Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 253 (sequence 297)
- Language
- German
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253 F durch psychologische Wahrheit und Unbefangenheit sich auszeichnen. Möge es zahlreiche jüdische uno christliche Leser finden. — Mar Ui)!ernennt (Docent der egyptischen Alterthumskunde in Göttingen). sucht in »Israeliten und Hyksos in Egypten« die volle Uebereinstimmung der biblischen Mittheilungen über egyptische Zustände mit den neuesten wissenschaftlichen Forschungen bündig nachzuweisen. — Die lehrreiche Schrift des Italieners Cavedoni »biblische Numismatik« fand in v. Werlhof (k. hannover'schem Qberappellationsrathe) einen Uebersetzer. Erhalten manche talmudische Stellen dadurch Erläuterung, so ist dagegen nicht minder ein Aufsatz von Dr. Moriz A. Levi »zur jüdischen Münzkunde« (in der allg. Zeitung d. Judenth.«) zu beachten. — Auch Eisenlohr's »Volk Israel unter der Herrschaft der Könige« verdient Erwähnung, insofern es die altisraelitischeGeschichte'in ein besseres Licht zu stellen sich bestrebt, als dies zeither in Schriften für gebildete Laien anderer Bekenntnisse zu geschehen pflegte. — Herzfeld's »Geschichte des Volkes Israel bis zum Makkabäer Simon« (vergl. unfern vorjährigen Rückblick) ist inzwischen bis zur ersten Lieferung des dritten Bandes seines Gesammtwerks vorgeschritten; sie bezeugt gründliches Quellenstudium. Die gelehrten Ercurse am Schluffe des zweiten und die ersten Abschnitte des zweiten Bandes bieten dem Forscher vielfache Anregung zu bibelkritischen und historisch-chronologischen Untersuchungen. — Grätz' eben ausgegebener dritter Band seiner »Geschichte der Juden«, der die Zeit von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergang des jüdischen Staats umfaßt, bestätigt in der Hauptsache das in unserm vorjährigen Rückblicke (Jahrb. 5616, S. 135) über den vorigen Band angedeutete Urtheil. Dieses Buch ist eine der anziehendsten Erscheinungen unserer Literatur; es bekundet geistreiche Auffassung, enthält zahlreiche scharfsinnige, ja zuweilen geniale Kombinationen, auch ist die Darstellung großentheils wohlgelungen. Da dieses Geschichtswerk aber für einen größeren Lesekreis berechnet kst