Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XV (1914)
- Issue
- Heft 4 (22.1.1914)
- Date
- 1914-01-22
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4. fjuba Halevh, eines Iben Gabirill, eines Tschepnichovsky und der übrigen modernen jüd. Dichter ein Buch mit 7 Siegeln sind. Ohne Kenntnis des Hebräischen gibt es keine Begeisterung für unsere Geistesheroen. Von dieser Anschauung geleitet^ haben, wie eingangs erwähnt, einige bewußte Juden in Brünn hebräische Sprachkurse ins Leden gerufen und haben um jedermann die Möglichkeit zu geben, das Hebräische als lebende Sprache zu erlernen, unter Leitung des hebräischen Sprachlehrers Süßkind, einen hebräischen Airkel gegründet. Es finden allwöchentlich Zusammenkünfte statt, um nur in hebräischer Sprache jüdisch-politische und literarische Fragen Nt erörtern. Welches Judenherz muß nicht höher schlagen, wenn er circa 30 Juden, alt und jung, belsamtnciisteht, die in der lebendigen hebräischen Sprache wichtige Fragen erörtern. Wir wünschen unseren Freunden besten Erfolg und hoffen, daß es nicht allzu lange dauern wird, wo die Zahl der sich für das Hebräische Interessierenden eine stattlichere sein wird. Piccavcr-Abend. Der vom jüd. Techniker- Unterstützungsvereine veranstaltete Piccaverabend nahm einen schönen Verlaus. Der große Festsaal des Deutschen Hauses war auf das letzte Plätzchen gefüllt. Der Reinertrag erreichte die Höhe von über 2000 Kronen. Peobköckensaitinilung des Vereines ״Machsike Hüdaß", Ädlergasse! Eingelnufeiie Spenden: Herr Heinrich Berger einen Rock, ein Gilet tmd zwei Paar Schuhe. Weitere Spenden werden V0N der Vereinsleitung entgegengenonuuen und ihrer Bestimmung zugeführt. Voranzei ge! Es wird der jüdischen Bevötkernng Brünns und Umgebung zur Kenntnis gebracht, daß ab 3. Februar d. I., Josefsnasse Nr. 6, unter Aufsicht der ״Machsike Hadaß" eine streng koschere Fleischbank eröffnet wirb. Hebräischer Sprachklnb. Der allwöchentliche stattfindendc hebr. Diskussionsabend findet von jetzt ab jede Woche Mittwoch, abends 8 Uhr, im Sitzungssaale der israel. Kultusgemeinde, Theresieuglncis Nr. 11, statt. Gäste willkommen. Jidrrefponctc5<׳ n. Ung.-Ostra. Auf Antrag des Herrn Oberkautor Martin-. Eibeuschütz, versammelte sich die hiesige Jugend und beschloß eineil Geselligkeits-Vercin, unter den Namen ״Hatikwoh Ehadoschoh" zu gründen. Gewählt wurden die Herren: Georg Hahn, Präses, Ernst Adler, Vize- Präses, Martin Eibenschütz. Kassier, Leo Klein, Revisor und A. Fränkel, Schriftführer. — Wir wünschen der hies. Jugend viel Glück zu ihrem neuen Unternehnlen. Stanislau, 1!>. Jänner. Gestern abends vernnstaltete das hies. vorbereitende Koinite eine große Volksversaminlung zur Propagierung der Agudas Jisroel. Als Hauptredner sind die bekannten Führer der galizischen Agudah. die Herren Isaak Thumim-Przemischl, Tr. Meier- Munk-Lemberg und Moses Schmelkes-Krakau erschienen. Berlin, II. Jänner. In der Wohnung des Mitlinterzeichneten Dr. Geiger hatten sich zusanimengefunden die Mitglieder der Jury der Mendelssohn-Toleranz-Stiftung. 1. Herr Geheimer Regierungsrat Professor Dr. Hermann Eohen. -- Herr Geheimer Justizrat Dr. Eugen Fuchs. .'׳. Herr Geheimer Regierungsrat Professor Tr. Ludwig Geige. Tie eingegangenen 27 Arbeiten. T.""