Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 101 (sequence 121)
- Language
- German
- Belongs to
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101 für sein Unternehmen mit Materialien einer ersten Lieferung auszufüllcn war. Seine Apologetik des polnischen Wissens gegenüber der deutschen Wissenschaft scheint nicht viel gefruchtet zu haben; da bis jetzt nichts weiter e.schien. Hingegen hat Sachs in dem letzten „Jahrbuch für Geschickte" 2 Briefe aus Jerusalem (1488—9) des bekannten Mischnakommentators Obadia Jare (so) Bertinoro (unter diesem Namen bekannt) nach einer einzigen, sehr lücken- und fehlerhaften Handschrift herausgegeben, und Herr Neubauer e neu solchen, an vielen Stellen unbrauchbaren Text in ziemlich freier Weise deutsch wiedergegeben *). Wenn also Ewald in den Gotting, g. A. über die Dunkelheit des Textes klagt und sich auf die Treue des Uebersetzers verlaßt; so muß man bedauern, daß diese Briefe, welche ebensowohl wegen der geschilderten Zustande, als wegen der unbefangenen Kritik des Schreibers hohes Interesse erregen, auf diese Weise veröffentlicht worden, und eine korrekte Ausgabe wünschen, welcher noch ein kleines unedirtes Schreiben desselben Verfassers vom Jahre 1490 hinzuzufügen wäre. Im genannten Jahrbuch schließt sich ein anonymer Rmebrief vom Jahre 1495 an. ') Ein Beispiel wird hier genügen. Nach S. 263 würde der 28. Jänner als Sterbetag eines Sefardi (Spaniers) allgemein gefeiert, obwohl der Verfasser die Geschichte „mit («io) demselben." für „Lug und Trug" erklärt! Vielmehr ist nach dem vollständigen Texte anderer Handschr. die Geschichte, welche ein Sesardi dem Adressaten geschrieben, von der angeblichen Erscheinung eines Greises im Tempel, unwahr. Dann beginnt ein neuer Absatz über das Grab des Propheten Samuel, dessen Todestag, 2l. Jjjar, gef.iert wird. (Bergl. Hottinger. Cippi p. 51.) — Anderes f. Hebr. Bibliogr. VI., S. 130.