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Jüdisch-liberale Zeitung · 1930-01-22 · 4 (22.1.1930) · page 6

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
10 (1930)
Issue
4 (22.1.1930)
Date
1930-01-22
Page
– (sequence 6)
Language
German
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^BjjrpT-«r*¥7 I;-'W m1 M«!' PMWWl^W»»jWM V^WWW^Wff B Barchseil». (Persönliche >5.» Für den verstorbenen Olemeinde ältesten Stern wurde Justin Herrmann zum Vorsteher der jüdischen Gemeinde gewählt und durch die Behörden b-fftätiflt. Der Gewählte bekleidet auch im kommunalen und Vereinsleben mehrere Ehren ämetr. Berlin. (M oritz P v s n e r g e sl o r h e II?! Ein ebenso bedeutender wie bescheidener Künstler ist der Knnstivell verlöre» gegnngen Moritz Posner, der zuletzt in sciiiein schönen Tahlemer Heim viele erlesene Kuiisliverkc schus, iral in seiner übergroßen Bescheidenheit viel zu selten an die breite O.'ifenllichkc-jt. Als seine ersten Bilder in der großen Landesausstellung vor z>uei fahren erschienen, er regten sie berechtigtes Anssehen. Tie Slndl Berlin tansie das Bild „Blick aus dem Atelierfenster" an. Andere seiner Kunstwerke ivurden mit Preisen ausgezeichnet, die Kritik hielt init ihrem Lad nickit zu ruck. Jetzt, ivo er in verhältnismäßig hohem Alter die ivohlver diente Anerkennung erhielt und man annehmen nrnstte, das; sein rühmlicher Aufstieg beginne, starb er plötzlich. Zu seiner Beisetzung Hallen sich die erste» lhesellschailskreise Berlins eingefunden. Hunderte non Leidtragenden beiviesen, welch großer Wertschätzung sich der Künstler erfreute. Leine Ressen, die Söhne Professor Franz Lppenheimers, enlbvien ihm oen letzten Ab schiedsgrnst. Gesänge und lKebet in tiefer Erschütterung von Ober kanlor Tavidsvhn vorgeiragen, gabeit der Feicr die sakrale "Weihe. Berlin.!")> e n f v n st i! n i e r n n g d e S 0) e IN e i II d e v o r st an des., öl'aclidem in der letzten Sitzung der Rcpräseniaiiten- Versammlung der Berliner Ziidisck»',, Geuieinde die nach dem Turnus Ende 192!> ansgeschiedenen und iviedergeivähllen Mitglieder des Bor standes, Kaniinergerichlsrat Lev Wolfs, Kvnimerzienral (Oerson Simon, Rechlsanivalt Tr. Mar Kolle»scher, Professor Tr. Seligmunn und James tstoldschmidl, durch den Boriitzenden Geheiinrat Tr. Julius Stern tvirdereingesnhrl nnd verpslichlel ivurden, hat sich der Bor stand in seiner am II. Znniun abgehaltenen Sitzung neu tonftilniert. Zn in Vorsitzenden ivurde Tireklvr (Keorg Karesti, zu stell vertretenden Vorsitzenden Kaniinergerichlsrat Leo Wolfs nnd Koni merzieiiral Gerso» Simon iviedergeivähli. Berlin. >S i tz n » g d e s A u s s cli n s s c s d e s A l l g c in e i n e n Deut s ch e >i )>i a l> b i n c r v e r band e s.) Am 2. Zannar 1> trat der Aiissihnf; des Atlgeiiieinen 'Tenisetien Aabbinerverbandes zu einer Sitzung in den Räumen des Logenlianses des Ordens U.O.B.B. in Berlin zusammen. Von der Behandlung hesondecrr Resernle ivar abgesehen ivvrden, »in ausgiebig die geschäsllielien "Angelegenheil-eii erörtern zn tonnen. Tie Aussprache diente der Klärung der Trage, welche Grenze» dem Babbinerverbande als solchem durch seine üoer parteiliche Slellnng gezogen sind. linier lKeiiendmachnng verichie dener Anichannngen ivurden »»rer diesem ivesicknspniiti eine Reiye das Zndcmliim der (Kegenivarl beivegender Tragen erörleri. Allseitig ivurde betont, das; d'r