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Der treue Zionswächter · 1850-05-10 · 19 (10.5.1850) · page 8

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
19 (10.5.1850)
Date
1850-05-10
Page
– (sequence 8)
Language
German
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152 lockte ob seineteuflischen Gewerbes. Der Schächter in seiner frommen Einfalt kam nach Hauses reinigte sein Schlachtmesser wie gewöhnlich. - Die entmenschte Dirne erhob ein Angstgefchrei : rettet! rettet! DaS Volk strömte, der Fleischer an der Spitze, sie drangen in das Haus, den Grund dieses Zetergeschreies zu erforschen. DeS Teufelsgehilfin gab an des Schächters Vorhaben. Was blieb dem Haufen übrig? Das schuldlose Opfer in Gewahrsam zu nehmen. Der dorr tige Pfarrer, em Mann von menschlichem Gefühl, überzeugt von der fanatischen Verleumdung, hielt der Verruchten eine Mahnung, daß sie sa nicht durch Lüge einen tugendhaften Menschen ins Verderben stürzen sollte. Sie beharrre hartnäckig auf ihre Aussage. Die FriedenSwache ward gerufen. Durch den Stock wollt« man die Dahn zur heiligen Wahrheit finden. Das Ereigniß war zu wichtig, um eS in die Zeit hinaus zu schieben; die Ehre eines Volkes mit der mittelalterlichen Schwärze des Aberglaubens zu besudeln; man strebte den Frommen in Freiheit zu sehen. Dieses alleriech ein heroisches Mittel anzuwendeu. Und dieses Mittel — wirkte! Bei jedem Streiche wurde sie befragt, sie beharrre immer auf ihre Aussage. Der sechste Streich verscheuchte ihr die Lust ihrer Teufelsheirath — und sie gestand die Verführung des Dösewichts, wie er sie verlockte ins Netz der Verderbniß. Zugleich ward der fromme Schächter in Freiheit gesetzt. DeS Satansbraut, Fleischer und Dirne zum Festungsr bau verdammt. Zur Zeit der ungarischen Wirren geschehen, wie viele schuldlosen Opfer hakten bluten müssen! In der heiligen Macht des Königs erkenne die Güte des Höchsten, betet für das Wohl der väterlichen Regierung. Merke dir! Zn kurzer Zeit hat die Menschheit drei Mißgeburten gezeigt; in Damaskus, in Deutschland und in Ungarn. Anzeiger. Derselbe nimmt jüdisch-religiöse Mittheilungen gegen Ngr. Gebühren für die gespaltene Zeile auf. Die Red. Bei dem gegenwärtigen Mangel an zeitgemäßen Instituten zur Ausbildung in den weit verzweigten jüdisch-cheologrschen Fächern und Ln BMcksichtrHlig verschiedener, dieserhalb an mich ergangener/Ansragm, hcche .ich mich, ungeachtet meiner überhäuften Amts- und Berufsgeschäste, aus reinem Jsitdresse für die gute Sache entschlossen, vom 1. August dieses Jahres an, einen Kursus von Unterrichtsstunden zur gründlichen Erlernung der hebräischen und chaldäischen Sprache, zur klären Auffassung und zum richtigen Verständnisse der heiligen Schrift, so wie zur wissenschaftlichen Ertäuternng der rabbinisch-theologischeü und, religions-philosophischen Werke für Knabechdie bereits das zwölfte Lebensjahr zurückgelegt haben, näch einem' bestimmten Lektionspläne zu eröffnen. - Dieselben können'zugleich das Hiesige,, eines ausgezeichneten Rufes sich erfreuende Rektorat besuchen, wo sie Gelegenheit finden, sich in den mathematischen Hauptwiffenschasten und neuern Sprachen ganz zu vervöllkomrnnett' und in den alten Sprachen solche Kenntnisse zu erwerben, die zum Eintritte wenigstens irr die Sekunda eines Gymnasiums befähigen. - Die Zöglinge, welche nur für Logis. ynd Kost, die sie in meiner Behausung und im Kreise meiner Familie genießen, einen noch näher festzusetzenden mäßigen Betrag zu entrichten haben, empfangen den erstgenannten Unterricht selbst gratis, und wollen die hieraus restektwenden ElternMix ihre Wünsche gefälligst bis zum 1. Juli in ftankirten Briefen mittheilen. , Erefeld, HÄ iM^ . Der Konsiüorial-Oberrabbmer BWenWürse.' . B r L e f w e ch s e l. Sejo in B. So gut auch der Wille, so ist es in der That unmöglich,' auf diesen ihren Vorschlag einzugeheNf Verlag: Lehmkuhl'sche Buchhandlung in Altona- Druck: Gebrüder Bonn in Altona.

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