Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 1 (1920-1921)
- Issue
- 52 (16.12.1921)
- Date
- 1921-12-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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ttMMtaoH dek Bedauern-Wette» -» fcftat: dar de«»Mtzt Krmte« -2 Millionen gespendet werLen, während de- -riege- «rr 7; aber letzt seien wir arm und valutasckwack. und «nsew Hilfe sei leider lange nicht so groß, wie sie sein Mfifite; Ehrenpflicht eines jeden warmherz'qen Israeliten sei eaber, sein Schcr'lein zur großen Ausgabe beizutragen, und dem Vereine mit seinen hehren und edlen Zielen anzuaehSren! Die Folgen der segensreichen Tätigkeit können Nicht ausbleiben, denn im Judentum und zumal im östlichen ffedten noch gewaltige geistige und sittlicke Kräfte, die zur Entfaltung zu bringen uns und der Menschheit von hohem Nutzen sei! Der Betsall am Schluß deS Vortrages war mit Recht sehr stark. Herr Rabbiner Tr. Sänger dankte im Namen drS Vereins und nahm sodann die Vorstands- und Ausschußwahlen vor, die von der Versammlung genehmigt wurden. D. Tagung de- Vereins israelitischer Lehrer Schlesiens. Am .Sonntag, den 11. d. Mts.., sand im Repräsentanten- GitzungSsaale der hiesigen Gemeinde d'.e 4 0. G e n e r a l - Versammlung des Vereins israelitischer Lehrer in Schlesien statt, zu der sich neben zahlreichen Drreinsmttgliedcm die Rabbiner der Breslauer Gemeinde, die Dozenten des Rabbinerseminars, der Vorstand der Breslauer Gemeinde und der Vertreter des Bezirksverbandes der Shnagogenseme-inden und des D. I. G. B. als Gatte eingefunden halten. Als Vertreter deS Regierungspräsidenten war Regiernngsasfeffor Büttner erschienen, der die Notlage der jüdischen Gemeindebeamten anerkannte und betonte, daß der Regierungspräsident sich große Mühe geben Werde, ein« Art Tarif zustande zu br'narn. Rach Eröffnung der Sitzung und Begrüßungswortcn gedachte der Vorsitzende zunächst der noch lebenden und nicht mehr lebenden Begründer de; Vereins und widmete den im letzten Jahre verstorbenen Dr. Rosenthal, Dr. Horowitz und Prof. Dr. David Hofsmann Worte ehrenden Gedenkens. Alsdann erstattete er einen eiustündigen, temperamentvollen und mit talmudischen Zitaten gespickten Vereins- und Verbandsberickt. Die Tätigkeit "der Mischen Lehrerorganifation war darauf gerichtet, die elende wirtschaftliche Lage der Mitglieder zu Gestern. die Recktsunsichekheit zu beseitigen und den sozialen Tiefstand zu heben. Da- Gesamtorqanisationsstatut habe ihnen gegenüber völlig versagt. Ueber die Verhandlungen mit dem Obcrprästdcnten und den Regierungspräsidenten von Breslau und Lreauitz betreffend Hebung d-r sozialen und materiellen Lage des Mischen Lehrerstaudes berichtete Falkenstein-Landeshut. Er weist daraus hin, daß in allernächster Zeit sämtliche Gemeindevorstände der Provinz zu einer Besprechung aus das Oberpräsidium geladen werden sollen. Rach der Neuwahl de- Vorstandes, bei welcher der al^e Vorstand wiedergewäblt wurde. und der Rechuungsleguna und Kastenvmfung kam in vorgerückter Stunde und vor gelichtetem Zuhörerkrcise Uni- * kower-Ramslau zum Worte zu seinem Vortrage »Der Arbeitssckntlgedanke im Religionsunterricht". Das Referat bot eine Fülle von Anreiungen, den jüdischen Religionsunterricht dem Prinzip gemäß interessant zu gestalten. Ter