Rabbineroecbnnd stets mehr sein mns>e als eine Vereinigniig zur Wahrnehinnng eigener Ziiteressen. er vielmehr stets dort zn linden fein müsse, ivo es gelte, die religiösen Interessen im Rnhmen der Gesciintcinsgnben z» vertreten. Eine Bei he von Anträgen nnd Resolutionen gelangten zur Annahme, die sich ans die Wahrung der Stellung des Robbiners im neuen vrenstischen ttzesen über die Verfassung der jüdisrhen Gemeinden, das aktive und passive Wahlrecht für die Gemeindevertretungen, und die Sicherung der Hinlerbliebenensürsorge bezogen. Es ivurde ferner angeregt, statt der sich mehrende» Ausschüsse F-nchdezeriicue -einzurichlc». Berlin, ltit». Geburtstag.) Ai» 2st. Zannar feien nnrcr langjähriges Mitglied, Herr Robert Gmheim, seinen *»<)•. Geburls tag. Robert Gntheim gehört feit 20 Zähren dem Verein jüdischer -Handwerker an nnd ist jetzt 2. Vorsitzender dieses Vereins. Er hat sich stets als berufsstolzer Haudwerker nnd zugleich ats selbstbeivntzler Jude gezeigt und viel zur .Hebung des Ansehens des indische» Hand iverkerstaiidcs beigetragen. Dortmund, t K o n s e r r n z d r S K r e i f k s Z u II g j ü d i s ch c r P uz i fisten.) Zin hiesigen Gemeindehaus fand eine gut besuchte Konferenz des K.Z.P. statt. Ter Referent, Lehrer Z. Raphael Beckum, sprach über Zweck und Ziele der Vereinigung. Besonders interessant uird ertvähilensioeri ivaren seine Aiissühr-ingeii über die Widersinnigkeit eines Fetdgottesdienstcs. (Krosten Beifall fand auch die Erklärung des Herrn Rabbiner Tr.. Wilhelm Tvrtmund, der ein unbedingtes Eintreten für diese Sache forderte. Tem Ausschust, der die Lrgniii ialio» nnd Arbeit des K.Z.P. in Torlmnnd überiivmmen Hai, haben sich die 7^iVljvcv der Kaineraden nnd des Zildischcn Schiller blindes aiigeschtosfe». Ans deren Zniliative wird im Bcärz eine Kundgebung des Kreises Znngjüdischer Pazisisten statlsinden. Dortmund. lP e r l a n s >t II d E r g e b » i s d e r ()> e IN e i n d e u> a 1) 1 e ii. S d) o n w jede r z i v » i st i f d) e r W' n h l p i v t e st L) Wie bereits berichtet, waren die hiesigen Repräseiitantentvahlen ans Sonntag, 12. Zannar, festgesetzt, »nd es tvar ein Wahlkompromist zivifche» der Liberalen Vereinigimg, dem ostjüdischen und dem konservative» Verein zusta»degeloinn>e». Am Tienslag, 7. Zannar, hat hier eine allgemeine Wählerversammlung stattgesunden, in welcher das Wahtlompromist Gegenstand heftiger Anseiuaudersetznngeii war: die Verjaurmluiig endete ziemlich tumultnarisch. — lim so ruhiger und würdiger vertief die liberale Wählerversammlinig am Mittwoch, K. Zannar, über dir wir an anderer Stelle berichten. — Am Donners tag, k». Zciiiuar, fand eine Versammlung der ostjndischen Vereinigung statt, i» welcher der hieiige Zionistensührer Tr. Verl wieder eine blutige Rede gegen das Koinpeoiniß ltiell, die ihui aber eine geradezu glänzende und für ihn ivohl unvergeßliche Abfuhr seitens unseres I liberalen Führers, Herrn Richard Flörsheim, eintrng. Ter Rede des Herrn. Flörsheim ist es zn verdanken, da); die ostjüdische Wähler ,'chaft an dem von ihren Führern geschlossciien Komproiinst seithielt nnd aus die Gegenaktion der sich sonst doch überall als Beschützer des Ostjudentums aufspielendcn Zionisten nicht achtele. --- Tie Wahl beteitigimg war, lvie stets bei Kompromissen, recht gering: sie^lvird mit 40 <v» angegeben. Geioähtt wurde» die Herren: Solch Schild ctib.), Albert .Heinemann (lib.), Tr. Louis Koppel tlibZ, Zfak Stern (lib.), Max Tocrnberger (lib.), Ehajm Zak. Lauser Zonserv.) nls Vollrepräsentanten aus li Jahre; Zos. Silberberg (lib.), Ephraim Preschcl (vstiüd.) als Vollrepräsentanten »ich T Zahre: Arthur Rosenberg (lib.), Konrektor M. Andorn (lib.), Israel Rustbaum (Agud.) als Stell Vertreter auf 0 Zahre. — Das Ergebnis ist für die Liberalen also recht günstig: nichtsdestotvcuiger must es angesichts der zionistischen nnd sonstigen Quertreibereien als höchst unwahrscheinlich geile», das; die liberale Partei sich in absehbarer Zeit tvieder auf ein Komprom io -c'inlasseir wird. Sehr eigenartig war, lvie bereits angedcutet, bei den Wahlverhandlungen das Verhallen der Zionisten. Sie hatten sich anfangs an den Kompromißverhandlungen beteiligt, stellten dann aber — und zwar unter dem Einfluß a u s >v ä r t i g e r Freunde, unter deren Diktatur sie sich begeben hatten — dc'rartig unsinnige Bedingungen, daß die übrigen Parteien das Kompromiß ohne die Zionisten ab schlossen! Hierüber verärgert wandten fick) die Zionisten an das preußische Ministerium des Innern, an das .Kultusministerium nnd verschiedene andere Regierungsstellen, um auf Grund eines Ministerialerlasses aus dem Jahre 1919 eine Verschiebung der Wahlen zu erreichen. Tiefer Ministerialerlaß stectt aber, lvie beispielsiveise auch die Jahreszahl seines Erscheinens zeigt, eine ausgesprochene Kriegs bcziv. T-kmobilmachungS Maßnahme dar, und der zionistische Einspruch ivurde glatt abgelehnl. Es verlautet, daß die Zionisten jetzt nach der Wahl abermals Protest erhoben haben, tveik angeblich die Wahl nicht richtig durchgeführt sei. Es ist kaum zu bezweifeln, daß auch dieser Protest zurückgewiesen ivird, zumal die Wahlhandlung durch den Regieruugskommissor mit größter Sorgfalt und peinlichuep Korrekt heit durchgeführl tvorden ist. — Man ivird sich aber dieses Vorgehen der Zionisten merken müssen. Als in Berlin '.vir Liberalen oui Grund unzweifelhaft vorgekommencr Wahlverstöße Protest einge.egt hatten, glaubten die Zionisten, es als „unjüdisch" brairdmarken zn Aus den Gemeinden müsse», daß tvir bei den „christlichen" Behörden Beschwerde führten, Ta tvir keine jüdischen und keine christlichen, sondern n»r staatliche Behörden kennen, haben ivir uns damals durch diesen zivnistisdien Theaterdonner nicht schrecken lassen. Mau ivird sich erinnern, daß etlva zur selben Zeit in Trier die Konservative», in Königsberg die Mittelparteiler und in Gelseukirchen die Zivilisten Wahlprotestc eirm tegten. "Nunmehr haben die Zionisten zu dem Getsentirchener den Dortmunder Fall hinzngesngt, und mir haben ivieder eiinna! ein eklatantes Beispiel für das Messen mit ziveierlci Blaß, ivelches i» unserer jüdischen Lessentlichkeit nachgerade zur üblen Tradition ge tvorden ist. --- Ucbcr den Torigaug dieser neuesten Protestangetegenheil iverde» ivir zn gegebener Zeit ivieder berichten. Dresden. <B r a n t r a g l e A c n d e r u n g d e s G e m e i » d e >v a t> I r e ck> t s.) Sdivn beim letzten Wahlkampf vor einem Zahre ivar es ein Hauptangriff und Programmpnnkt der Züdischen Votts varlei. die jetzt erneut den Stein ins Rotten dringt, daß insbesondere die Wählbarkeit in de» iKemeinderal, also das passive, daneben aber auch das aktive Wahlrecht gewissen Beschränkungen unterliegt, die in Gestalt von Wohnsitz seit einer bestimmten Zeit, Staatszugehörigkeit imo Slenerlcistniige» in iu-ii (Kemeiiidesatzniigen vorgesehen nnd ver ankert sind. Aus Antrag genannter Partei hat der Gemeiirderai kürzlich beschlvssen, die im Frühjahr geivählte Satzniigskominission jetzt i» Aktion treten zu lassen: es ist iveiter beantragt, die dabei durch ziiheraleiiden Satznnge» in der Weise zn ändern, das; $ I!) Anfang .künftig lautet: Stimmberechtigt sind alle - im «öeniei-ndebezirt - sei!