Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XV (1914)
- Issue
- Heft 9 (5.3.1914)
- Date
- 1914-03-05
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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.ד* Bette 6. ^ILdrsche BolkSstimmc/ Nr. 9. europäischen Muster anläßlich des geplanten und zum Teil in Angriff genommenen Neubaues auznstreben, und fo sehr wünschenswert es ist, daß diese Reorganisation auch durchgesührt und dauernd erhalten werde, so kann die Verwaltung des Allgemeinen Jüdischen!.Krankenhauses — ״Schaare Zedek" in Jerusalem, Sitz zu Frankfurt a. M. es doch nicht mit Stillschweigen übergehen, wenn das ״Bikur-Cholim Hospital" zu Jerusalem sich durch seine .Geschäftsstelle in einem Exposä an Oessentlichkeit wendet, in welchem des ״Schaare- Zedek Hospitals" mit keinem Worte Erwähnung geschieht. Das Exposä weist auf die Notwendigkeit eines europäischen organisirlen jüdischen Hospitals in Jerusalem hin, als ob nicht bereits seit langem eine solche Institution bestünde. — In Wirklichkeit besteht außer dem ebenfalls europäisch geleiteten ״Rotschild Hospitals" welches aber nur innerhalb der StistungSgrenzen arbeiten kann, seit Jahrzehnten das ,Große allgemeine jüdische Krankenhaus ״Schaare Zedek" minder Leitung in Frankfurt a. M. Das Schare Zedek-Hospital ist von der Stunde seiner Gründung an, ohne äußeren Zwang, rein europäisch verwaltet. Das Schare Zedek-Hospital verfügt über die modernsten, hygienischen Einrichtungen. Das Schare Zedck-Hospital ist das einzige, welches in der Lage ist, in seinen Jsolier-Pavillons ansteckende Kranke getrennt von den übrigen zu behandeln. DaS Schaare Zedek- Hospital kennt keinen^Unterschied der Gemeinde- Zugehörigkeit der Religion-politischen Richtung. Das Schaare Zedek-Hospital nimmt ohne jedes Entgelt unbemittelte Kranke auf und verfügt über europäisch geschulte Aerzte und Operateure. DaS Schaare Zedek Hospital ist das einzige, welches seit Jahren, vermöge seiner Einrichtungen Genickstarre und andere Epidemien, unendlich ersolgreich wirken zu können. DaS Schaare Zedek- Hospital verfügt über Anerkennungsschreiben aus allen Kreisen der jüdischen Diaspora und aus außerjüdischen Kreisen sowie^höher und höchster Herrschaften. Das Schaare Zedek-Hospital, wenn mit reichlicheren Mitteln auSgestattet, würde bereits heute, vermöge seiner Einrichtungen, in der Lage sein, einer noch größeren Anzahl Kranker Hülse zu leisten. Die Verwaltung des ״Schaare Zedek-HospitalL" wünscht durch diese Kundgebung in keiner Weise die Interessen der ״Bikur-Chvlim Hospitals״ zu beeinflussen; sie ist es ihrer eigenen Sache schuldig, daß das spendende Publikum über die tatsächlichen Verhältnisse in Jerusalem in Bezug auf Hospitalgelegeuheiten in Klaren sei und wünscht Verwechslungen zu vermeiden, die wahrlich nicht im Interesse der Anstalten liegen, da bei, den Massen-Elend in Jerusalem beide Spitaler reichlich Feld zur Betätigung finden. auch der inner-österreichische und, falls ich nicht Prag über die ״S" kolportiert wird, wiedergebeirre, desgleichen der mähr.-schlesische D.-T. eigene den. Wenn ich von so bösem Willen erfüllt wäre, Kulturkoininissioncn eingesetzt. Die angenommewie auch das D.