׳'geschlossen wurde eine, die zu spät eiligeliefert worden war — wurden durchgesprochen ״nd die hierüber von den Eensoren erteilten llrteile gegen einander abgewogen. Man einigte sich darin, daß als preiswürdig nur solche 'Arbeiten in t^rage koiniiien könnten, die die progranimatischeu Bestininiuiigen erfüllten, und daß deshalb selbst diejenigen Arbeiten, die inhalllich höher ständen, dann nicht in Frage kommen könnten, wenn die Bedingungen des Wettbewerbes nicht erfüllt wären. Aus diesem Grunde muß die Arbeit mit deiii .Nennwort ״Toleranz sollte eigent-!ich usw.". ebenso die mit den Kennworten ..Genr hätt' ich fortgeschrieben" und Haben wir nicht ״Jüdische Bilksstimme" alle einen Vater" ausgeschieden werden.. Als die Preiswürdigsten blieben in Folge dessen nur noch übrig die Arbeiten ״Sokrates" und Humanität ist der Zweck". Die elftere erschien »nt Rücksicht auf die Geschlossenheit des Aufbaues der Jury als die Preiswürdigste. Es wurde daher beschlossen, ihr den ersten, der Arbeit: ״Humanität" den zweiten Preis zu erteilen. Die lsnterzeichneten waren darüber einig, daß eine Revision der programmatischen Bestimmungen empfehlenswert sei. 1. Nach der Richtung hin, daß mehr Preise oder Anerkennungsurteile ausgeteilt werden können. 2. Daß die Autoren bezüglich des Inhaltes nicht so eingeschränkt seien. Die Eonverte wurden geöffnet und in den Kennwortumschlügen als Verfasser der Arbeit ״Lokrates" erinittelt: Dr. Alfred Wolfs, Berlin, N. W. Mealnchthonstr. 10. Als Verfasser der Arbeit ״Humanität": Professor Dr. Horowitz. Charlottenbürg, Troysenstr. 1. Gezeichnet Eohen, Fuchs, Geiger. Galatz (Rumäniens, 18. Jänner. Dank den Bemühungen und der hervorragenden Anteilnähme des Herrn M. L. Rosinberg ist bei uns eine Ortsgruppe der ״Agudaß Jisroel" gegründet worden. Die Ortsgruppe gewann bereits eine beträchtliche Anzahl von Mitgliedern und die Propaganda wird eifrig fortgesetzt. Zum Prager Brief. Unser ״Grz."-Berichterstatter hat an den Verlag der ״Selbsttvehr" folgendes Schreiben gerichtet: ,.In Numiner 2 der ״Welt" erschien eine vom Verlag der ״Selbstlvehr" gefertigte Erklärung. in der es heißt, daß die in einem ,gegnerischen jüdischen Blatte — gemeint ist die Jüdische Volksstime" - - enthaltene Meldung bezüglich deS Nichterscheinens der ״S." böswillig erfunden sei. Ich beehre!nich nun mitzuteilen, daß ich als 'Prager Berichterstatter den ״I.' V." für diese Nachricht verantwortlich bin. Ich lege Wert darauf. Ihnen folgendes zur Kenntnis zu bringen: Der Prager Brief ist kurz nach meiner Abreise von Prag anläßlich der Universitätsferien geschrieben worden und von hier aus an die ״I. V." abgegangen. Schon in Prag hatte man vielfach davon gesprochen , daß die ״Selbstwehk" wegen des fortgesetzten Tefizites — ich verweise auf den Distriktstag —׳ ihr Erscheinen einstellen werde. In Aussig hat man mir dies als feststehende Tatsache dargestellt. Z. B. hat auch, der Obmann des hies. Volksvereines, dies mir und anderen gegenüber erwähnt, in Worten, denen man entnehinen mußte, daß das Fallenlassen der ,.Selbstwehr" etwas endgültig Beschlossenes sei. Das bezügliche Gespräch fand am 21. Dezember 1018 statt. Ich hatte also nach allem keinen 'Anlaß, an der Richtigkeit dieser Nachrichten zu zweifeln, umsomehr, als dem Parteitag ein Antrag auf Fusionierung der beiden Zeitungen — der ״S." und der ״Jüdischen Zeitung" — vorlag. Wenigstens hatte das Zentralkomitee es für notwendig erachtet. Mit Nachdruck jedoch verwahre ich mich gegen die Unterstellung, als hätte ich -- wie man aus Ihrer Erklärung in der ״Welt" schließen könnte — aus den! unregelmäßigen