Re'erent wurde ersucht, eine Lehrprobe im Sinne seiner Anssührunaen folgen zu lassen. Im Verlaufe der Aussvrache wurde bekamt! -»^eben, daß voraussichtlich vom 2. bis 7. Apr'l nächsten Jabres in Breslau ein apologetischer Kursus stattfinden würde und daß eine rege Betcrliaung daran besonders feite,is der Lehrerschaft sehr eNvünscht wäre. p?. r_ZE3. IM vwliiB« Kursus v. Egon Guttmonu: D'enStag, den 20. Dezember 1921. abends 8)4 Uhr. bei Fräulein Leschziner. Kaiser-Wlhelm- Straße 21. 1. Gartenhaus: .Lernfragen des religiösen Liberalismus". (Fortsetzung.) Vereine und Versammlungen. Der Zeutrolverein deutscher Staatsbürger jüdische« Glaubens. Ortsgruppe BreSlau, hält am Dienstag, den 20. d. Mts., abends 8)4 Uhr. im großen Saale der ..G-lellichaft der Freund"" Re"? Graupenstraße Rr. 3/4. eine Versammlung ab. auf die^ wir besonders Hinweisen möchten. Herr Universitätsprofessor Tr. Franz Oppenheimer, Frankfurt a. M.. wird über das Thema „Der Antisemitismus im Lichte der Soziologie" sprechen. Der verein für Jüdische Geschichte und Literatur veranst ltet am Donnerstag, den 22. d. Mts.. 8 Uhr abends, im großen Saale der Lessing-Loge einen Vortrag des Herrn Rabbmer Dr. Hosfmann, desien Thema ..Ein Blick in die W rtschafts'eschichte der deutschen Juden im Mittelalter" lautet. Mitglieder des Vereins und deren Angehörige haben freien Zutritt. Theater-Nachrichten. Klaffikeraussühruugen im Lobetheater. Zwei woblabgerundete und aus hohem künstlerischem Niveau stehende 2lu,führungen von Meisterwerken der Ganzgroßen der Weltliteratur bescherte uns in letzter Woche das Lobetheater, das unter Barnays Leitung letzt etn Kunstinstitut ersten Ranges geworden ist. Zuerst Marbeth" diesen ungeheuren, erratischen Block aus der Werkstatt des Risen, d'.e gewaltige Tragödie des menschlichen Ehrgeizes. — Die in bestem Sinne moderne Inszenierung bot viel GuteS, wirkte aber in einzelnen Szenen durch übergroße Vc-einsachung doch pbantasietotenv. Immerhin kam daS Phantastische und Grausige der Gespenster-, Geister- und Herencrscheinungen meist gut zun, Ausdruck. Karl Ziftig. ein sonst hervorragender Darsteller, ist in seiner erprossionl fuschen Sprechtechnik und Svielkunst wohl aus falschem Wege; er zerpflückt in eigentümlicher Wri'e die Satze, manchmal damit zwar tiefen Eindruck erzielend, öfters jedoch stilwidrig wirkend; zudem legte er je nen Macbeth gar zu sehr auf den mordlüficrnen Intriganten an und betonte zu wenig den überlebensgroßen Helden. Trotzdem hatte seine Leistung aber eine gewisse Größe und war immer interesiant. Ausgezeichnet war Leontine Sagan als Lady; nur hätte sie aus der nächtlichen Souniambulenszene keinen lauten Wabusinnsausbruch machen sollen' Tie ü'raen Darsteller gaben durchweg Gutes und wurden ihren Aufgaben durchaus gerecht. Hilma Schlüter als Hel Me z. B. war wieder eine meisterhafte Sprecherin. Die Aufführung von Goethes ^Jvbiaenie", dieser wundervollen Mischung von grsechtschcr Schönheit uno bestem deutschen Geist, am lebten Mittwoch hingegen war fast vollendet und zeiate wieder einmal,, daß manche Äunßwerke Uvig jung bleiben und niemals Älterspai'um anseten können; Hedda Lembach war eine unvergeßliche, schlickte und hobeitsuolle Rnrstcrin der Göttin Diana, die die herrlichen Goethescheu Verse geradezu