Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 15-16 (17.4.1935)
- Date
- 1935-04-17
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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wie stilvollen musikalischen Leitung Dr. Hugo Sttelitzers, in dem wir. einen feinnervigen Dirigenten kennen lernten, bot sich trotz der Unzulänglichkeit des Bühnenraumes ein prachtvoll aufeinander abgestimmtes ZusammcnSpiel.J In den Hauptrollen bewahrten sich schauspielerisch und gesanglich Rita Atlasz, Fräulein Kuthah, Gerhard Pechner, Fchcr und vor allem JuUub Kuümn. Die Bemühungen .— bei dem ' „Schausnioldircktor" handelte es sich um eine Erstaufführung — hätten einen stärkeren Besuch verdient. '•' " Halle. Im hiesigen KulturkrciB fand ein Balladen-Abend von Wilhelm Guttmann, Berlin, statt. Mit seiner klangvollen Stimme1 und der unerhörten Wucht und Dramatik Beines Vortrags erzielte er tiefste Wirkung auf seine Zuhörer. Eine ebenbürtige Begleiterin war ihm Frau Erna Klein, Berlin. Hamburg. _ Der] Tempel-Verband veranstaltete in den letzten Wochen zur liturgischen und musikalischen Einführung in die Scdcrabcnde eine ■ von Oberkantor Kornitzcr - goleiteto Arbeitsgemeinschaft. Die Teilnehmer folgten mit regem Interesse den Erklärungen dea Vortragenden. ■— In der neuen Dammtor-Synagogo fand im Kähmen ihres Sabbath-GottcsdicnBtes eine Maimonidesfeier statt. -— Der Vorstand der Deutsch-Israelitischen Gemeinde .ist vom RepräBentanten-KolIegium ermächtigt worden, für eine allgemeine Verbilligung des Koschcrflcisches an den Pcssachtagcn einen Betrag von 300Ü Mark zur Verfügung zu stellen. Dib „Jüdische Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft" gab einen ' Kammermusik-Abend. Der Cellist Dr. Jacob Sakom und der Pianist Dr. V.. Ernst Wolff brachten Kompositionen von Chopin, Beethoven, und Brahma in vollendeter Weise zu Gehör und ernteten'lebhaften'Beifall. ' . ß. p. Hannover. Unter großer Beteiligung aus allen Kreisen der jüdischen Bevölkerung wurde der im 79. Lebensjahr verstorbene frühere Repräsentant der Synagogengemeinde, Moritz S a 1 o m o n , zu Grabe getragen. Landrabbiner Dr. Freund entrollte ein Lebensbild des Dahingeschiedenen. Für die Zionlogc sprach Rabbiner Dr. Schorsch.' Herr Richard Loewe beklagte den Heimgang des Begründers und Vorsitzenden des Vereins der Posener und WestpreußcnT Im Namen des Jüdischen Jugendbundes ' dankto Rechtsanwalt Lichtenberg dem Mitbegründer und Ehrenvorsitzenden für seino nio erlahmende Mitarbeit. Dr. Waltor Dux würdigte im Namen des Ccntralvcrcins dio hohen Eigenschaften dieses Arbeiters, Kump fers und Vorstandsmitgliedes. Gesinge von Oberkantor Aller und dem Mannerquartett des Synagogenchors umrahmten die eindrucksvolle Fcior. Hildesheim. Zum 1. April ist mit Ablauf des Schuljahres Oskar S t o r n von der hiesigen jüdischen VolksBchulo wogen Erreichung der Altersgrenze in den gesetzlichen Ruhestand getreten-. Stern hat über 30 Jahre in seinem hiesigen Amte crfolg- und segensreich gewirkt. Viele Generationen von Schülern verdanken ihm die Heranbildung zu kenntnisreichen und charakterstarken Menschen. Im Sabbatgottcadienst