Erscheinen des Blattes während des Setzerstreiks böswillig zur Irreführung des Publikums Kapital geschlagen, schrieb ich doch nicht, die ״S." habe ihr Erscheineu eingestellt, wie in der ״Welt" dargestellt ist. sondern sie werde vom 1. Jänner an nicht mehr erscheinen. Das ist etwas ganz anderes. Sie können nunmehr ermessen, ob es sich mir eine böswillige Erfindung oder um einen Irrtum handelt, der zu dem im Wesentlichen außerhalb meiner Person gelegen ist. Ich ersuche höflichsr. mir mitzuteilen. ob Sie geneigt sind, in geeigneter Weise in der ״Welt" oder ״S." zur Kenntnis zu bringen, daß nun mehr nach Aufklärung von Seite des Berichterstatters der ״I. V." jene Nachricht sich nicht als böswillig erfunden, sondern lediglich als irrtümlich erweise." Der Verlag hat ini Schreiben vom 13. Jänirer geantwortet, daß er die gewünschte Erklärnng nicht geben werde. Seite 5. Wir bitten um sofortige Bezahlung Abonnements-Betrages BRÜNN, Kandiergasse Nr. 8. Reparaturen piomt und billig. OSKAR EGER Uhrmacher /Ille Arten Uh liefert ir׳ . MM BU- Viel Geld rspart jede Hausfrau, die fitr ihren häuslichen Gebrauch Strümpfe, Socken und Kinder-Strümpfe, welche sich wieder anstricken lassen, ln de/ Ersten Prager WiMW UwM 1 (Elte MIM versorgt woselbst aus echtfärbige Wolle, Baumwolle und Flor (1־ ildeko) gearbeitet.wird. — Ferner werden Stickereien von der einfachsten bis zur feinsten Gattung verfertigt — Sämtliche in dieses Fach einschlägigen Bestellungen werden schnell ausgefuhrt. Ein Varsuch genllgt um sich von meinen guten und dauerhaften Waran zu Ubar zeugen. Eigene Erzeugung. Fabrikspralsc. Achtung! Behufs Anlegung jüdischer Bibliotheken empsehlen wir: Nuhidu :׳u'iitii. Tu» jüdische Weit׳ K •l.'.m Nobel Ir.: Sind die Mebete für :jiou eine tttottt'c-!üjteruu!;? K . m Nobel >\.: iiit'rtiiun ere!;etisch-bo1uilet1scher »01» - iiK'1'.iin׳ zu den Psuliiie» li •'1"'■ ׳ '.;'mulH'ifl cfti. X.: LIizzeu und 1iT,;nt1lu:1tK» K י-י.’-־ > V!o: du:!. Xr. :Wui: '1'iU'atiL'rc l\ l.'1״ 2׳:d1 uumiltiii'u 11 ■1.711 •iHtäv unter der dritten :'iepubür K l.־•"' Ter ,■;iouiomii» 11 * '00111 Mu'mt;11 VI111» 111 tu» li 1 t.'״• inUimun!; K lii.-׳׳ T.. >i0iu A ־!.־"> Xu׳ iori'ciiliuiu'llcn Üüi.icu der Mulla! liiuiMnic't A I 1 1.־.'uu'um1 ,׳!:it .;ob!reichen .',liiiiirutioiien A •'1י•'.׳ ,1 mir.:ul׳,״ Tchrineii. in׳'׳«׳!! A ׳'..’-׳o!;.b. A I■•׳ ' X»-:■ ,»!denium 1111 IN. und -0. ־.»iiriiun hat l< ■־<"' Xrobiieiiübluchl A •’׳■ ilt'OHoiiiiJa' ,vr»n;oseu ׳, '׳.s 1 i'H-fiimvioinohii’ א " - X» uruuiiieit der- ,»ilirbuuiieris A ■׳־. Vu'iiii; VI.: Bll»».; des ,iioiiiC’iiuiv• A -״' Xie öochiiuvler. Sifiauiyict ,11 t VImb 11 d.-• 1 :>!>vüiou des .!,onisiuus A ■'•יי Vibmb 1,,el. Xruui» 1' 1•'■יי iini'uT z,1iot׳. Nioderues >11de1:iu»l 1' "י,‘•׳ C!'f.-.'!׳lK1:׳u TUder ms dem indischen ,e» miiieiilebe» A •',י• Ci'penliriiner ,yrnii.j. Tn otu1u;s,;e1!oise11׳chmt l\ ‘•>..11 Xie chedriiluiut orr so.;, «׳teiiosseuschort A "*י ('>. 111'iiaiHlia'lliitu׳ v>uiiedi 1111;; uon »ndeii 111 'Pi!!ss1׳i11,׳ b ■ *1 ’ Cv,;1׳ofo: VNeier tr; -70101>ich h י1,"•׳ Xer iiurke Xiim'ou 11. VI. I\ :*.1M> C jt und V'.u ii. I. z,,l1r>,nu,r b' N>.״‘> •J.?״ilunuiu; l< 10■'׳" Poliüi 1 n,1. .!e'ts'briil, 1>i'.mn!t I'■״*• *• ,;111)11111)1־!(!!*•>- te >- Pere; z. T.: >rt,;titiiuiuu!1 11 nd Tl1.;;e11 l\!•1,,י V-olisiiiiuiiche >>׳eich:chle11!ud. "e>(e11deu 11 -■'1,י Pbi!ivt'011. 'pro׳. X r ׳ Vie11e׳!e <e,ei»b1chle des tudiichru N-oHeS