himrißend sprach, und ihr Vgrtner Gerhard Meinecke war ein würdiger, überzeugender Tboas; nur Höckers Orest Wirkte ein wenig zu mastig und Herbert Böhme als Atlas vergriff sich etwas in seiner Maske. Der Pplader Schliebeners war ««fchNA rttbMSwsiMa und recht shmpathtsch. — Lilles in allem war eS ein Abend, d« für Breslaus leider nicht zu zahlreich erschienene Kunstgemeinds wohl noch lange eine lcucktende Erinnerung bleiben wird. Der Kunstgewerbestube Rosa Freudenthal, Goechestraßc 13. sind zu ihrer diesjährigen Chanucke-Ausstellung kostbare Altertümer aus der Kunstsammlung der südischen Gemc ndc. Berlin, und aus Breslaßer Privatbesitz zur Versügima gestellt worden. Auszrdern sind Grabdenkmäler van Architekt Alb recht Haller, handgcschmiedcte Ehanuckalcuchtcr von Professor Dr. ing. Grotte, sowie sl nderspielc mir jüdischer Tendenz, daruwcr die im Berlage d:r Knnst'ewerbestube erscheneuc Druckerei und die Laubhütte, sowie des liebste Chanuckaspiel. das Trendel, in farbiger Bemalung und schließlich zahlreiche kunstgewerbliche Arbeiten iit Porzellan, Metall, Stickerei, Spitzen, Büchern und Graphit ausg.stt.'llt/ Wir könlien daher den Besuch der Ausstellung, über die e-n Inserat in der heutigen Nummer alles 'Nähere besagt, unseren Lesern empfehlen. Der heut'gen Gesamtaustage unseres Blattes liegt ein ausführl'cher Prospekt der Verlagsbuchhandlung von Gustav Engel in Leipzig bei, den w'r der besonderen Beachtu„"g amserer Leser dringend empfehlen möchten. Er enthält eine Reche wertvoller Bücher, von denen sich die meisten auch als F e st geschenke be« sonders eignen dürften. Tenn gute Bücher sind für den Enustänger stets eine w'llkommene Gabe, da sie ihnt über so manche müsstge und trübe Stunde Hinweghelsen, zugleich aber auch für den Geber billige Geschenke, da sic bisher nur auf etwa das 8- bis lOfache des früheren Preises aesiiegen sind während alle anderen Geschenkartike!. wie Blumen. Kr stallv.'sen, Parfümerien. Lederwaren tlsw.. beute 15- bis 30 mal soviel kosten, wie vor dem Kriege. (f* Breslau' Tauentzienpl a'tz! GALERIE STENZEL - ^Ständig wechselnde Kunstausstellung j< Reparaturen sofort. Optiker Garai, AlbrecHtstraße 4» Gottesdienst ln den Gemeinde - Stmosooen ZU Bresloa; ine!?m. Imsrns- Freitag Sbd. 16. /12.I ßejtfinn 17. /12.!Früii8iUdii*s» WwlwH—<11—nl IfenmoBiIwEffie Predigt Jl90Odr0tlKlJ. Öchiuli Begizrn An den 18./12. Woclju- bis tagen 23 12. Konfirmationen in der Neuen Synagoge, Sonnabend, den *!7, Dezember: Willy Samuel (Vater Betnhatdl, Freiburger* stra6e24. Ernst Levi (Vater John), Kaiser Wi.helmplatr II. abends 4 ühr 4 Uhr morgs. Wuhattai* W vorm. 8.45 ü. 9.00 U. vorm. 9.45 U. nachm. 3.30 ü. 4.00 U. abends 4 85 U. 4.35 U. morgs. 7.00 U. 7.15 U. |abends 4.00 ü. 4.00 Ö. MW-llbersler ^ugcnDornfn n ßmisli Gouutag» den 18. Tezember 1021. vorm. 11 Nhr Karlstratze 18 Kursus Bayer. .I!e Melis in MelkrilWr Bfimiiinß". ^üudenfall (Kain u. Abel). Aentralverein deutscher Staatsbürger jüükschen Glaubens, Ortsgruppe Dreslau. Dienstag, den 2V. Dezember 1921, abends 8*/* Uhr!m großen Saale der ^Gesellschaft der Freunde*, Neue Graupenstraße 3/4 Versammlung Redner: MlWWUlM Hl. D») WülhklMN, Frarrksurt a. M. Thema, Der Antisemitismus im Lichte der Soziologie. Der vordere Teil des Saales ist den eiugeladenen Mitgliedern