gab Londrabbincr Dr. Lcwinsky in Worten wärmster Würdigung den einmütigen Dankcsgcfühlen der gesamten Gemeinde beredten Ausdruck. Den sozialen und wissenschaftlichen Vereinigungen bleibt das außerordentlich aktive und nachhaltige Wirken de» Herrn Stern, der sein Amt als GemeindcBckretär weiterhin vorsehen wird, auch künftig erhalten. Zu Beinern Nachfolger ist seitens der Regierung Herr Hermann Einstein aus Buchau (Württ.) an dio hiesige Volksschulo berufen worden. Köln. Alle kulturellen, musikalischen und geselligen Veranstaltungen werden jetzt nur noch in gemeindeeigenen Riiumcn (Rhcinlondlogc, Synagoge, Jugendheim), stattfinden. Dies gilt auch für die Veranstaltungen des Kulturbundes Rhein-Ruhr in Köln. Königsberg. Zum Leiter der neugegründeten Jüdischen Volkshochschule in Königsberg i. Pr., die zu einer Bezirksschule für Ostpreußen ausgebaut werden soll, ist Lehrer Franz Kalter, ein Sohn des verstorbenen Danziger Rabbiners Dr. Kalter, gewühlt worden. Herr Kalter, der aus der Jugendbewegung hervorgegangen ist, war Schüler der Dresdener staatlichen Lehrerakademie, war in staatlichen sächsischen Volksschulen, später in der Israelitischen Gartenbauschule in Ahlem und zuletzt im VolksschuIdicnBt der Jüdischen - Gemeinde Berlin tätig. DER JUDISCHEN ALLGEMEINEN Leiter: Siogfried Winitzki Den Gegner überrafcht (Aus einer Partio zwischen Dr. Vidmar und Marshall.) Wölfl: 7 Figuron. Kd4; Lo8; Bauor a2, b2, f4, g3, M. Schwarz: 6 Figuren. Kd6; Sf8; Bauor »7, b(S, f5, gG. Weiß muß etwa» gegen Ko7, LaG, KbG tun. Lb7 wlro zwar einfach, dooh dor Qowiuu nach 8f8—06-Jin woito Fcrno gerückt. ' Weiß fand abor noch oino aohr intorcBBaato Gewinnt flhrung: 1. h.4—hßl KdG—o7; 2. Lc8Xfßl (Nioht otwa hXgG, wegen KXoö, gG—g7 und 8fß—eO-f) 2. . . . gCX'ß; 8. Kd4—eß Ko7—d7; 4. Keß—£6 Kd7—c8; ß. KfGXfß Kc8—f7; 0. g3—gl Sf8—cG; 7. g4—gß ScB-d-l-f; 8. KfC— e4 Sd4—o2; 9. bß—hG bß—b4; 10: f4—fß a7—aß; 11. gß—gG-f- Kf7—f6; 12. hG—h7 Kf6—g7; fO—fß-f- Aufgogobon. Schachaufgabe Nr. 12 Von Dr. A. W. Galitzky Wo lß: 6 Figuron. Kh4; Lg8; Sb7; Bauer <2, gß. Schwarz: 6 Figuron. Kofi; 1A1; Bb8; Bauer d5, o7. Peffach zur Römer zeit Wie daB Pessachopfer im Tempel dargebracht wurde Dio nachstehende interessante Sobüderong des" PoBsachfestes in Jorusalem zur Römorzeit, „so wie Uarous, römischer Konsul, Kicktor der Juden, der zur Zeit des zweiten Tempels in Jerusalem weilte, es selbst gosehea und besohriobea hat", stammt aus dem historischen Work „Sohowot- Jehuda" (Stamm Juda) dos sporaisohen Schriftstellers Salomo ibn. V e r g a, der im Jahre 1492 Spanien verlassen mußto und oinige Jahre^ spätor in Portugal zur Annahmo des Christentums gozwungon wurde. Er hat in diesem Work nuoh dio bekannte Parabel von den drei Ringen In oinor relativ ursprünglichen Form überliefort. Folgendes ist die Ordnung des Pessachopfers, wie ich es zum Teil selbst gesehen, im übrigen abor genau gehört habe: Zu Beginn, des-Monates, der bei ihnen Nissan heißt, gehen , Boten und Gesandte im Auftrage des Königs und dor Richter nach allen Gegenden um . Jerusalem an alle Besitzer von Schafen und Rindern mit dem Befehl, ihr Vieh schleunigst