die Sichel, die ihr. die Flügel abschneidet und sie der Ewigkeit anreihet. Zeit ist ,also von dem Begriffe „Leben und Wirken" nicht zu trennen. Mit. Recht bebaupten daher unsere Weisen: c-'w v'vo '«>7p vz „Die Gottlosen sind schön während ihrer Lebenszeit todt", ebenso.der weise König: owi, om-o „Die Verwirklichung der Weisheit im Leben giebt dem Besitzer das wahre Leben". dir. der Vater fm, Himmel, in deinen Verhältnissen stellt. Blühe fröhlich, guf,Md, .entfalte treu deine Keime mit der Sonne deines eifrigen Willens, mit dem Regen deines nimmerrastenden StrebM such.Mpkens, zind, welke auch gerne hin, wenn der Herbst, -deiner. Jahre herannahet, um für ein neues Leben wieder aufzublühen. . Uyd die Religion, die Urkunden sagen es uns aus jedem Blatte> daß iW der Hinblick zum Allvater, alle unsere Handlungen ichestimmey! soll. io" ff'?, wz,? z>:?? ,,Bei allen deine« Wegen, unrßt dn ihn, Gott, nur kennen, er muß deine Pfade ordnen." - -Sehr groß ist der Mensch,, unvergleichlich seine Würde,. wenn er das wird, Mas er vermöge seiner Anlagen und