Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, sechster Jahrgang 5620 (1859-1860) (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 115 (sequence 153)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2609281-2609292--4209-2611556- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
115 ander einig wären, wenn sie sämmtlich unterstützen möchten, was sie durch gegenseitige Eifersucht, wenn nicht zerstören, doch schwer und langsam gedeihen machen. Wir Horen, daß die uns stets gnädige Regierung Oesterreichs eine Sammlung zu dem Hausaufbau gestattet und daß dieselbe Erfolg hat. Gebe Gott einen reichlichen! Hier muß Alles, da wir kein Holz haben, massiv aus Stein gebaut und gewölbt werden, was einen doppelten Nachtheil hat: einen nicht zu beseitigenden, daß die Häuser feucht sind und den, daß ein tiefer Grund gemauert werden muß. Nun gilt es einen vielleicht seit 2000 Jahren angehäusten Schutt wegzuräumen, um auf festen Baugrund zu gelangen. Das österreichische Hospitz, dessen Aufbau auf 100.000 fl. veranschlagt war, hat mehr als diese Summe wegen des eben angegebenen Umstandes aus den Grundbau allein verwenden müssen, und wiewohl kein Prachtbau, hat es die Summe von 300.000 fl. in Anspruch genommen. Es scheint Sachkundigen am geeignetsten, wenn nicht ein großes Haus, sondern mehrere kleine gebaut würden, weil diese vielleicht nicht die Wegräumung des Schuttes bedingen. Immer aber wird es schmerzlich sein, wenn da, wo der Palast der Könige stand, sich die Hütten der Armuth erheben werden. Es sollen 5.000.000 Juden aus der Erde leben und diese könnten wohl eine Summe zusammensteuern, um auf der heiligen Stätte ein ihrer würdiges Gebäude auszuführen. Aber seit der Zerstörung Jerusalems kann nichts gelingen!« Das freiherrlich Rothschild'sche Hospital. »Diese Anstalt, die einzige, welche bis jetzt unter den von europäischen Wohlthätern nach Jerusalem gestifteten Institutionen starke Wurzeln geschlagen hat, gedeiht, wie Sie sich, Herr Doctor Frankl, als Arzt selbst überzeugt haben, unter der ärztlich ausgezeichneten und administrativ - energischen Leitung des dirigirenden