Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, vierter Jahrgang 5618 (1857-1858) (1857-1858)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 168 (sequence 209)
- Language
- German
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168 Leinstengel, auf diese Weise rasch zum Welthandelsartikei herangezogen werden, und dem großen Industriezweige der Spinner, Weber und Seiler steht ein neuerAufschwung durch die maschinenartige Bereitung dieses Rohmaterials bevor. Handwerk Das Handwerk erwirbt sich in dem Grade mehr Anhänger unter den österreichischen Israeliten, als die Schwierigkeiten zum Selbstbetriebe verschwinden. Namentlich wird in Ungarn der Kleinhandel häufig mit dem Handwerk vertauscht. So wird uns aus Szarvas geschrieben: Unter 170 der israelitischen Insassen sind 10 Schneider, 4 Schuster, 1 Kappelmacher, 3 Seifensieder, 1 Spengler, 1 Goldschmied, 1 Grobschmied, 1 Maschinenschlosser, 1 Tischler, i Glaser, 3 Buchbinder, 1 Gerber, 1 Essigfabrikant, Summe: 29. Außerdem gibt es noch viele Schlosser, Schmiede, Tischler, Wagner, Kirschner, Spengler, die demnächst ihre Gesellenzeit beendigen, der gewöhnlichen Hilfshandwerker zur Bekleidung zu geschweigen. Solche Fortschritte erscheinen um so befriedigender, wenn man erwägt, daß es hier noch Manches zu ebnen gibt. Als z. B. vor einiger Zeit ein Israelit in Stein am Anger seinen Sohn als Lehrling zu einem Müllermeister geben wollte, war unter den vielen Müllern ein einziger so vorurteilsfrei, ihn aufzunehmen, und nur durch das kräftige Auftreten des wackern Zunftcommissärs gelang es, den Widerstand der Zunftgenoffen zu beseitigen. Der Meister ist mit dem Verhalten seines Lehrlings aber auch ungemein zufrieden. 18 andere Lehrlinge find aus der dortigen kleinen Gemeinde bei verschiedenen Gewerben zur gleichen Befriedigung ihrer Meister untergebracht. Unter den jüdischen hat fich der Zimmermeister Oesterreicher i» Egerszegh durch seine