Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, dritter Jahrgang 5617 (1856-1857)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 180)
- Language
- German
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136 mir zu schöpfen wünsche, aus üoekckieiselden leitet, dämpfen müssen. Allein da Theuerster Retter der deutschen Ehre! Dero Tugenden, darunter vornehmlich die Zuneigung zu den ^ehrbegierigen, und die überschwengliche Gnadenbezeugungen deren Sie ihnen würdigen, in so vollkommenem Grade anzutreffen sind: Wo sollte ich wohl Kräfte genug hernehmen, meinem innersten Trieb gegen diesen Mittelpunkt der Gelehrsamkeit einhalt zu thun? Wir besitzen keine so unumschränkte Herrschaft über die Leidenschaften; daß wir auch in Fällen, wo die Vernunft selbst ihr Jawort einigermaßen dazu verlauten läßt, ihrer Vorschrift zuwider zu handeln vermöchten. Wenigstens vermag ich den Zügel so strenge nicht zu halten. Indem ich mir nun aus angeführten Gründen der ungezweiselten Zuversicht schmeichle Ew. Edelgeb. werden meinen kühnen Zutritt nicht auf der ärgsten Seiten zu betrachten geruhen; zumal da ich den Edelmuth Deroselben weit größer als meine Vermessenheit schätze; So glaube zur Deutlichkeit meines Vortrags nicht wenig bepzutragen, wenn ich eine kleine Erklärung meines Standes voranschicke. Ich bin seit zwanzig Jahren ein Mitglied der menschlichen Gesellschaft. Den allergrößten Theil dieser Zeit habe auf die Studien gewandt, die bey meinen Glaubensgenossen in Gebrauch eingeführt sind. Die Nebenstunden ungerechnet, die zuweilen zu der französischen Sprache, der Rechen Kunst und einer Uebung im Schreiben; wiewohl ohne jemandes Anführung, sondern wie mir es der natürliche Eifer eingab, herhalten mußten. Wie weit ich es nun hierin getrieben, überlaße andern jedoch unpartheyischen Richtern zu beurrheilen. Genug, es kann mir nicht vorgerückt werden, es hätten meine Lehrmeister ihre Mühe unnütz verschwendet. Die Neubegierde welche aber in solcher Absicht vor eine Tugend erkenne; zündete von meiner zartesten Jugend, in meinem Herzen eine Flamme an, die nur allein durch Erfahrung neuer Kenntnisse genährt wird. Dieser angebvhrne