- einem Zahre uiinnterhrochen loohneiiben, mindestens 21 Zahre allen tKemei»demilglieder. . . . £ A> soll die Tasiung erhatien: sc» den ttzemcinderal tonnen geiväht! iveroen alle stimmberecniiglen Genicindeniilgtieder, ivelche das 2K. Lebensjahr erfüllt habe» nnd seit 2 Zähren im tKemeindehezirl tvohiien. Auch iv-er mit Slrntlnr und Potikit des Dresdner lsteinciiiderals nicht in alten Teilen einverstanden ist, darf die Gefahren dieser grundlegenden llinänderung, für ivelche in Broscliiiren »s>o. immer ivieder Siiinmnng seitens geiviiier Kreise gemacln wird, nictit über sehen. Sie bedeniel nichts anderes ats die von liberalen deutsche!, Inden gegründece und liochgehalioae Dresdner Gemeinde ihres den! s d) jüdischen Eharaklers berauben, nnd daß dies nicht ein tritt, weil es verheerende Toigen für den Bestand der (stemeindc' überhaupt haben ivurde, dafür müssen und tverden hossen:tich alle i» Betracht ton,menden Periönlichkeite» nnd Organiiationen ivachsamen Auges sorgen. Elberfeld.;ts o » n a n l i >> Br » » n k r V o r l r a g.., Ter hie sige Mendelssohn Verein für jüdische lsteschiclne und Lilerainr veran stattete inner dem Vornt; von Herrn QbertaiNoc Hermann :sivi im Rahme» seines diesjährigen Proarannns einen Vorirag „Evnstanlin Brunner über Zndenlnin und Zndenheil". Ter Reseren:, .Herr George lövetz ans Berlin, s:h:lderte, loie die Gednuteii Brunners über Zndeninm »nd Zndenheil lief in sein iibeiges ohitoiophiiches Schassen eingebettet sind. Ter Hanplgedanlc des Znoenliims, die Lehre vom Zahveh, ist identisch »ii: de», Hauptgedanken de: Menschheit, der philoiopttiiitien Lehre vom Ahioinle». "Auch die Behänd,»»g, die den Inden durch die übrigen Menschen ividersährl, erfährt durch die Brnnnersclie Pinchoiogie ihre theore'.itehe .Klärung, so daß Bciinncr hierdurch, sonne anct, durch seine ab!c4»ne'.ide Härtung gegenüber dem Zionismus ei» Vorrämpfei: der modernen Eincnizipalionsbeioegnng ist. öliclitsdestoiveniger erhebe Brunner leinen Anspruch ans Popularität, iveder unter den Znden noch in der Attgemeinheil: seine Lehre tvendel sicl, immer nur an die Wenigen. Eine bedeutende Wirkung des Brnnnerschen Tcrahens sei trotzdem ipnrbär, nnd in diesem Znianiinenhang ivies der klieserent STRAHL & FALKE BLUMEN-AUSSTELLUNG BERLIN W 66 HAUERSTR. 79 FERNRUF: ZENTRUM 5023 u. 5024 BLUMENSPENDEN . TRAUERSPENDEN TAFELSCHMUCK INNENDEKORATIONEN M KÜNSTLERISCHER AUSFÜHRUNG nachdrücklich a>,s das Vcrhäluiis 'Böalther Ralbeiians zn Eonstanlin Brnnncr bin. - Tie zahlreiche Zuhörersrhast stand sichtlich unte>- dem Eindruck des gedankeiireicheii Vortrages, über den auch die hiesige Tagespresse ausführlich berichtete. Fricsenheim. cP e r s ö n l i ch e s. > Kurz vor Vollendnng seines 77. Lebensjahres ist der langjährige eluenaintlickie Vorbeker der (Ke meinde Lazarus Hnberer gestochen. Seine Verdienste um die re'.igiösen Znleressen und sei» soziales Wirte» für die (Keiamtheil fanden hei der unter starker