Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, siebenter Jahrgang 5621 (1860-1861) (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 144)
- Language
- German
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118 schloß mit dem Priestersegen "p"0,> hebräisch und englisch» Man schlägt die Anzahl der Juden in der Union auf 200,000 an, wovon auf Newyork allein 40,000 kommen sollen. Ein von Cincinnati ausgehender Plan zur Bildung einer Centralhatte Dr. Naphatl zum Verfasser. 1841 wurde er Rabbiner und Prediger zu Birmingham in England, und fand sich in verschiedene Controversen eingezogen, Ln welchen er mit Geist und Gewandtheit den Glauben seiner Vorfahren verfocht. Er gab auch den vorzüglichsten Antrieb zur Gründung der ersten jüdischen Nationalschule in England- Zu gleicher Zeit wirkte er eifrig für die Aufhebung der auf den Juden in England noch lastenden Beschränkungen und förderte durch Wort und Schrift die Wahl seines Freundes, des Barons Lionel von Rothschild, als Parlamentsglied für die Londoner City. Im Jahre 1849 folgte er einem Rufe unserer Glaubensgenossen in Newyork. Vor seiner Abreise wurde ihm in Anerkennung seines ausgezeichneten humanen Wirkens von Seite des Mayors (Bürgermeisters) der Stadt und ihrer angesehenen Einwohner die Ehre einer Abschiedsadreffe zu Theil. Diese auszeichnende von fremden Glaubensgenossen ausgehende Demonstration war von einem ansehnlichen Geldgeschenk zur Bestreitung seiner Reise begleitet. Einige Zeit zuvor hatte ihm die Universität zu Gießen das Diplom eines Doctors der Philosophie zugeschickt. Unverzüglich nach seiner Ankunft in Newyork wurde er als Rabbiner und Prediger der englischdeutschen Gemeinde installirt, und hat seitdem dieses Amt ununterbrochen versehen. Vor etwa zehn Jahren gab er Andachtsübungen für die israelitische weibliche Jugend heraus, und hat seine Uebersetzung der heiligen Schriften, von welchen der erste Theil in England erschien, wieder begonnen. F. Raphatl hat sich der Auszeichnung zu rühmen, sich der christlichen Bevölkerung gegenüber als Docent, Redner und Schriftsteller vorzuführen, und hat viel gewirkt, um die unsinnigen Vorurtheile zu beseitigen, welche allzulange eine Scheidewand zwischen alten und neuen Christen bildeten. Seine letztem