Mannheim
Compact Memory

Der treue Zionswächter · 1850-06-07 · 23 (7.6.1850) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
23 (7.6.1850)
Date
1850-06-07
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
80% known words query
IRI
…/2625941-2625942-2625965--2378-2626903
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

eher als einen Schwarzkünstler, Zaubrer^ oder Chaldäer. Willst du mir also Lieb' Und GNaderweiftn, — nach densts Dkch trieb, gttav'-hiskher zu reifen; —' so nenne mir' einen Männ in dieser Kunst erführen- — was snnner'mir'Wnn^druE'ÄiMrfa^ren;^'-^'-uM welchen Lahn er mag verlangen; er soll' ihn auch empfangest? i>aß st mir ' Nur mirrheii« ' vbn seines Wissens Glanze- — der Kunst Vortheile mir einpfianze? .GreiS: Nachdem du der Weisheit so viel vernomWn^?.-^ )n.Mid AelteS,Hchatten hierh)ngekochmenum eine L^uyst Zu ergründen, die her deinen Landsleuten nicht ist zu finden so will ich^ deinem Wunsche gewähren — Und ich, dich gründlich lehren -- die rechten Jahren, ^.h«n ^ern - der Häyßeret^— Mafiie. und^hi.xö»nante^ -7-. denn' di«.se. Kunst ist mein Gewerbe, von meinenÄhnest alS Erbe. — Doch der Jüngling in seinem' Herz — hielt dieS für Spoti und Scherz — und möchte seine Äerrachkung — über deS GreiseS Kunst mit. Verachtung. — Er dachte : Den Mann berückt des Weines Glut,. — und er lügt und trügt in Ueberinuth, — er blickt mit Begier auf mein Gur und Blut, ob's glückt, vaster mir einen Possen thut! — und sprach! Deinen Lohst, den findest du dort! — «te^ Psalm" und?OPfer'H/'genehm^ ^'dein Wort! — du hast zugesprochest eknem vetzagt'enHetzenI — gebrochen und benagt von Schmerzen; — doch mag ich dir keine Last aufiegen, — und daß du Plag' hast meinetwegen; — denn die Beschmörüngekünst — ist eine be,chwerliche Kunst. — Drum such ich einest Züngting von meinem Schlag, —- der mich sie lehren mag, — feine Zweifel dir vvrrrage, — um's Ungekannre dich zuvor frage — und du unterstütze ihn mit deinem Vorschläge. —' Der Greis jedoch erschaute, — daß der Jüngling nicht vertraute — seiner Wissenschaft — und nicht sehr baute — auf seines WiffeuS Kraft : — und. sich selber schwor er, — daß-er-sein Kabinet nicht betrete vorher, — sein Beltbrerr verschmäht«,: bevor er --- den Züng» ling von Grund aus bekehrt, —ihm von seiner Kund» auS einen Streich bescheerr,—von seinem Mund aus eineS Bessern belehrt. — Er begann also mit Schlauheit, -— nud sprach also: Dchau heut — bleib bei mir über Nacht, — und morgen bin ich auf einest Kundigen bedacht, — der dich nach Wunsch nnterrichtee, — ich bleib dir zu Dank verpflichtet. —< - -Dirr Äetttsprach>^deS WnglingK'Nrigu^g> ek! sprach-' -istit einer VMeutzUngrst r W - A8eS j Dh Allwetsest-:Ä-denrMlpr«isenlgedührtZ^-7charB,/daß er geführt gerade auf diese- Weise! ^^chntMMd« Pfade-uM: Greise,.^-idurchvftiue;Gvade: meine Reis«! 7 : Noch; eiM laiigeWeiiL bliMn M ^die der! Greis bedacht!: ausiTrug-- verlangt:Wein gehkachr im KrugPireitPkMÜ^chMMchHrrAegcstftn^^üdeO ZöchrrgenvOstj? 9-7-sprechend: MWMdMergiß dernktl Kummer-:^ bieS vrrfüK.deiuest Schlummer ^!-k^ ,:Der MMltngskrau^uMdWin!GedaMWard>Wtvstn^^--, seinMangÄnach! d«r:LagerbaM --kntz^da^fie auS einander gingen, — stellt der Greis vor: ihm Schlingen,----woreiN7sein«Züßefich:fingen; ^,nd indem/: er's ^.versucht; za?«ntspriygen,s^--^MtzeM '»M stolpert dfr, Fuß um di« Wettt, -7-7 ^da -siegt 9 er. in kiMS^ArahyrS!/Bette!^--x-!>-i > Doch? war's^ein wasserfreier Mchacht, , urzd nachdem er sichj.vvm Bpyen-Mfgemachn h?n verübten Lug und Spuck. verzagt, beklagt- -^- forktapvend die ganze Nacht 77-» im. Dunkel stch: geplagt,sich manchen Stoß und Riß beigebracht; fplumt ex-aw-die THürdrsiGangS, als. es: ragr./und bang um des DrangsalS ^ssauge l : Mder >ev? inS i»Freiei den rAusgang- 77^ Es war ein Garren von Bäumen und Sträuchen,. 7— von Palmen und Halmen. an-Klürh«n und Früchten reichen, vonSskömeniund Reichen benetzt, 77--woran sich der Mann ergötzt; -»- und - von der Schönheit enrzückr^^ pon^ den gepflückten -Früchten: erquickt,? ig, Anschauen der-Procht-versunken>Wl^m.Ge»ufip trunken. — vergißt -er ftin« Ärmliche Lag«,-Td^untz-erbärmliche Plage. — So wandert er bis an des Gartens Rand, — wo « sich am Strand befand; da stand vor seinem Blicke, — eine -sWn? gebauteE«ückE" und drauf zwei Brückenköpfe' bemalt, -7von-kunstvoller Gestalt. — Staunend stand er, und beschaute — sinnend die steisterne Baute. Änd er dachte: Ueber die Dtücks geht mein Zug —- mit des Adlers reißendem Flüg, -— vielleicht finde ich jenseits einen Orr, -^- genehm undbequem zum Nuhepork^ — Er schreitet also? mirsraschem Passt -^- die Vrückensiraßedie nach deiner großen Stadt ihn führt, von aller Prachd geziert, — voü Plätzen und Straßen, — zum Ergötzerrüder' die Maßen, darin Gewerbsleut' all« SorteU. — vekcherlt aller Orten. Und an einem Markt hielt er an, — wo

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.