Mannheim
Compact Memory

Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1855-01-01 · Neue Folge, zweiter Jahrgang = Jahr 5616 (1855-1856) (1855) · p. Seite 188

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, zweiter Jahrgang = Jahr 5616 (1855-1856) (1855)
Date
1855-01-01
Page
Seite 188 (sequence 191)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2609281-2609284--2701-2610044
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

188 Gegenüber diesen ehrenvollen Vorgängen im Militärdienst, die wir nur sehr lückenhaft angeben konnten, haben wir Ln der civilistischen Laufbahn nur des einen, der Beförderung des Herrn Weil zum wirklichen k. k. Regierungsrath int Departement des Auswärtigen zu erwähnen. Allerdings kommt aber die dadurch erlangte Rangstufe jener eines k. k. Obersten gleich. Neuere rühmliche Auszeichnungen widerfuhren österreichischen Aerzten israelitischer Confeffion. Dr. Pollak, welcher vor einigen Jahren einem ehrenvollen Ruf nach Persien folgte, hat dort eine brillante Carriere gemacht, und erst kürzlich von dem Schah von Persien in Würdigung seiner Verdienste den Sonnenorden erhalten. Von Dr. August Guastalla in Triest und dem ihm von der k. k. Marineverwaltung ertheilten ehrenvollen Aufträge sprechen wir noch besonders in der Monographie Triests. Med. Dr. Ignaz Loeblin in Ofen, daselbst Gemeinderath und zugleich k. k. Schulrath, erhielt die goldene Verdienstmedaille mit der Krone. Der Regimentsarzt Dr. Hirsch hat den Feldmarschall Radetzky bei dem letzten Choleraanfall behandelt und stand ununterbrochen zwei Nächte unb einen Tag an dem Bette des Kranken. Der Feldmarschall hat den Dr. Hirsch dem Militär als seinen Lebensretter vorgestellt. Dr. Salomon Bernstein aus Prag, Oberarzt bei Radetzky-Husaren, erhielt wegen seines Benehmens während des Aufstandes und Krieges im österreichischen Italien die große goldene Medaille. Unter den jüngern Wiener Aerzten hat sich Dr. Gustav Wertheim durch das von ihm angelegte und vom besten Erfolg begleitete Institut für Hautkranke vortheilhaft bemerkbar gemacht. In der am 13. April 1855 in der Gesellschaft der Wiener Aerzte abgehaltenen Versammlung hielt derselbe einen umfassenden Vortrag über die sogenannten Bartfinnen (sycosis) und empfahl ein neues Heilverfahren für dasselbe. Pros. Dr. Hebra — eine europäische Celebrität auf diesem Gebiete — erklärte, daß er in der letzteren Zeit Dr. Wertheim's Methode in vier Fällen angewendet habe, den gün-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.