Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, fünfter Jahrgang 5619 (1858-1859) (1858-1859)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 157 (sequence 201)
- Language
- German
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Dank jedoch seiner rastlosen Thätigkeit, seiner ungewöhnlichen Energie und Geisteskraft hat er neben dem mühevollen ärztlichen Verufedie Pflege der Geschichtswissenschaft nicht aufgegeben. Schon im Zahre 1855 begegnen wir in einer ebenso interessanten als wichtigen Abhandlung Wattenbach's') über Briefsteller des Mittelalters einer sehr scharfsinnigen Untersuchung Jaffas. In dem im folgenden Zahre erschienenen Bande derNonumentaKormaniak historica erscheint er als Mitarbeiter. Die aus Jaffas Recenston hervorgegangenen Quellenschriften umfassen über vierzig Druckbogen in Großfolio; schon vom 12. Februar 1855 datirt die erste dieser Arbeiten. Man sieht, die historische Thätigkeit Jaffe's feiert nicht. Auch an den unter Pertz's, Ranke's, Ritters u. A. Redaction erschieneden Uebersetzungen deutscher mittelaltriger Geschichtsschreiber hat er sich neuerdings betheiligt. Es erschien vor Kurzem eine Uebersetzung. der Lebensbeschreibung der Königin Mathilde, der Gemalin Heinrichs I., Mutter Otto's des Großen, der eine, wie die Anzeige im literarischen Centralblatt besagt, a) sehr wichtige Untersuchung über diese Quelle vorangcschickt ist. Schon ist auch eine Uebersetzung der panegyrischen Lebensbeschreibung Kaiser Heinrichs IV. angekündigt' — Zm Sommer 1857 fanden wir Jaffs in der kaiserlichen Hofbibliothck zu Wien. Zhn beschäftigten Untersuchungen über die in dem bairischen Kloster Altaich ausgezeichneten Annalen, welche zu den wichtigsten Quellenschriften für die Geschichte der Staufischen rolini partim Vindobonae haec studia tractabam. Ein reiches, merkwürdiges Leben, in wenigen Zeilen zusammengefaßt! Iter Austriacum von Wattenbach im 14. Bande des Archivs für Kunde österreichischer Geschichtsquellen. Wien 1855, S. 60 u. f. f. ~) Leider liegt diese Uebersetzung uns nicht vor, sie ist merkwürdiger Weise in Wien noch nicht in den Buchhandel gekommen.