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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1858-01-01 · Neue Folge, fünfter Jahrgang 5619 (1858-1859) (1858-1859) · p. Seite 18

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, fünfter Jahrgang 5619 (1858-1859) (1858-1859)
Date
1858-01-01
Page
Seite 18 (sequence 62)
Language
German
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18 in Anspruch nimmt, und den wir unten zum ersten Male beschreiben. Wir haben schon angeführt, daß am Schloßberge ein jüdischer Stein mit der Jahreszahl 3690 (314 Jahre v. Chr.) soll aufgefunden worden sein, ein anderer Stein, in Graz aufgedeckt, führte die Jahresangabe 1287 (n. Chr.) Aus dem vierzehnten Jahrhundert besitzt die Steiermark zwei wohlerhaltene Exemplare. In dem Schlosse Waldstein bei Peggau, auf dem Ruheplatze der Hauptstiege, befindet sich in der Wand eine hebräische Inschrift, deren Uebersetzung also lautet: Hier ruhet begraben der ehrenfeste in allen Geboten des Gesetzes wohl erfahrene und treu bewährte Rabbi Josua, ein Sohn des Jsak. Er ist gestorben den 5. Tag des Monats Ellul (im Jahre) 125 nach der kleinen Schreibart (d. h. mit Hinweglassung der Jahrtausende seit der Weltschöpfung, nach christlicher Zeitrechnung den 23. August 1363). Möge er in der Gesellschaft der Seligen wohnen! *) Dieser Stein war früher in der Capelle des alten Schlosses Waldstein eingemauert. Eine Aufklärung über diesen höchst merkwürdigen Umstand werden vielleicht spätere Forschungen geben, bis jetzt war es nicht möglich, ein Licht aus diese Erscheinung zu werfen. Die Hofhauptmauer des Osttractes der k. k. Burg in Graz, hinter dem Doppelbrunnen des ehemaligen ersten Hofes, enthält unmittelbar ober dem Erdhorizont einen schon erwähnten Grabstein (aus Sandstein, im Bogen geschlossen 1' 10" breit, 2' 9*4" hoch), der in der Carlau um 1570 aufgesunden, in der deutschen Uebersetzung also lautet *): Traurig tönt meine Zither, und die Stimme vertrocknet mir vor Schmerz über den Hintritt des *) Mittheil, des histor. Vereines für Steiermark III. 131 und 132. 2) Fundgruben des Orients, V. 96.

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