-K. annimmt. Denn cs hat mir ncn Thesen decken sich im Wesen milden in Prag nach einem Verfahren, dessen dunkle Gänze ich von Tr. Hugo Bergmann vorgeschlagenen. Tr. ׳ nicht kenne, in dessen Verlauf ich jedenfalls nicht Berginann ist auch jetzt der spiritus rektor bei einvernommen wurde, seine^Mißbilligung mitder Tätigkeit des Kulturrates, ja der Kulturräte׳,! tels rekommandierten Schreibens ausgedrückt denn er ist als säst einziger für diese Fragen in J und erklärt, es halte!nein Verhalten in dieser Ocsterrveich von einiger Maßgcblichkeit. — Von Angelegenheit mit der Ausfassung eines Zio- Jüdische Volksbank für Mähren und Schlesien, R. G. m. b. H Krapfengasse 19 BlÜNN, Krapsengasse 19 PersonalkreÄite Wechseleskompt Verkaus-onLosen Spar- «nd Kontokorrenteinlagen zz gegen bestmöglichste Verzinsung DM- Heimsparbüchsen ״V werden den Einlegern kostenlos überlassen. Prager Brief. Tebr geehrter Herr Redakteur! geringer Bedeutsamkeit scheint mir, um von der Arbeit der K.-K. zu berichten, die Einführung eines siebcnstündigen Vortrags'-^rikliis in den Bürgervereinen, der scminarartig einen Abriß :׳.iL-oesondcrs der zion. Geschichte vermitteln soll. Tic Sache ist gewiß gut gemeint׳, erfüllt aber — man kann dies schon beurteilen, weit die Durchjührung in den Vereinen bereits begonnen hat oder vorgeschritten ist — den angcstrebtcn Zweck nicht. Das Publikum ist auch bei diesen Seminareu sluktiuierend und damit ist der Erfolg schon illusorisch.— Tcm Problem der nationalen Erzichung unserer Jugend, mit dessen Lösung die Regeneration des jüd. Volkes zur Tat wurde, wird seitens der .K.-K. wärmste Aufmerksamkeit geliehen. Für den 15. Februar berief sie einen Elternabend ein, der eine ernste Aussprache über jenes Thema zeitigte. Nach der gleichen Richtung zielen die Bestrebungen, die jüngst in der Aktivierung von unentgeltlichen Kursen für Mittelschnlcr ihren Ansdruck fanden. Deren Gegenstand bilden jüd. Geschichte und Hebräisch. Lassen Sie mich diesmal, geehrter Herr Redakteur, auch ein sportliches Ereignis vcrmerken. Zwar bin ich weder Fußballenthusiast, noch bin ich der Ansicht, daß etwa eine sportliche Nezcnsion in diese Briefe gehöre. Aber die Besondcrheit entschuldige ein paar Worte. Ich meine das Wettspiel der Wiener ״Hakoah", das sie am 22. Februar gegen den hiesigen Deutschen Fußballklub ausgetragcn hat. Das Match endete 2:2, in Resultat, das in Prag als sensationeller Er folg der Hakoahncr empfunden wurde. Diese sind sehr stramme, sympathische Burschen. Recht interessant war die Haltung des Publikums. Da war eine große Zahl von Jüdischnationalen, die jeden guten Stoß der Hakoahncr mit kräftig!!! Hedad begrüßte und ihnen am Schlüsse eine Herzlichc Ovation bereitete. Die Anhänger des D. F. E., die mit Sicherheit darauf gerechnet hatten, der D. F. C. werde dem zweitklassigen jüd Mlnb eine mächtige Abfuhr erteilen, machten etwas enttäuschte Gesichter. — Am Abend vcransraltete die ״Leie- und Nedehalle jüd. Hochschüler" einen Empfang, bei dem es den Gästen sichtlich wohlgefiel. '.'Im kommenden Sonntag gibt es bei uns einen großen Rnininel, benannt süd. Volksfest ״Frühling in Palästina". Ten Vorbereitungen zu dieser Veranstaltung kann man Großzügigkeit nicht absprechen. Ein Damenkomite, bestehend ans mehr als hundert Mitgliedern, wird ans alle erdenkliche Weise versuchen, der Menschheit die Vnenzerlcin zu entlocken. Nun, der Reingewinn fällt dem hebräischen Schulwerk zu׳, da kann man sich schon etwas gefallen lassen. Auch der Berichterstatter gedenkt in edlem Opfermut das gesandte Zeilenhonorar, das er für diesen Brief erhält, daranzuwenden. Sie wissen allerdings, daß ich mir damit nur ein Glas Bier, vier Zigaretten, eine kleine Portion Eis und ein Los, mit dem ich gern die vom Oestcrr. Loyd gewidniete Fahrkarte Triest—Jaffa und retour gewinnen möchte, erwerben kann. Und Wenns sehr gut gebt, noch zwei Zigaretten. Die^.Oelbsiwehr" ist seit 12. Februar 1!