Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, siebenter Jahrgang 5621 (1860-1861) (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 38)
- Language
- German
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12 1687, ausgestellt haben, erklären wir durch Gegenwärtiges, daß wir ungeachtet des beträchtlichen Gewinnes, den er während der in der Liquidation begriffenen und in der besagten Quittung angegebenen Jahre von uns gezogen haben kann, demnach für die Beruhigung unseres Gewissens und in Betracht seines Verdienstes um' uns, ihm ein Geschenk damit machen wollen, wie wir ihm durch Gegenwärtiges, in der besten und bindendsten Form, Alles schenken, was er in dieser Zeit viel an uns hat gewinnen können. Daher wollen und befehlen wir, daß besagter Don Manuel Teireira und seine Erben und Nachkommen wegen dieser Rechnung niemals belästigt werden. Zur Beglaubigung dessen u. s. w.« *) Unterdessen dauerte ein freundschaftliches Vernehmen zwischen der Königin und Teireira noch fort. Wenige Monate vor ihrem Tode machte sie ihm Mittheilungen über eine überstandene Krankheit und fügte am Ende derselben recht naiv hinzu: »Ich halte mich überzeugt, daß Sie von der Nachricht meines Todes eben so gerührt gewesen wären, wie ganz Rom.« * 2) Mehr als ganz Rom empfand der alte Teireira bei der Kunde von dem Hinscheiden seiner Königin. Er hatte ihr 35 Jahre treu gedient. Betagt und hochgeehrt verschied Manuel Teireira in den 90ger Jahren des 17. Jahrhunderts; ein unabsehbarer Zug königlicher und fürstlicher Wagen begleitete seine irdischen Reste nach dem Altonaer Friedhofe. Seine Söhne erbten seine Reichthümer und die von jüdischen Dichtern besungenen, von Gelehrten gefeierten Tugenden dieses Mannes, der ungeachtet seiner Stellung sich nicht über seine Brüder erhoben und nie von seinen Genossen im Glauben abgewandt hat. *) Archen!) oltz a. a. O. IT., F. 2) Ibid. IV., 166.