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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1856-01-01 · Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857) · p. Seite 259

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857)
Date
1856-01-01
Page
Seite 259 (sequence 303)
Language
German
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259 r zeichneten sich besonders die Aufsätze des gelehrten Herausgebers (»zur Geschichte der jüdischen Religionsgespräche,« »Rede am Geburtstage des Königs Friedrich Wilhelm,« »das Alterthnm über Juden und Judenthum«, worin zugleich eine kräftige Abfertigung des neuen social-romantischen »Gustav Freitag«) durch Gediegenheit und warme Begeisterung für Religion und Judenthum aus. — Möchte derselbe neben seinem wichtigen Berufe des jüdischen theologischen Seminars bald Muße gewinnen, die »Einleitung in die Mischna und den Talmud,« welche über diese Disciplinen neues Licht verbreiten dürste, zum Abschlüsse zu bringen. Welche Bereicherung würden Kritik und Alterthumskunde dadurch erhalten! In Frankfurt a. M. erschienen fernerweit'. »Jeschurun« von S. R. Hirsch und der »israelitische Volkslehrer« von L. Stein. Merkwürdigerweise enthielten beide sonst antipodische Zeitschriften Aufsätze von dem greisen Steinheim, aus dessen Feder eben wieder ein religliös-phlosophisches Werk erschienen ist. Für den österreichischen Kaiserstaat wirkt Letteris durch Herausgabe der »Wiener Mittheilungen« und M. Stern durch die hebräische Monatsschrift »Kochbe Jizchak«. — In Frankreich behaupten bte»Arcliives isr.«und»1'Lnivei'8 isr.« ihren alten Rang; denen sich neuerdings noch »Le Lien israelite« beizugesellen suchte. — Für Piemont schreibt » L'Lduoatoi'e israelita«; die jüdischen Zustände Amerika's erfährt man aus dem »Asmonean« in New- Uork, dem »Occident« in Philadelphia und »the Israelit« in Cincinnati, während das reiche England jetzt unseres Wissens nur eine jüdische Zeitschrift, das seit dem Tode des vorigen Redakteurs ziemlich verkommene »Jewish Chronicle« aufzuweisen hat! Noch traten einige Schriftsteller unserer Glaubensgenossen, obzwar nicht auf dem Gebiete der eigentlich jüdischen Wissenschaft, mit Erzeugnissen auf, die nicht mit Stillschweigen übergangen werden dürfen. I. Bernaps beschrieb das Leben des berühmten Philologen I. I. Sca- 17*

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