Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, neunter Jahrgang 5623 (1862-1863) (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 123)
- Language
- German
- Belongs to
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103 strieausstellung haben sich über 50 Israeliten mit rühmlich hervorragenden Ausstellungsgegenständen betheiligt. Auch bei der letzten Kunstausstellung fanden mehrere-Leistungen jüdischer KünstlerAnerkennung. Eine der vorzüglicheren gehörte der „jüdischenKunst" an, einThema, welches wir schon in früheren Jahrgängen besprochen. Der Künstler heißt Eduard Meyer, und der Gegenstand des von ihm ausgestatteten Bildes ist: eine Synagoge zu Algier während des Gottesdienstes. Zu der neugebildeten Association „des kaiserlichen Prinzen", zur Unterstützung der Arbeitsbevölkerung, hat die Banquiersgattin Bischofsheim zu Paris eine Spende von 50,000 Francs dargebracht, und hierüber ein sehr anerkennendes, die Grundsätze allgemeiner Menschenliebe aussprechendes Handschreiben von der Kaiserin Eugenie erhalten. Anderseits ist dem jüdischen Hospital zu Metz ein Legat von 13,000 Fr. von Seite eines Protestanten, dem israelitischen Consistorium zu Paris ein Legat von 20,000 Fr. von Seite einer Katholikin zugeflossen. Die israelitische Gemeinde zu Paris hat die Errichtung zweier neuer großartiger Tempel beschlossen: das eine im Quartier du marais, das andere in der lue des victoires. Die Stadt Paris wird hiezu einen Beitrag leisten. Die Kosten sind auf 1% Millionen angeschlagen. Dieselben werden durch Obligationen aufgebracht, welche zu 500 Fr. innerhalb 75 Jahren rückzahlbar, zu 300 Fr. ausgegeben werden und 15 Fr- Zinsen tragen. Die jährlichen Einnahmen durch Vermiethung von Betplätzen werden aus 178,500 Fr., die Ausgaben aus 85,700 Fr. veranschlagt. Mit dem Ueberrest von 92,000 Fr. sind die Annuitäten dieses Darlehens reichlich gedeckt. Bei einer Zusammentretung der Notablen bewirkte die erste Aufforderung innerhalb wenigerMonate eine Sub-