Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, neunter Jahrgang 5623 (1862-1863) (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 152 (sequence 172)
- Language
- German
- Belongs to
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152 scheinen, und wie anderseits jüdische Dienstboten ebenfalls der wöchentlichen Erbauung, unbeschadet der Erfüllung ihrer Dienstpflicht, theilhaftig gemacht werden könnten. Hieran schließt sich noch ein anderer Wunsch: die Bildung eines Vereines zur Verbreitung hebräischer Bibeln und Gebetbücher mit beigedrucktem deutschen Texte unter die ärmeren Volksclaffen. Die Veranstaltung der sehr wohlseilen Philipson'schen und Zerxheim'schen Bibeln erleichtert die Ausführung eines solchen Vorhabens ungemein. Eine derartige Bibel kostet gebunden nicht mehr als 70—80 kr. öst. W. und ist — ungleich den Messiasbibeln — ausschließlich zum Gebrauche für Israeliten vorgesehen. Noch viel billiger müßten zu veranstaltende Ausgaben von Gebetbüchern zu stehen kommen. Wird in erstgedachter Beziehung nicht nur die Erbauung, sondern nach vielfachen Richtungen auch die Belehrung gefördert» so bringt die Bertheilung von Gebetbüchern auch außerdem schon durch die beigedruckten Perokim (Sprüche der Väter) eine Fülle der köstlichsten, durch die Tradition noch werther gemachten Lebensweisheit unter das Volk. Das Vorgehen anderer Vereine zur Verbreitung von Druckschriften könnte füglich zur bezüglichen Anleitung dienen. Die Anwendung der Instrumentalmusik beim jüdischen Gottesdienste bildet seit vielen Jahren den Gegenstand einer lebhaften Controverse. Es ist hiebei ausschließlich die Orgelfrage verstanden. Wir haben viel gefunden, was für die Anwendung der Orgel spricht, allein, wir machen keinHehldaraus, noch mehr, was dagegen spricht. Wir erachten aber mit der Orgelfrage die der Anwendung von Jnstrumentalmufik überhaupt beim jüdischen Gottesdienste noch nicht abgeschlossen. Wir denken dabei an zwei Instrumente, die wir in Folge ihrer häufigen Erwähnung in unseren heiligen Schriften als die specifisch jüdischen bezeichnen möchten: die