nach der Stadt zu bringen, damit, die Pessachpilgcr ausreichend Opfertiero und auch Speise finden; denn des Volkes ist sehr viel. Wer aber nicht zur rechten Zeit kommt, dessen gesamter Besitz wird zugunst en des Tempels eingezogen. So ziehen denn alle Besitzer von Herden eiligst heran und lassen ihr Vieh durch den Bach nahe der Stadt gehen, um es zu baden und von allem Schmutz zu säubern. Denn sie wenden hierauf ein Wort Salomons an: „Von der Sohwcmmo kamen sie." Wenn sie an dio Bergo rings um Jerusalem kommen, sind ihrer so viele, daß man das Gras nicht mehr sieht: alles ist weiß von dem Schimmer der Vließe. Und wenn der zehnte Tag kommt — am vierzehnten bringt man das Opfer dar — gehen alle hinaus, um das Opfertier einzuhandeln (sie^ttiennen es Pessach). Wenn sie aber zur Vollbringung des Dienstes hinausgehen, sagt nie einer zum andern: „Trolle dich fortl" oder „Mach Platz, daß ich vor dir an dio Reihe kommel" Und wäre selbst einer ihrer Könige, Solomo oder David, dor letzte daran. A1b ich ihre Priester darauf hinwies,-daß das doch ungehörig sei, sagten sie mir:. „Das soll andeuten, daß vor Gott kein Stolz und Rang gilt, weder während der Vorbereitung zum Dienst noch— erst recht — beim Dienste selbst. -Da sind alle vor ihm gleich zum Guten." Wenn, nun der vierzehnte Tag des Monats anbricht, steigen sie auf einen hohen Turm im Tempel (die Hebräer nennen ihn Lul), der erbaut ist wie bei uns dio Glockentürme. In den Händen tragen sie drei silberne Trompeten, auf denen sie Nblasen; dann verkünden sie laut rufend: „Volk Gottes, höre, die ' Zeit ist gekommen, das Pessachopfer zu schlachten zu Ehren dessen, der seinen Namen im Heiligtume ruhen ließ!" Und wenn dos Volk diese Ankündigung hört, zieht es Festgewänder an; denn von Mittag an ist für alle Juden Feiertag. ' An einem Eingang der großen Halle im Tempel stehen von außen zwölfLeviten mit silbernen Stäben und zwölf von innen mit goldenen Stäben. Die von außen hoben die Kommenden zu beruhigen und zu dirigieren, damit niemand durch zu große Hast zu Schaden komme und nicht alle auf einmal herzudrangen und in Streit geraten.' Es ist nämlich einmal vorgekommen, daß am Pessach ein alter Mann mitsamt seinem Opfer in dem großen Gedränge erdrückt wurde. Die Leviten ober, die innen stehen, haben die Hinausgehenden zu beaufsichtigen, damit sie nicht stoßen. Auch schließen sie die Tore der Halle,-wenn sie sehen, daß: mehr-Leute hineinkommen als zugleich Platz haben. - An der Schlachtstolle aber stehen viele Reihen von Priestern mit .silbernen .und goldenen Schalen in Händen;. Wenn eine "Reilie mit Silber begimit, ist sie durchaus'mit Silber, wenn mit Gold, ist sie durchaus mit Gold: so Ist es um der iPracht und der Schönheit .willen. Jeder einzelne. von den .Priestern schöpft eine Schale, Blut vom- Schlachttier und reicht sie dem ■ nächsten, dieser reicht sie weiter und so fort bis an den Altar. Der letzte aber am Altar reicht die Schale leer zurück, der nächste reicht sio weiter und ao fort, bis jeder Priester eine volle Schale bekommen und eine leere Schale zurückgegeben bat. Das geht ohne jede Unterbrechung und