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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1857-01-01 · Neue Folge, vierter Jahrgang 5618 (1857-1858) (1857-1858) · p. Seite 36

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, vierter Jahrgang 5618 (1857-1858) (1857-1858)
Date
1857-01-01
Page
Seite 36 (sequence 77)
Language
German
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IRI
…/2609281-2609288--3298-2610643
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36 gend ein anderer Artikel, der einer besondern religiösen Aufsicht benöthigt. Nur freiwillige Gaben liefern dem Comits eine Summe von 130,000 bis 140,000 Franken, außer einer Summe von 80,000 bis 90,000 Franken für Spital und Versorgungshaus, welches durchschnittlich an 700 Kranke jährlich, mit Gottes Hilfe größtentheils geheilt entläßt, und 40 alten Leuten alle Bequemlichkeiten des Lebens während der letzten Jahre des irdischen Aufenthaltes gewährt. Bethaus und Bibliothek, Garten und Laubhütte, stehen zu ihrer Verfügung nebst einem kleinen Taschengelde, damit nichts zu wünschen übrig bleibe, als noch lange diese Wohlthaten genießen zu können. Der Ton, der im Allgemeinen herrscht, ist ein freundlicher, würdig dessen, der das Haus erbauen ließ, und es der Gemeinde zum Geschenke machte. Baron James Rothschild hat bei einer halben Million Franken für Bau und theilweiseEinrichtung dieserAnstalt verwendet, welche, obgleich sie kaum 5 Jahre besteht, doch schon in Renten bei 20,000 Franken besitzt. Der selige Baron Salomon Rothschild hat eine Summe von 200,000 Franken für denVau eines Waisenhauses bestimmt, das jetzt vollendet, mit Knaben-, Mädchenschule und Kinderbewahranstalt versehen, und im Monat Juli eingeweiht werden soll. Es ist dabei aus 80 Waisen, 40 Knaben und 40 Mädchen vorbedacht, die zu würdigen Mitgliedern der Gesellschaft herangeöildet werden sollen. Für einen Betsaal ist ebenfalls gesorgt. Alle dieseJnstitute, sowie dieSynagogen, deren es mehrere unter eigenenVerwaltungen gibt, und die jetzt bedeutend vermehrt werden müssen, verdanken ihr Bestehen der edeln Stimmung, die in der hiesigen Gemeinde herrscht. Ein tiefes Ehrgefühl, dem der Name Jude heilig ist, lebtin jeder Brust; Reich oder Arm, Beobachter der religiösen Formen, sowie jener, der selbe zu halten nicht immer die Möglichkeit hat, begegnen sich in diesem Gefühle, und es ist erhebend zu sehen, wie bei jeder Gelegenheit, die sich darbietet, Einklang und Uebereinstimmung

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