Beteiligung weiter Kreise ersolgteu Beisetzungsseier durch die anerkennenden und herzticti-nr Worte des Bezirksrabbiners Tr. Ziemets aus J-reiburgberedte» Ausdruck. Kassel. (Aus der «stemeinde.) Rach einem Besckilns; des Aetlesten Kollegiums sollen die Sitzungen lünstig der Oessentlickikeil zugänglich gemacht iverdeu. Tie Anregung zu diesem Beschluß ist voir dem Zsraetitischen Gemeindeoerein ausgegangen. Memel. <T ödes satt.) Zn Memel verstarb der Vorsitzende der Züdischen Gemeinde Herr Sch. Abelmann. Ter Verstorbene stand viele Zahre an der Spitze der Ziidenhei! im Aremelgebiet nnd genoß in allen Schichten der jüdischen Bevölkerung großes Ansehen. Tie letzten Zahre seines Lebens waren getrübt durch Aeußcrungeu des Antisemitismus seitens ofsizieller Meineler Kreise nnd die Nnternchniungen der Meineler Polizei gegen die jüdische Bürgerschaft und jüdische» Ausländer. Tie Blutabzapfung an durch reisenden titanischen Znden auf dem Meineler Gebiet und die .eine Ritualmordlegende waren ebenfalls mit großen Aufregilugei, stic ihn verbunden. All das hat an seiner Gesundheit gezehrt und seinen Tod beschleunigt. Norde». (Ttznagogen Zubilüum.) Die hieuge cR'meinde konnte das 12f> jährige Bestehen ihrer Synagoge iestlic!, e. zeinn. Von einer größeren Veranstaltung ivar mit Rücksicht an' bi? ivirtschasl liehe Lage Abstand genommen worden. Zn >»u Bkumen ge schmückicn Synagoge gedachte Landrabbiner Tr. Blinn, Emde», i>> eindrucksvoller Rede der Bedeutung des Tages. Nordhausen. (L i b e r a l e r (st o t t cjs d i ■? n st. Am Treilag, den 17. dS. ))NtS., fand in dee hiesigen Lynagoge zccm erste» Mate nach dem traditionellen Treilag -Abend Gvttesdienn eine Andciäitsstunde für die liberale» Mitg.iedee' der Gemeinde stau. Deutsche Gebete tvechselten mit hebräischen ab: sämtliche lveoel>tücke ivurden durch .Harmoniumspie! begleitet: der Ehor saug Le.lio daudi und W-eichomrii. Im Mittetpilntte des Gollesdienstes nanden die ^'-schriftvotlesimg und Predigt des Rabbiners über Jacobs -egen. Ter Zeitpunki v den Gottesdienst ivar so galegt worden, da:; zahlreiche jüdische?i::ge stellte daran teilnehmen konnte, \ * l Aus der Bewegung j * Berlin, iLibcraier V e r »>:- i ü r di e A n g e! e e -^:i h e^i tcn d e r Z ü d i s ch c n o', c m -. u d e z u B a r l i u P. > Zn ter Vorstandssitzung um 19. Zannar 1990 ist ber Verinccnde der Bezirksgruppe 5?alrnsee, Herr Laiidger)ch:srat Dr. Acarn>- Le'ser.^zum Vorsitzenden des Vereins ge:'.'-)ih'.l tvorden. -’ri' Vorstaud setzt sich nunmehr aus sotgenderr Damen und Herren zusammen: Justizrat Plonsker (Ehrenvorsitzender), Tr. Julius L- Seligsohn (st-ellvertr. Vors.), Direktor Heinrich Stahl (Schatzmeister), Wilhelm Graey, Dahlem (stcllvcrtr. Schatzmeister), Dr. Hermann Berlak, Halensee (l. Schristsührer), Tr. Walter Breslauer (2. Schriftführer>, Frk. Dr. Ellen Liltmann (Beisitzerin), Dr. Jacques Abraham, Hans Adam, Dr. Alfred Alerander, Karl Arousohn, Direktor (Person Bach, Georg Cohn, Elieser Ehrenreich, Seminaroberlchrer .Hermann Falkenberg, Dr. Kurt Fleischer, Earl Fuchs, Rabbiner Tr. Julius (öalliner, Bankier Alfred Jnnlus, Laiidgerichtsrat Tr. A. Lilienthat, Tiretlor Lipscktitz, Dr. S. London, Wilhelm Marcus, Tr. Mar Mayer, Direktor .Hugo Ostberg, Dr. "Werner Rosenberg, Professor Dr. Rosen stein, Moritz Rosenthai, Prediger Karl Rosenthal, Joseph Saloinon, Tr. med. M. Salomonski, Lndivig