Aufenthalt; denn sie sind in ,dieser Verrichtung flink und gewandt, ao daß die Schalen hin- und herlaufen wie Pfeile vom Bogen eines Kriegers. Sie haben sich ja Bchon dreißig Tage vorher in^dieaer Arbeit eingeübt und genau darauf geachtet, wo etwa eine schwache Stelle wäre.' Dort stehen auch zwei hohe Säulen, auf denen zwei Priester mit silbernen Trompeten postiert sind. Sie blasen zu Beginn der Opferhandlung, um den Priestern auf der Kanzel ein Zeichen zu geben, daß sie .den Lflbgesang anstimmen mit klangvollen und " dankerfüllten Tönen, mit allen Musikinstrumenten; an diesem Tage werden all« Inatrumente verwendet. Auch der Opferer fällt in den Lobgesang ein. Ist das' Opfer aber noch nicht beendigt,, so wird der Lobgesang nochmals angestimmt. Nach dem Schlachten geht man hinaus in die Hallen; dort sind die Wände ringsum mit eisernen Haken und Zinken versehen, an .denen man das Opfertier aufhängt,-um ea abzuhäuten. Auch viele Stäbe gibt es dort; denn falls kein Haken frei ist, nimmt man zum Abhäuten einen Stab. Sodann gibt man'ab, was finden Altar-gebührt, und geht'leichten und fröhlichen Mutes fort, wie eiB^ieger vom Kampf. Denn das - Pessachopfer nicht zur rechten Zeit dargebracht zu haben, gilt als ewige Schande. Die PrieBter tragen während dieser Diensthandlung rote Gewänder, damit man das Blut nicht sieht, daB auf sie spritzt. Das Kleid ist kurz und reicht nur bis zu den Knien, sie sind auch barhiß und ihre Ärmel reichen nur bis zum Oberarm, alles, damit sie während der Verrichtung nicht behindert sind. Auf dem Haupte tragen Bio eine hutartige Mütze, um die drei Ellen Tuch wie ein Turban gewunden sind. Der Hohepriester aber hat, wie man mir gesagt hat, einen vierzigfach gewundenen weißen Turban. Die Öfen, in denen das Opfer gebraten wird, sind nahe dem Eingang; man erklärte mir, dies diene dazu, den Glauben und die Freude an dem Feste recht öffentlich und allgemein zu machen. Wenn es gebraten ist, essen sie es mit Singen und Jubeln; noch aus der Ferne hört man ihre jauchzenden Stimmen. Und in den PcBsachnächtcn werden wegen der vielen Fremden an keinem Tore von Jerusalem dio Türen geschlossen; die Juden sagen, zu Pessach seien doppelt so viel Menschen da, als aus Ägypten zogen. cwhüöflet: Emil Br. in Wilmersdorf. Die Gemcindcsynogogon stehen jedem Besucher zur Andacht offen. Mietsplätze können Sie vom Plätzebüro der Jüdischen Gemeinde zu Berlin unter Vorlegung einer Legitimation jederzeit erhalten. Die Zugehörigkeit zur Gemeinde ist hierzu nicht erforderlich. Nur. beim Kauf eines Synagogenplatzes, der z. B. für die Synagogen Hcidercutcrgassc und Oranienburger Straße stattfindet, wird verlangt, daß der Erwerber Mitglied der Jüdischen Gemeinde ist. Wir wollen jedoch diese Antwort nicht achließen, ohne Sie zu bitten, es nicht nur bei dem Mieten eines Synagogenplntzcs bewenden zu lassen, sondern wieder zur Gemeinde zurückzukehren.' Bedenken Sie, daß es in der heutigen Zeit doppelt notwendig iBt, daß jeder Jude der Gemeinde angehört, um diese in der Erfüllung ihrer großen Aufgaben, die ihr die Zeit gestellt hat, zu unterstützen. _ Kindergärtnerin. Da für den im