der Behörden und Lehrerkollegien Vorbehalten. Jüdische Kchule i. G. (staatlich genehmigt.) Kvesla«. Rhedigerplatz S. Anweldunarn von SLälrrn und Schüik, innen llk daß nmr Schuljahr Vierern trerkräattch von ,2—1 Udr im Schullokat dmch dm tztbvlleiier Henn Win entgegengenommen. VedmtS- und Impfschein find muzubringen. Da» Kuratorium. AuS der Joel u. Amalie Cassierer-Stiftuug sind Beihilfen an zwei jüd. Familienväter, die unverschuldet außer Erwerb geletzt sind und an vier verschämte iüd. Witwe« zu vergeben. Der. wandte der Eltern und der Ehelrau deS Stifters. VavtifulUr ^alomou Kassierer, solle,» in erster Linie LsrSckstchsigt. werßem Melbmtgen bis zrim 10. Januar. Der Borland der Tynagogen-Gemeinde. TiuoficUung aller MMgeMe im* Museums- und Privatdesth. Clrauukah-Leuchter nach Prof. Dr. Jug. Grotte. Kinder-Chanukah-Leuchter, Trendel, Knnstgewerbl. Arbeiten, Kinderspiele, Bücher, Graphik. 18.—25. Dezember. Kuustgewerdestube Feeudeuthal Goethettraße 1l. ptr. 1 l—J u. 4—7 Uhr, Sonnabend geschlossen. tfart Vsumssrien Sp«*»-«**092. EcV.e Uh l'-rv- 64 ßresUt' »mnnmmMimmiiiimi» L. Hirschlik Konditorei / Bestellgeschäft / Kaffee N Reufchefiraßt 11(12 — Tel. Hing 6276 Rosinenil Mandel-Stollen ff, Baumkuchen Spezialität: Posener Mürbekuchen. inmiiinmniimiiiiim gch Equipage« Aus. PetrakHothf. 8ss*Ä!ÄSr8? 5k«tzt, rmeherga»« - $el « 1278 RniserKronp Kabarett und Tanzpalaet Das brillante Programm. TÜgiiet 4-6',, übr: Tanz-Tee mit TanzvorfQhrungen. Msß - filistrllWg vornehmer Garderobe. Ktoffe am <ayrr. HM. AlÜbllM ^Maßschneider Breslau, Reudorsstr. 77 La den. Kauft nur bei Änserenten! Chrninhch-leachter wie nebenstehende Abbildung (32 cm hoch) Alpakka, schwer versilbert ferner ständig großes Lager in Kleinsilberwaren, Schmuck, Goldwaren Silberwaren, versilberte Waren in reicher Auswahl i Billige Weihnachtspreise Julias Lemor,. 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Möge diese anmutige Idylle viele Leser finden. Wiener Morgenzeitung, 20. N’ov. 1921, Nr. 1009. Zu bezieh. durchdieGeschäftsstellcdcr Jüdischliberale Zei unx. Breslau M, Neue Graupenstr. 7, sowie alle jütischen Buchhandlungen. Braucht Ihr Licht,!!!ll!lll!!l!i||!!!!!l|!!llllllllll!illlllli!lli!ll!illlli!llll!!lll’!!!llll!lllll!lll!iil!l!lllil!!!ll|ll!i!liil|lll!i|l!l so ruft mich! Richard Geliert ^elektrische Licht* und Kraftanlagen Grabschenerstr. 39, Frelbureerstr. 17 Tel fon Rin»* 7YO wnmmsmmmmmmmmmmm Zum Chanuka^-FestJ Streng rituH'! FELIX GOIHMA MarKthaile ZI, Gartenstrasse Stände 27, 28, 29, 3'J empfiehlt seine Fleisch« u. Wurstwaren in beRannt guter Qualität gT Jeden Dienstag 'Dg frische Lungenwurst. JKJajUUCK Ns—^__ #Arm6attdu6r Harten u. Damen Aaufen Sie ^t^und worteißtaft AmRoCd Ro5£nifiaT Neue bcHweüdnitzerstr. 5 ws'j».« , ■■ w ir , gtickc'liiüüil.. eni ti.l Hoz u. Eewui, sucht (weckt Heirat die Bekanntstz. eines äl». .sterrn n. u. 45J., d m an einem r>ch, barmon. Hui geteaen stt. LiUwer ev. m>t Kmd angenedm. Ötefl. Lfi. u. Z. Z. 374 an de Exped. der Iüdvch-Ubcrat. Zcitun'g er beten. . Same HerauSaei er: Liberaler Verein der Synagogen-Gemeinde BreSlau. — Verantwortlich für den Inhalt: Du Ludwig Davidsohn in Breslau. Druck und KrmmsistonSverlag: Th. Schätzt« «-ckdruckerei und BerlaaSansiall. G. m. b. BreSlau lll. Neue Graupenstraße b.! > "