Schemel, Dr. Ernst Heinrich Selig sohn, Frau (Gertrud Seligsohn. Zaines Silberstein, Arnvid Stein, Martin Schneider, Tr. Lndivig Tietz, Hilde Teuiscliland, Zoscph Rosenthat. Es ist ferner in Aussicht genommen, zur Ilnlerslütznng des Vorstandes einen Ehrenanssckmß zu bilden, der ans im Liberalismus beivährlen Persönlichkeiten nnd e.hemaligen Vorstandsmi-lgliedern zn sammeugesetzl tverden soll. Tie Namen der Mitglieder dieses Ehren ansschnsses iverde» später an dieser Stelle belanurgegeben iverdeu. (Helsenkirchen. :L > b e r a 1 e s Z » d e » l » », - j ü d i i cli e Z> » knnsl.) Tie Ortsgruppe i" ii tirdini der Vereinigniig für das liberale Zirdenkiim veranstatieie am 7. Zannar im kleinen Saal des Hans Such-? Hanfes einen Vortragsabend, s»r den .Herr cöeneral sekretär (Keorge (Kvetz ans Berlin sich bcreilioillig zur Versügung gestellt halte. Ter »nier der Teilnahmtosigkeil seiner Mitglieder leidende Verein sollte zur größeren Aktivität wieder aniger üitelt iverdeu. Ter Vorsitzende der Ortsgruppe, Herr Hcinpllehrer S. Katz. begrüßte die Veriainnilniig nnd ivies auf die Ursachen der znnehmen den Zuteresselvsigkeil für den jüdisch liberalen Verein hin, die teils >» den ivirlichasltiehcn Verhältnissen und teils in der geringen Ans ivirtnng der jüdisch liberalen Zdeen innerhalb der «Gemeinde liegen. Es seht! vielfach an Mut zur Einsührnng »vlivendiger "kieionnen, nur die geistige» Werte der jüdischen Religion mit dein T?ncci, nnd Einpsinden der Gegenivarl in Einklang zu bringen. Taducc!, tii 1)11 sich »inncki.r liberaler Znde innerlich gehemmt, tick, atlio an dein südischen Gemeindeceben zn beceiligen. Heer Goey eiillvicketie hieraus mil hinreißender Ber-ediamteil nnd nberzcilgender Kraft fein'' Gedankan über: „Liberales Zndenlnüi .jüdische;(n11nifi". ".'ins der Enianzipaiion der Znden cnuoirelie (ich naturgemäst auch die Enianzipcnio» des Zndeniniiis. Drängt dieses fick) hin ans in die "Weil und das Leben, jo mns; es siel: in modernen Formen darsteile». "Bei jede», Reiormvorichlag ivird ioior: von gegnerischer Seile gesagt, das; dieses gegen die Tradnion sei, die an geblickt das Zndennim erhalle. Z» Wirtiicstteii sei es aber nmgcveini, das Zndenuim hal zn alle» Zeile» eine Tradition g'escliassen. Tarnns eriväciist siir uns innerhalb der Gemeinde die Pstirln, den Bc'ül zur Weiterbiidung des Zndeiilnnis zn haben, indem ivir die Forme» des Zndentnms den Vedürsnissei, der Gegrinvart anpassen nnd neue Formen schassen. Was uns vielleicht durch eine llieform zahteninäßig verloren gehl, geivinnen ivir aui der andern Seile. Wir brauchen nus nickN zn ionndern, ivenn niete iic!i vom Zndcnlnni ableyren: denn ihrer Denk und Eiiipsindungsarl iv'eh zn ivenig R-echnung gerragen. Tie Uninteressiertheit lreibi sie hinaus, iveit das den allen Formen, anhängende Zndenlnin nictit mil der Wirklichleit tebt. Das ist die Uriünbe des heutigen Zndentnms. Tarnm ist Lebensnälie der Reti gion zn fordern. Wir niütsen unsere Gemeinden »mgenalieii nnd nus der Wirklichlei: nähern. Tann branctien wir nictit um die Z;ntnnst unseres Zndeiunins zn bangen. An den Vortrag, oem lange,nhallend-r Veisatl solgi-e, und der bei dc)!, Zuhörern einen tiefen Eindruck anslöste, schloß sicl, eine anregende "Aussprache an. Holle ct. S. - G olle -:- dien st a u s S cb a l l p l a t l e n.: Tie Veranstatiung der liberalen Vercnuignng am Sonntag, den