Herbst dieses Jahres beginnenden zweiten Ausbildungs-Lehrgang für jüdische Kindergärtnerinnen und-Hortnerinnen, bereits zahlreiche Anmeldungen vorliegen, empfehlen wir Ihnen, sich möglichst bald an die Geschäftsstelle: Zentralwohlfahrtsstclle der deutschen Juden, Charlottenburg, Kantstraße 158, wegen einor Aufnahme zu melden. E. R., Stuttgart. Das von Ihnen erwähnte Sendschreiben,, in dem die Beschuldigung des Ritualmordes für verleumderisch erklärt wurde, und in demdjie deutschen Bischöfe angewiesen wurden, ungerechte Behandlung der Juden nicht zu dulden, stammt aus dem Jahre 1264 und ist von Papst Innozenz IV. verfaßt, Auf mehrere Anfragen. Der- Autor des in 'Nummer 14 der „Jüdischen Allgemeinen" erschienenen Aufsatzes „Geschichte einer Idee" aus Anlaß des 90jährigen Bestehens der Jüdischen Reformgemeinde ist Hellmut Galliner. Zwei Tage für die jüdifche Frau Die von der Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde patronisierten „Tage für die jüdische Frau" entspringen ohne Zweifel den besten Absichten. Ob sie freilich ihren Zweck erfüllen, die Darbietungen und die Ausstellungsobjekte an den Mann bzw. an' die Frau zu. bringen, erscheint, nach dem kläglichen "Besuch der letzten Veranstaltung mehr als fraglich.' So konnten die filteren Besucher der bunten Jugendstunde, in der, unter Lucy Gelbers Leitung, Schüler und Schülerinnen der jüdischen Gemeindeschulen Auguststraße, Rykestraße, Kaiserstraße und Klopstockstraße hübsche' Proben gesanglichen, musikalischen, darstellerischen, tänzerischen und turnerischen Könnens ablegten, ohne Zuhilfenahme des Großen Einmaleins gezählt werden, während sich die übrigen Zuschauer aus den Mitwirkenden' nach Absolvierung ihrer Podiumleistungen zusammensetzten, Emst und Humor zogen in belebten-Szenen und Bildern vorüber. Bachs Bau'erakantate, in musikalisch-szenischer Aufteilung, wurde von einem hebräischen Sprechchor abgelöst. Kamele und Esel bevölkerten das Podium.' Die Kaiserstraße exerzierte vorbildlich. Knaben und Mädchen aus der Klopstockstraße zeigten in bunter Folge amüsante Typen in reizender Nachahmung der östlichen Bilderbogen des Kulturbundes. Die Noten „funz'!, 4,schnaffte" und „oberknorke", die der behende kleine Ansager noch jeder Darbietung an die Tafel schrieb, bedürfen keiner Korrektur. Sie waren ebenso wohlverdient wie der Beifall, der ■ am zweiten Nachmittag gezollt wurde,; an dem BerUncr Privatschulen das Können ihrer Lehrkräfte und der Schüler unter Beweis stellten. Abends gab es eine hübsche Aufführung von Petec Cornelius' „Barbier .von Bagdad" in einer Konzertfassung, dem die Operngerneinschaft der Künstlerhilfe, von Ernst Ewald Gebert musikalisch geleitet, zur Wirkung verhalf. Der zweite Abend harte das Motto „Gesunder Körper — Gesunder Geist". Medizinalrat Dr. Borchardt," Dor« Herz und . Dr. Edith Peritx sprachen über pädagogische und hygienische Fragtin des Tages. a b f B abede fgh Matt in 3 Zügen. Auflösung in unserer nächsten Schacheeke. Eine Glanzleiflung Laskers (Aus einer Partie Lee gegen Dr. Lasker, London 1899.) Weiß: 9 Figuren. Kgl; DeS; Tdß; Lc2, Ld4; Bauor h4, 12, c.3, Iii. Schwarz: 10 Figuron. Kg8; Dffi; Td7; Lb7; SM; Bauor h7, gli, cl c4, bß. ( Stellung uaoh dem 37. Zugo von Woiß: ( 37. . . . Td7Xdlll (Warum dioser Zug! Der 41. Zug gibt darauf dio Antwort) 38. c3Xd4 Dfß—g4+; 39. Kgl—fl Dgl—g2+; 40. Kfl—ol Dg2—gl-f-; 41. Kel—d2 c.4—eSIlj (Dom o-Bauern sollto der Weg froigomaoht worden.) 