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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1858-01-01 · Neue Folge, fünfter Jahrgang 5619 (1858-1859) (1858-1859) · p. Seite 151

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, fünfter Jahrgang 5619 (1858-1859) (1858-1859)
Date
1858-01-01
Page
Seite 151 (sequence 195)
Language
German
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IRI
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Nun gab es doch einen Weg, das Verlorene wieder zu gewinnen. Denn waren auch die von den Notaren in den Regestenbüchern medergelegten Abschriften unwiederbringlich verloren, so existirten doch, zum Theil wenigstens, die Originalbriefe und Erlässe. Päpstliche Briefe haben aller Orten diejenigen, an welche sie gerichtet waren, gemeiniglich sehr sorgfältig aufbewahrt. Seitdem man Bücher druckt, sind sie auch aus der Verborgenheit der Archive in allen Ländern Europa's bei den verschiedensten Gelegenheiten in den verschiedensten Büchern ans Licht getreten. Wenn man es unternahm aus den Tausenden von Bänden diese päpstlichen Briefe zusammenzutragen und ihnen auch noch diejenigen anzureihen, die noch ungedruckt in den Archiven liegen, so konnte man in der That dahin kommen, jene alten verlorenen päpstlichen Regesten zu reconstituiren. Freilich war das eben nichts Leichtes. Nirgends findet man so viele untergeschobene und gefälschte Briefe als unter den päpstlichen, ihr Verständnisi, ihre chronologische Anordnung bietet dem Scharfsinne schwere Probleme. Vor allen Dingen war also eine genaue ins Detail dringende Kenntnis der Kirchcngeschichte und des Kirchenrechtes, Scharfsinn und kritisches llrthcil nöthig und mit diesen Eigenschaften mußte sich eine ausgedehnte Literaturkenntniß und ein ungewöhnlicher Fleiß verbinden, um der Wissenschaft einen so reichen Schatz zuzuführen. Philipp JaM vereinigte in sich alle diese Erfordernisse, ihm war es Vorbehalten, der Wissenschaft diesen Dienst zu leisten. »Man »hat vielfach versucht,« sagt ein Kritiker des Jaffe'schen Regesten' Werkes, »den katholischen Clerus, besonders die Klostergeiftlichen, »welche sich mit geschichtlichen Forschungen beschäftigen, zu einem »solchen Unternehmen anzuregen, jedoch ohne Erfolg. Jetzt ist »die gewaltige Arbeit in fünf Jahren vollendet durch den eiser- »nen Fleiß und die unermüdliche Ausdauer des Herrn Jaffe; »über 11000 päpstliche Schreiben hat er gesammelt, kritisch unter-

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