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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1861-01-01 · Neue Folge, achter Jahrgang 5622 (1861-1862) (1861) · p. Seite 105

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, achter Jahrgang 5622 (1861-1862) (1861)
Date
1861-01-01
Page
Seite 105 (sequence 129)
Language
German
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105 mehrere christliche Gemeinden, bis ihnen endlich ihr Pfarrer den Rath gab, sich an den im benachbarten Koteffoh wohnhaften Israeliten Leopold Popper zu wenden, der ihnen auch die nbthige Summe bereitwilligst ohne jede Zinsenvergütung vorstreckte. Man kann denken, heißt es in dem erwähnten Schreiben, welchen Eindruck diese schöne That aus die Bauern machte. Aus dem achtzehnten Jahresberichte des Wiener Vereins zur Beförderung der Handwerke unter den inländischen Israeliten gehen uns folgende erfteuliche Resultate hervor. Das neue Gewerbegesetz, verbunden mit der günstigen Stellung unserer Glaubensgenossen in unserem Vaterlande, hat auch hier die Schranken weggeräumt, und die Zahl jüdischer Meister mehrt sich allenthalben in erfreulicher Weise. In Wien und dessen Umgebung haben sich in dem abgelaufenen Jahre 9 ehemalige Zöglinge des Vereins als selbstständige Meister etablirt, wovon 7 aus der H. Todesco'schen Stiftung mit einer Gesammtsumme von 1750 fl, zwei aus der Em. Wertheimsschen Stiftung unterstützt wurden. Ein anderer Bereinszögling etablirte sich in Pest als Kupferschmied und erhielt sowohl vom Wiener, als vom Pester Handelsgremium einen Vorschuß von 250 fl. Der israelitische Handwerksverein zu Wien hat im verflossenen Jahre 49 neue Zöglinge ausgenommen und bei 1 l verschiedenen Gewerben untergebracht, 33 haben die Lehre wieder verlassen und es verblieben am Schlüsse des Jahres 137 Dereinszöglinge bei l 2 verschiedenen Gewerben. Außerdem wurden mehr als 50 Lehrlinge, welche wegen Mangel an völliger Schulbildung als Bereinszöglinge nicht ausgenommen werden konnten, mit Bekleidung, Wäsche und Vergütung von Taxen im Bettage von 366 fl, 53 kr. unterstützt. Als Gesellen sind im verflossenen Jahre 28 Zöglinge aus der Lehre getreten und wurden bei ihrer Freisprechung mit den nöthigen Freigewändern, Wäsche und Taxen versehen. Die Bildungsanstalten des Vereins: zwei Ilnterrichtsclaffen,

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