IT. Za iinar, verlies überaus erfolgreich. Herr Rabbiner Tr. Lehmann von der Resormgemeinde Berlin führte gotlesdicnsttiche Sebattpiaiten vor. Tie Versamiiilnng ivar sehr gut besucht. Acit kurzen Einteilungsivorlen totes Herr Rabbiner Tc. Kahlberg auf den Gegensatz zivisckieu der haiiptiärhlicli irrationalen Religion und der Technik hin, die den stärksten Racionalismus verkörpere. Zn der Vereinigung dieser scharfen thegensätze liege das Znleresse l'egründet, das alle die Versammelten hierher gesühn habe. Es zogen dann die bekannten jüdischen Mclodien mil meist deutschen Terten in mnslerhasler Voilendnng vorüber. Herr Tr. Lehman» hielt einen Vortrag über die Enlioicltniig des jüdischen (Kebels vom Opfer bis znm modernen i'iebets Gonesdieiist, wie er in seiner Gemeinde vertörperi sei- Seine Aussührnngen machten einen nachhaltigen starten Eindruck. Racki dem Anskiang des S-chlußgc'bets Höne man noct, einige Plauen aus dem Festtagsgottesdienst, darniuer ineisterbast vorgeiragen de» Psalm 1-40 nach der Kot Aid re Weise. Ter Vorsührnngs ",'tpparal, den die Firma Piano Ritter ans vatle geliefert halte, trug durch seine Volllonimenheil anstcrordeulUcli viel zum Gelingen der Veranstatiuug bei. Dercinsnachrichten Die Freie Jüdische Volkshochschule erössnei cyre Winlervorlesnngen im Februar IVorlesungsverzeichnisse nnd in allen jüdischen Buchhandlungen, an de» Thcaterkasseir Hermann Tie:;, Leipziger Straße, Alerandervtatz. Frantsurler Allee, Kanshans des Westens, Tanentzien straße, und im Setrelanai bei Goldinann, Aorekstraßc KK, Pergman» 472, e,!,ältlich. Hörergcbuhr Mk. 2. - für jeden Portragskurs. Tas Israelitische Lehrlingshtim in Düsseldorf feien am 27. April d. Z. sein 7)0 jähriges Bestehn,. Ans Anlaß dieser Feier werben sä »ist: che ehemalige» Lehrtinge gebeten, ihre Adressen an den jetzigen Leiier des Lehrtingsheims, Leopold Süßeinoein, Tniieldorf, Bitterstliiße 27>, einzusenden. Weitere Nachrichten erfolgen dann. Tie Schule der Jüdischen Ingcnd verössentlicht ihre» Arbeitsplan für Zanuar—März 19-sto. Es sind Kurse für Hebräisch aller Slusen angekündigt. Ferner Voriesniigen über „Bibel und nachüiblisches Schrifttum", über .Gesrhichle der Jude»", „Tie jüdische Gegenivart und itzre Probleme" und über „Jüdische Must!". Außerdem sind regelmäßige Naclniiiitagsveraiistaltuiigen an den Sonnabenden geplmik »nt Referaten nnd Aussprachen über ähnelte Fragen. Vorteinngsverzeichnisse können angesordert werden: Schule der Indische,! Zugend, Berlin W- 97,, Lützowstraße >0. Spendenliste für den Hilfsfonds 7'idRtzh Lang, München: Conrad 3. Aushäuser, München: Flüit Recha Stark, München; Dir. Philippsohn, Würz bürg: CnU Sick'el, Würzburg: Heriil. Kleemann, Würzburg: Gott^!:sis, Würzburg: Adler, Würzburg: M. Hanauer u. Söhne, ^'öürzbmrg- J. R. Haas. Würzburg: J.-R Tr. Bruno, Stern, Würzburg: Rabb. Tr. Eschelbacher, Düsseldorf: Tr. Leop Cohn, Hildesbeitn: Carl Kaufmann, Mülheim; Paula Ollen-- dors, Breslau: Tr. Schiss, Karlsruhe: J.HP. Kochmann, Gleirrik: -sl. Cliel, Köln: Rabb. Tr. Vogelstein, Breslau; S. Nathan, Magdeburg: Nlsr. BirlschowslH. Breslau; K.-R Max Lehmann, Augsburg: R.-A. Tr. Wilhelm Sternau, Franliutt a. M. Sendet den fälligen Vertrag für bas 1. Quartal 1930 aus da; Postscheckkonto der Berestligunff für das liberale Jude»« tum Berit« Rr. 137069 ei».

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