42. Do3Xc3 DglXf2~H t3- Kd2—dl o4—oB; 44. Lo2—b3-|- (Nuu kommt gar Weiß zum „Gegonspiel" und sperrt den Lb7 ab.) 44. ... Kg8—g7; 4ß. d4—dß-f- Kg7—hG; 4G. Do3—ol (Was nun?) Lb7—c8ll; (Dor abgesperrte Läufer lebt wieder auf.) WoiD gibt, aufl Lehrreich sind dor 37., dor 41. und (dor 4G. Zug. Das Intcroasuatesto au dem SchluQspiol ist das geheimnisvolle Wirken doa Springers f4, dor Belbst keinen Zug macht, abor doch dor eigontlioho Vordorber ist: Er verhindert S8. Do3Xd4; orm6glioht 39. ... Dg2-J- und vorbietet 42. Kd2Xc3 und 43. K—ol, wonach der Konig 'in Sicherheit käme. Endlich gibt dor Springer f4 dem Sohluüzugo vernichtende Kraft, indem er dem König dl nach 47. DXf2 c3Xf2 da3 Fold o2 vorwehrt. 1 Ubungsbeifpiel Weiß.: 8 Figuron. Kh2; De2; Toi, Tb7; Bauer a2, g2. h3, o4. Sohwarz: 10 Figuren. Kc8; Dd3; Td8, Th8; 8e8; Bauor h7, gG, cß, o3. o7. Weiß bofindet Bich in verzweifelter Lage. Sohon wollte er aufgeben, da kam ihm ein rottondor Einfall, der die Portio remia maohto. Auflösung In unserer nächsten Scbaeliecke. Humor im Schach Sohwarz: 1 Figur. König eß. Weiß: 3 Figuren. 2 Türmo; 1 Springer. Stelle zwei weiße Türmo und oinou weißen Springer .ao auf, daß dor schwarze König matt ist. Weitere Btoino dürfon nioht verwandet" werden. — Auflösung in dar nächsten Nummer. Auflösung der Scuuchauffabo Mr. 11. 1 1) 1. U3-dS So7Xdß; 8. SH—gS-f- Khl—gl (oder h2); 0. Sd2—f3 matt. 2) 1. Lf3—d5 Khl—gl; 8. Sd2—£3-f- KglXn; »• Ld5Xc4 matt. AUS DEN SCHACHVEREINEN Hober Leipziger Sieg in Berlin Die Schachabteilung des' Bar Kochba Leipzig stattete dem Berliner Bar Kochba Hakoah mit 20 Spielen einen Besuch ab. Im Vorjahre hatten dip^Leipziger einen knappen Sieg davontragen können. Um so bedeutender, war diesmal ihr überlegener Erfolg. Nur 7 von den 20 Spielen buchten die Gastgeber für sich, während . 13 auf das' Konto der Leipziger kamen. Dabei gewannen die ersten 10 mit 7i3 und die zweiten mit 6:4. Besonderesllntereese beanspruchten natürlich die Spitzenbretter. Hier trafen wirklich erstklassige Spieler aufeinander, die sich harte Kämpfe in bestem Stil lieferten.' Fajarowicz (Leipzig) gewann nach fast vier Stunden gegen Braun, und etwas leichter gewann Mundsztuk (Leipzig-) gegen Lezandrovitsch. Dio eindeutige Überlegenheit der Leipziger weist auf einen outen Durchschnitt hin. Einzetorgehnissei «°. . . . , l W____ n_____ /T»__1' \ A 11___.1. /?-:»._ lj Schönfeld (Leip Dg) 0 gei Keimann irlin) 0t Kflrber (Leipzig) 0 gegen uepmann (ueriin; (Leipzig) 1 gegen Berggrün (Berlin) 0; Buslik (Leip- Schreiber (Berlin) 1; Goldfaden (Leipzig) 1 gegen v.iui tfank (Berlin) 0-, Glaser (Leipzig) 1 gegen Stein (Borhn) 0; Baum (Leipug) 0 gegen Radomsky (BerUn)-IrVolkniiuin (Ltanzig) 1' gegen KoppoT (Berlin) <>i Soninl (I^pdf?) <» fr^^™»«? (Berlin) f5 SeUgmann (Leipzig) 0 gegen Wassermann (Berlin) 1.