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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1865-01-01 · Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865) · p. Seite 182

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865)
Date
1865-01-01
Page
Seite 182 (sequence 202)
Language
German
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IRI
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182 Folge zeigen, inwiefern dieser Schritt überwiegend GuteK im Gefolge hat. An Bedenklichkeiten hat es diesfalls nicht gefehlt. Ebenso möchten wir denselben in Ansehung einer allzu ausgedehnten Autonomie für die in Prag selbst gebildeten Synagogenvereine dem einheitlichen Begriffe, der Gemeinde gegenüber Raum zu erstatten. Neue Synagogen wurden mit nicht geringen Opfern von Seite der Beiheiligten gegründet in Smichow, Strakonitz, und Jglau und letztere in sehr erhebender Weise, durch den Prediger der Wiener Cultusgemeinde Dr. Jellinek eingeweiht. Hinsichtlich der mährischen Zustände macht sich immer mehr ein Uebelstand geltend, der durch ein vom I. 1848 herrührendes Gesetz herbeigeführt wurde. Die Mitglieder mährisch-jüdischer Gemeinden sind nämlich dadurch an ihre Verbindlichkeit zu den Gemeindelasten beizutragen gebunden, auch in den zahlreich vorkommenden Fallen, in welchen sie sich an anderen Orten angesiedelt haben. Es bleibt in Erwägung zu ziehen. wie die dadurch entstehende Colliston zwischen den Interessen der Gemeinden und ihrer Angehörigen zu beheben sei. In Biseuz, woselbst Eisler zu den Spitzen der städttischen Verwaltung gehört, wurde eine neue Synagoge durch den Prediger Jellinek feierlich eingeweiht. In Schlesien hat sich zu Jägerndorf. woselbst vor 16 Jahren noch ke-n Jude wohnen durfte, die Gemeinde zu einer der bedeutendsten des Kronlandes emporgeschwungen und an dem Rabbiner Dr. M. H. Friedländer als Prediger eine glückliche Acquisition gemacht. Der Cultusverein zu Troppau erhielt die Concessiou sich zu einer Cultusgemeinde zu konstituiren und es gelang ihm bereits, einen recht würdig eingerichteten Gottesdienst herzuflellen.

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