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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1857-01-01 · Neue Folge, vierter Jahrgang 5618 (1857-1858) (1857-1858) · p. Seite 134

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, vierter Jahrgang 5618 (1857-1858) (1857-1858)
Date
1857-01-01
Page
Seite 134 (sequence 175)
Language
German
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IRI
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134 ist. Und im europäischen Osten, wo die Läuterung der Begriffe über Religion und Erziehung am meisten Noch thäte, da werden nur allzuhäufig die Massen dem kraffenAberglauben zugeführt. Der sogenannte Bal-Schem, der als Wunderchäter verschrieene Fromme, treibt unter den Fittichen des Chaffidäismus sein Unwesen, und nimmt eine Stelle ein, welche dem Lehrer im bessern Sinne des Wortes gewahrt bleiben sollte. Woher soll da eine Umgestaltung der Manier und Denkweise entstehen? Eine Finsterniß, die nur durch Irrlichter erhellt wird, bedarf des Hereintagens der redjten Leuchte. 3. Verbreitung guter Bücher und Druckschristen. Erst in neuester Zeit ist diese richtige Aufgabe aufgefaßt worden. Rühmenswerth find in diesem Betracht dieBestrebungendesRabbiners ®iv Ludw. Philippson zu Magdeburg. Nebst der sehr verbreiteten allgemeinen Zeitung des Judenthums und zahlreichen populären Schriften zur Erheiterung und Belehrung begründete er das literarische Institut zur Förderung des Judenthums durch Herausgabe geeigneter Werke. Der Erfolg übertraf die Erwartung, und die Theilnahme ist noch immer in der Zunahme begriffen. Von besonderer Gemeinnützigkeit erachten wir die fast gleichzeitig mit der einer gleichen Tendenz huldigenden Wochenschrift La semaine unternommenen Herausgabe des jüdischen Volksblattes. Wir glauben jedoch, daß mit diesen Bestrebungen, wozu wir allerdings auch die Herausgabe besonderer Jahrbücher zu zählen haben, die gestellte Aufgabe nur zum Theil gelöst ist, d. h. nur vom confeffionellen, nicht zugleich vom rein menschlichen Standpunkte. Dazu thut es Roth, daß Schriften, die zum Gemeingut Aller erwachsen sollen, und zwar sowohl einige der zugänglichsten schöngeistigen Werke, als auch allgemein faßliche Belehrungen aus den Gebieten der Erd-, Naturrind Geschichts.kunde, nebst Bibel und Schulbuch in die unteren Schichten der Bevölkerung gebracht werden. Und warum sollten Js-

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