Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, neunter Jahrgang 5623 (1862-1863) (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 163 (sequence 183)
- Language
- German
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163 brachen von Zeit zu Zeit die feierliche Stille durch militärische Trauermarsche, die Emil Jonas, ein vorzüglicher israelitischer Compositeur, nach Motiven aus Halevy's Opern: „Die Jüdin" und „Die Königin von Cypern" gedichtet hatte. Die Zipfel des Bahrtuches hielten Herr Cersbeer, Präsident des Ceutralconsistoriums; Couder, Präsident der Akademie der schönen Künste; Auber, Director des Conservatoriums; Ambrois Thomas und Baron Taylor, Mitglieder des Institutes, und de St. George, Halevy's unermüdlicher Mitarbeiter. Bon den Leidtragenden war zugegen Leon und Ludwig Halevy, Bruder und Neffe des Verstorbenen. Vertreter der Akademie der bildenden Künste, des Musikinstitutes, der Akademie der Wissenschaften, des Pariser, Marseiller und Centralconsistoriums, das Rabbinat und die ganze jüdische Geistlichkeit von Paris folgten dem Zuge in bcsonderenTrauerwagen nach. In der unübersehbaren Menge bemerkte mau viele politische, literarische, artistische Notabilitäten; Prinz Napoleon ließ sich durch Oberst Franconniere, die Prinzessin Mathilde durch General Bougenel vertreten. Ferner waren anwesend: Staatsminister Graf Walewski; Finanzminister Fould; Graf Morny, Präsident des gesetzgebenden Körpers; Marschall Magna»; Baron Hausmann, Seinepräsect; Boitelle, Polizeipräfect; General Mellinet; Marchand, Generalsecretär im Staatsministerium; Pelletier, Generalsecretär im Finanzministerium; de Nieuwerkerke, Generaldirector der kaiserlichen Museen; Gauthier, Generalsecretär des kaiserlichen Hauses; die Notabilitäten Pereire, Königswarter, Zaval, Bischofsheim, Ratisbonne; viele Deputirte, Staatsräthe; alle Theaterdirectoren, dramatischen Dichter und Künstler; Vertreter aller Journale. Die unübersehbare Menschenmenge ward auf 40,000 Personen geschätzt, für welche der israelitische Friedhof viel zu klein war, daher sich die meisten auf dem christlichen Gottesacker noch postiren mußten. Am Grabe begannen die mehr als 200 Personen zählenden Sänger