Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, zehnter Jahrgang 5624 (1863-1864) (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 116 (sequence 140)
- Language
- German
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ruh'ger Bettler oder Zugendlehrer. — Sie haben alles gelernt gründlich und fein — Nur Eines nicht: — klein zu fein.— Als das Heiligthum ward zerstört — Juda's Namen ward entehrt — da haben wir so ' vieles verloren — uns, die einst Gott erkoren: — Das Land, wo Honig fließt — die Stadt, die Gott geküßt —den Priester mit dem Urtheilsschilde und der Menschen Gunst und Milde — des Königs Kunst zu regieren — des Volkes sich zu subordiniren — Zions Herren und Gerichte — des Tempels heil'geGewichte, vor Allem aber ward vergessen — das Maß uns selbst zü messen — So wird uns der Rock bald kurz, bald lange — bald sind wir muthig. bald wird uns bange, — bald drohen wir den Sternen — in heil'gen Himmelsfernen — bald wollen den Staub wir küssen — an unserer Feinde Füßen. Und doch haben wir manche Tugend groß und hehr — doch diese sage ich nicht mehr in Reimen her — Nicht soll mich beengen der Silben Zahl —erzähl' ich von meines Volks Qual — die es muthvoll hat erduldet — demüthig unverschuldet — die es zu Gottes Ehren — getragen nir seine Lehren — Weit über das Bett der Reime — schreiten des Stromes mächt'ge Schäume. —Wer will den Elephanten bringen — durch das Oehr der Nadel — wer will in Verslein singen — meines Volkes Adel... „Soll ich nun weiter auch das Lob Israels lesen?" fragte ich August. „Ist die Satyre zu Ende, dann ist der Reiz dahin, erwiderte er. Doch Ein Verslein noch möchte ich zum Beschlüsse hinzusügen, oder als Motto über das Buch setzen. Es ist auch ein morgenländisches Verslein, das unser Sprachkünstler Rückert verdeutscht hat, und heißt: i