Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, zehnter Jahrgang 5624 (1863-1864) (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 133)
- Language
- German
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109 Was uns trösten mag hienieden — und uns bringt i den innern Frieden — ist wohl der Blick nach Außen — ] wo unsere Feinde sausen. — Wir sind umgarnet wie ein j Wild — von wildem Eifer stets umbrüllt. Man sucht das I Leben uns zu verleiden —: Was beweist es anders, als * daß sie uns b eneiden? — Sie haben Macht und Kraft " — ihres Bogens Sehne ist gestrafft. — Ihre Schiffe haben sie reich befrachtet — das Paradies sich ausschließlich ge-! pachtet — sie haben Glanz und Ehr -— was wollen sie noch mehr? —- Und doch wollen sie von uns noch Gaben! — das beweist, daß wir mehr noch haben; nur daß wir nicht > wissen, was es. sei — um das sie erheben solch' Geschrei. Es gibt ein Reich, wo nicht das Geld — wo der Geist die Ordnung hält. — Wo Wissen richtet und die - Kunst — da Hilst nicht des Goldes Gunst -— auch vom srom--! men Thun und Glauben — kann uns der Neid.nichts I rauben. — „Endlich", rief August aus, „hören wir auch etwas von jenen Männern, die die Intelligenz vertreten, und sind wir die Gunstbuhler und die Mäklernaturen jenes Jahrhunderts i los. — Naturen, die sich zu allen Zeiten gleich geblieben, sich selber treu wie das Gold, das sie verehren. Nun die Intelligenz wird hoffentlich' uns Ehre bringen.' Ich las weiter: *) Wir bemerken ausdrücklich, daß wir uns einzig und allein von dem Buche Eben Boclien be3 Kolonimus hier leiten lassen. Das Buch ist 1704 mit jüdisch - deutscher Übersetzung in Sulzbach erschienen und die folgenden Reime stehen in demselben Verhältnisse zu den Capiteln 44, ff. wie die vorhergehenden zu Capiteln 1—44. Sachverständige werden beurtheilen, ob wir dem Buche der Tendenz zu liehe Fremdes aufgedrungen. Der Verfasser.