>1-l ״wegen Schwierigkeiten hauptsächlich technischer 'Natur" nicht erschienen׳. sie wird aber, wie der Verlag mitteilt, voin 5. März ab in reicherer Ausstattung wieder regelmäßig erscheinen. Wenn ich in der Tat von so bösem Willen erfüllt wäre, wie die ״Selbstwehr" seinerzeit erklärt bat, würde ich die und jene Glosse, die jetzt in nisten für unvereinbar. Daß ich so ketzerisch bin, und mich trotz allein für einen guten Zionisten!alte! Grz. Notiz. Ich litt seit in:kr als 20 Jahren an Fuhgeschwüren und Krampfadern und fällte mein linkes Bein abgcnommcn tvcrdcn. Herr Tr. Julius Ttix in Brünn, Herrrngasse 7 befreite mich van diesem Leiden und bin ich trotz meiner 0 Jahre gesund. Hicfür danke ich ihm und empfehle ihn vom ganzen Herzen allen Leidenden. Josef Tania, Bildhauer, Brünn, Bürgcrgasse 23. 1914 Wochenkalender 5674. | אדר März | Festtage הפטרה M ו 3 D ז 4 * ח 5 ז׳ אדר S 6 כה אסר ה' S 7 שהת זבוד. תצוה אבאות IIS M יא 8 D י• 9 M ו• 10 D י¬ 11 תענית אסתר — Fasten Esther >1* - ' 12 שזק־ל.Fur,m - פורים Eisenwerke A. NovakL Comp, Königsfeld 6ei Münn- Handu. Formmaschincn-Gießerei, Maschinenwerkstättc, Modell-Tischlerei und Schlosserei, Schleiferei, Vernickelungswerkstätte liefern: Tancrbraudöfc» ״Tristan", Gaskocher Patent ״Wobbe" (30״/״ ökonomischer als Ladenware), Rotationspumpen ״Etna" für Wasser und dicke Flüssigkeiten jeder Art und Tcinperatur für Hand-, Transmissions- und ' Motorantrieb, Äcssclspciscpumpen ״Vulkan", Abdampfentöler Patent ״Deutsch", Ventilatoren für Hand-, Transmissions- und Motorantrieb, transportable. elektr. Ttausaugcr und stationäre Anlagen, Bügeleisen, Ofenarmaturen, aller Art, geschlisfen oder vernickelt. Jnstallatiousguß, roh u. approtiert, wie Spülkasten, Universalsyphons usw. Für Brünn Alleinverkauf zu vergeben! Hühneraugenoperateur Friseur und Raseur Leop. Rohacek, Brünn Minoritengasse 16 Ecke Adlergasse. T ic zion. .'üuluiriowmission für Böhmen lulKiu't. in einer Weiie, die man bei Berücksichlignng des Ilmstandes, daß immerhin Neuland bebanl wird, als lresslich anseben muß. Die Inuiuilion der .gnilnrtommission ist Jbnen ja nicht nnbelannl. Sie erinnern sich, daß sie vom Tijlrittslag der böbm. Zionisten im November vorigen Ja!,res ins Leben gerufen wurde, liebrigens bar die Einrichtung inzwischen Schule gemacht, oder richtiger,!»an ist zur Erkenntnis gelangt, daß die verschiedenen Disrriktskomites nnverantwortlich wenig geleistet haben. So hat also linker hebräischer Setzer der auch deutsch setzen kann F findet dauernde gut Kondition dotierte BUCHDRUCKEREI KRAL —= BRÜNN,- Adlergasse 24. Hiedurch beehren wir uns anzuzeigen, dass wir unser Geschäftslokal in Brünn von der Ferdinandsgasse 31 nach der Ferdinansgasse 37. (Ecke eahnhofpiatz) verlegt haben und machen auf die in unserem neuen Lokale ein grosser Auswahl ausgestellten.: Singer Nähmaschinen Höfl. aufmerksam! r ג ♦1 c